بِسْمِ اللَّهِ، وَالْحَمْدُ لِلَّهِ، وَالصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَى رَسُولِ اللَّهِ ﷺ، أَمَّا بَعْدُ:
Bevor auf den eigentlichen Inhalt dieses Artikels eingegangen wird, sei daran erinnert, dass die gravierenden Verstöße und Abweichungen von ‘Arafāt al-Muḥammadī bereits an zahlreichen Stellen ausführlich dargelegt wurden. Zu diesen gehören unter anderem:
- Seine Beteiligung am Churūdsch gegen den legitimen muslimischen Herrscher des Jemen, was zu Blutvergießen und Krieg führte.
- Seine Unterstützung der STC-Maschāyich, die am Churūdsch gegen die jemenitische Regierung beteiligt waren, vom Chāridschī Hānī ibn Buraik finanziert wurden und auch nach den Widerlegungen und Warnungen der Großgelehrten weiterhin an ihrer Beziehung zu ihm festhielten.
- Sein Versuch, Scheich Rabī’ (V) bezüglich Angelegenheiten von Blutvergießen und Krieg zu täuschen, um eine für ihn günstige Fatwā zu erlangen. Angesichts der Tatsache, dass er an einer Verschwörung beteiligt war, um Scheich Rabī’ zu belügen, erscheint es keineswegs abwegig, auch andere Vorwürfe ernst zu nehmen, die in der Vergangenheit gegen ihn erhoben wurden. Dazu gehören etwa seine Aussage, Scheich Rabī’ sei „zu geduldig“, sowie seine Beteiligung an Bemühungen verschiedener Gruppen, Scheich Rabī’ dazu zu bewegen, seine Position gegenüber bestimmten Personen zu ändern.
- Seine Verwicklung in das Blutvergießen in Libyen und sein Eingreifen in Angelegenheiten von Krieg und Blutvergießen, die ausschließlich den Großgelehrten vorbehalten sind.
- Seine Weigerung, den damaligen jemenitischen Herrscher als seinen legitimen muslimischen Herrscher anzuerkennen.
- Sein Verschweigen der Fatwā von Scheich Rabī’, in der dieser dazu aufrief, an der Seite der saudischen Koalition zu stehen.
- Seine Angriffe auf muslimische Herrscher anderer Länder sowie seine Andeutungen des Takfīr gegen sie, wie beispielsweise im Fall der Türkei.
- Seine Verteidigung und sein Lob für Leute der Neuerung wie Hischām al-Bīlī.
- Seine mangelnde wissenschaftliche Ehrlichkeit beim Zitieren sowie sein bewusstes Lügen über Salafīs.
- Sein ungerechter Tabdī’ gegenüber bekannten Salafīs ohne Beweise.
- Seine Angriffe auf Maschāyich, die ihm an Alter, Wissen und Erfahrung weit voraus sind.
- Seine Schriften über fiqh-bezogene Fragestellungen, die gezielt auf die von Scheich al-Albānī (V) vertretenen Ansichten abzielen und diese zu untergraben versuchen.
- Dass er Ḥadīthe, die ḥasan sind, für schwach erklärt und Ḥadīthe, die schwach sind, für authentisch erklärt.
- Seine fragwürdigen Fatāwā in Eheangelegenheiten, insbesondere im Zusammenhang mit den Lebensumständen der Muslime in Europa, die in verschiedenen Gemeinschaften zu erheblichem Chaos und Zwietracht geführt haben.
- Sein Aufruf zum Ta’aṣṣub gegenüber seiner eigenen Person, indem er die Salafīs dazu auffordert, ausschließlich zu ihm und einer anderen Person zurückzukehren.
- Dass er die Salafīs weltweit gespalten hat, vom Osten bis zum Westen.
- Sein Zuwiderhandeln gegen behördliche Anordnungen, indem er ohne Erlaubnis im Königreich Saudi Arabien private Unterrichte abhält, getarnt als „gemeinsames Lernen und Wiederholen“.
Wann immer diese schwerwiegenden Verstöße angesprochen werden, von denen manche sogar den Grundlagen der Salafiyyah widersprechen, erhält man von seinen Anhängern nahezu immer dieselben Antworten:
„Aber er hat so viele Unterrichte!“
„Aber er hat tausende Unterrichte!“
„Aber er hält Unterrichte auf der ganzen Welt!“
„Aber er hat mehr Unterrichte als ihr!“
„Ihr seid faul, während er aktiv ist!“
„270 Personen haben heute seinem Live-Vortrag zugehört!“
„Fārighīn!“
Welch bankrottes Argument!
Anstatt auf die eigentlichen Kritikpunkte einzugehen, flüchtet man sich zu Zahlen, Statistiken, Zuhörerzahlen und der bloßen Menge an Unterrichten. Als ob die Wahrheit anhand von Zahlen erkannt würde. Als ob die Richtigkeit des Manhadsch an der Anzahl der Vorträge gemessen würde. Und als ob die Leute der Neuerung zu keiner Zeit über Anhänger, Vorträge, Bücher und große Zuhörerschaften verfügt hätten.
Diese bankrotte Argumentation wird im Folgenden ausführlich widerlegt werden.
Hier einige Beispiele von Mu’taṣṣibīn ‘Arafāts, die genau diese Argumentationslinie zu seiner Verteidigung vorbringen:




Scheich Abul-‘Abbās Bilāl ibn ‘Abdil-Ghanī as-Sālimī (حفظه الله) schrieb:
Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Die Vielzahl an Unterrichten rechtfertigt keine Abweichung...
‘Arafāt, der listige Fuchs, als Beispiel
Alles Lob gebührt Allah, und Allahs Heil und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, auf seiner Familie, seinen Gefährten und denjenigen, die seiner Rechtleitung folgen.
Was nun folgt:
Der Maßstab, o Leute, ist nicht die Vielzahl der Unterrichte, nicht die Länge der Listen, nicht der Lärm der Kanzeln und nicht das Anhäufen von Vorträgen und klangvollen Ansprachen. Denn das Falsche kann sich das Gewand der Vielzahl anziehen, es kann den Sattel der Bekanntheit besteigen, und seine Stimme kann in allen Himmelsrichtungen laut werden, während es bei Allāh nicht einmal das Gewicht eines Mückenflügels besitzt!
Was ist das für eine krumme Denkweise, die sich bei einigen Maftūnīn (den von dieser Fitnah Befallenen) verbreitet hat?!
Wenn man ihnen sagt: »Der Lügner ‘Arafāt weist eine methodische, ḥizbiyyah geprägte Abweichung auf, verfolgt einen verwerflichen intiqālī-Weg (gemeint: Seine Verbindung zum STC-Übergangsrat) und vertritt Positionen, die den Grundlagen der Salafiyyah widersprechen«, dann antworten sie:
„Aber er hat 1000 Unterrichte und Vorträge!“
Als ob die Wahrheit anhand der Anzahl von Aufnahmen erkannt würde!
Oder als ob der Manhadsch anhand der Anzahl von Stunden gewogen würde!
Oder als ob die Leute der Neuerung und des Irrweges nicht ebenfalls Menschen gewesen wären, die im Vordergrund standen, redeten, ermahnten und Einfluss ausübten!
Mein Bruder...
Selbst Iblīs ruft seit Jahrtausenden zu seinem Falschen auf. Ist die Dauer seines Aufrufes dadurch zu einem Beweis für ihn geworden?!
Wahrlich, die Wahrheit wird nicht durch die Vielzahl erkannt. Vielmehr wird sie durch die Übereinstimmung mit dem Qur’ān und der Sunnah nach dem Verständnis der rechtschaffenen Salaf erkannt.
Vielmehr ist die bloße Vielzahl an sich kein Maßstab für die Wahrheit. Allāh hat an vielen Stellen Seines Buches davor gewarnt, sich von der Mehrheit täuschen zu lassen.
Er (C) sagte:
﴿وَإِن تُطِعْ أَكْثَرَ مَن فِي الْأَرْضِ يُضِلُّوكَ عَن سَبِيلِ اللَّهِ إِن يَتَّبِعُونَ إِلَّا الظَّنَّ وَإِنْ هُمْ إِلَّا يَخْرُصُونَ﴾
„Und wenn du der Mehrheit derjenigen auf der Erde gehorchst, werden sie dich von Allāhs Weg abirren lassen. Sie folgen nur Vermutungen, und sie stellen nur Schätzungen an.“ [al-An’ām: 116]
Und Er (C) sagte:
﴿وَمَا أَكْثَرُ النَّاسِ وَلَوْ حَرَصْتَ بِمُؤْمِنِينَ﴾
„Und die meisten Menschen werden nicht gläubig sein, auch wenn du noch so sehr darauf bedacht bist.“ [Yūsuf: 103]
Und Er (C) sagte:
﴿وَقَلِيلٌ مِّنْ عِبَادِيَ الشَّكُورُ﴾
„Und nur wenige von Meinen Dienern sind dankbar.“ [Saba’: 13]
Und Er (C) sagte:
﴿وَلَٰكِنَّ أَكْثَرَ النَّاسِ لَا يَعْلَمُونَ﴾
„Aber die meisten Menschen wissen nicht.“ [al-A’rāf: 187]
Und Er (C) sagte:
﴿وَلَٰكِنَّ أَكْثَرَهُمْ لَا يَعْقِلُونَ﴾
„Aber die meisten von ihnen begreifen nicht.“ [al-‘Ankabūt: 63]
Und Er (C) sagte:
﴿وَلَٰكِنَّ أَكْثَرَهُمْ يَجْهَلُونَ﴾
„Aber die meisten von ihnen sind unwissend.“ [al-An’ām: 111]
Der Maßstab, O Ahlus-Sunnah, ist nicht die Vielzahl der Anhänger, nicht die Größe der Audioarchive und nicht die Anzahl der Unterrichte und Vorträge.
Vielmehr liegt der Maßstab in der Korrektheit des Manhadsch, der Unversehrtheit der ‘Aqīdah, der Standhaftigkeit auf den Überlieferungen und dem Festhalten am Weg der fest verankerten Gelehrten.
Wäre die Vielzahl der Vorträge ein Beweis für die Unversehrtheit und die Richtigkeit des Manhadsch, dann hätten die Harakiyyīn und die Massenprediger den größten Anspruch darauf. Sie füllten die Welt mit Geschrei und Lärm, doch viele von ihnen endeten schließlich damit, die Grundlagen der Salafiyyah anzugreifen und landeten auf dem Müllhaufen der Geschichte.
Bei uns in Ägypten hatte Muḥammad Ḥassān Tausende von Vorträgen. Man sagt sogar, ihre Zahl habe 10000 Unterrichte und Ansprachen überschritten. Ebenso Muḥammad Ḥusain Ya’qūb, Yāsir Burhāmī, Muḥammad Ismā’īl al-Muqaddim und Muḥammad ‘Abdul-Maqṣūd, den sie ihren „Faqīh der Ägypter“ nennen.
Doch die Vielzahl ihrer Aufnahmen und Unterrichte hinderte sie nicht daran, Verstöße gegen den Manhadsch zu begehen. Die Unterrichte machten diese Fehler nicht zur Wahrheit und verwandelten die Abweichung nicht in eine Sunnah, der man folgt.
Und in Algerien: Wie viele Menschen haben Ferkūs, Dschum’ah, Lazhar Sanīqrah und anderen zugehört, und dennoch traten die Fitan, Meinungsverschiedenheiten und Abweichungen auf, die den Leuten des Wissens, der Einsicht und ihren Schülern bekannt sind.
Und im Jemen: Abul-Ḥasan al-Ma’ribī, Yaḥyā al-Ḥadschūrī, Muḥammad ibn ‘Abdillāh al-Imām und andere, die Unterrichte, Vorträge, Anhänger und eine starke Medienpräsenz hatten. Hat ihnen die Vielzahl ihrer Worte etwa genützt, als sie den Grundlagen der Salafiyyah widersprachen?! Nein, bei Allāh.
Ebenso ‘Abdur-Raḥmān ‘Abdul-Chāliq, ‘Alī al-Ḥalabī, Salīm al-Hilālī, Maschhūr Ḥasan, al-Maghrāwī und viele andere, die die Welt mit Unterrichten, Vorträgen, Schriften und Ansprachen füllten. Sie hatten Anhänger und Gefolgsleute, Kanzeln, Kassetten und Zentren. Als jedoch die Verstöße gegen den Manhadsch sichtbar wurden und die ḥizbiyyah geprägten Abweichungen sowie die Verwässerung der Grundlagen der Salafiyyah offen zutage traten, nützten ihnen weder diese Vielzahl an Unterrichten, Ansprachen und Vorträgen noch die Größe ihrer Archive oder der Lärm ihrer Anhänger.
Die Gelehrten verwarfen diese Abweichungen, warnten vor ihren Wegen und machten ihre Gefahr für die Salafī-Jugend deutlich. Und die gefestigten Studenten des Wissens ließen sich davon nicht täuschen, denn sie wussten, dass der Maßstab die Wahrheit ist und nicht die Männer, die Gefolgschaft und nicht die Gefolgsleute, und ebenso wenig die Vielzahl an Unterrichten und Vorträgen.
Wie viele Männer gab es, deren Stimmen laut wurden, deren Aufnahmen sich vermehrten und deren Kassetten in alle Himmelsrichtungen gelangten, die jedoch in den Augen der Leute der Einsicht nur noch tiefer fielen, als sie vom geraden Weg abwichen und dem Weg der Salaf verließen. Denn Ahlus-Sunnah beurteilen die Menschen nicht nach der Häufigkeit ihres Auftretens, sondern nach dem Maßstab der Gefolgschaft (der Sunnah) und der Standhaftigkeit auf den Überlieferungen.
Und wie viele Menschen mit gewaltiger Stimme, beredter Zunge und wirkungsvollem Stil waren in Wahrheit ein Werkzeug zur Zerstörung der Grundlagen der Salafiyyah. Sie vermischten die Wahrheit mit dem Falschen, mischten Gift unter den Honig und pflanzten die Ḥizbiyyah in die Gewänder der Naṣīḥah!
Lasst euch daher nicht von der Vielzahl der Aufnahmen, der Vielzahl der Aufzeichnungen oder von solchem großen Gerede täuschen:
„Er hat 1000 Unterrichte!“
Denn Dschahm sprach, die Mu’tazilah schrieben, die Chawāridsch hielten Ansprachen, und die Leute der Gelüste füllten die Welt mit Schriften und Streitgesprächen... und dennoch waren sie bei Ahlus-Sunnah Leute des Irrweges und der Abweichung.
Imām al-Barbahārī (V) sagte in Scharḥ as-Sunnah [S. 99]:
„Wisse, dass Wissen nicht in der Vielzahl der Überlieferungen und Bücher besteht. Vielmehr ist der Gelehrte derjenige, der dem Qur’ān und der Sunnah folgt, selbst wenn sein Wissen und seine Bücher gering sind. Wer jedoch dem Qur’ān und der Sunnah widerspricht, der ist ein Neuerer, selbst wenn seine Überlieferungen und Bücher zahlreich sind.“ [Zitatende]
Und Imām al-Auzā’ī (V) sagte, wie es in al-Madchal ilā as-Sunan al-Kubrā von al-Bayhaqī [1/99, Nr. 233] überliefert wird:
„Halte fest an den Überlieferungen der Salaf, auch wenn die Menschen dich zurückweisen. Und hüte dich vor den Ansichten der Männer, selbst wenn sie sie mit schönen Worten ausschmücken. Denn die Angelegenheit wird sich schließlich aufklären, während du dich auf einem geraden Weg befindest.“ [Zitatende]
Und wisset, Allāh erbarme sich eurer, dass die Leute der Gelüste im Laufe der Geschichte nicht aufgrund der geringen oder großen Anzahl ihrer Worte zu Fall kamen. Vielmehr kamen sie zu Fall, als sie mit dem Maßstab der Offenbarung und der Gefolgschaft (der Sunnah) gewogen wurden.
Wie viele Personen standen im Vordergrund, deren Kassetten die Ohren betäubten, deren Ansprachen die Horizonte erfüllten und an denen sich die Allgemeinheit und das einfache Volk festklammerten. Doch als die Prüfung des Manhadsch offenbar wurde, zeigte sich, dass sich hinter dem äußeren Glanz Mängel verbargen, hinter dem Klang Rauch lag und hinter den mitreißenden Parolen eine verwerfliche Ḥizbiyyah steckte, die Ahlus-Sunnah spaltet und ihre Grundlagen verwässert.
Die Salafiyyah besteht, bei Allāh, nicht in der Vielzahl der Unterrichte, nicht in steigenden Aufrufzahlen und nicht in aufgeblähten Audioarchiven.
Vielmehr ist die Salafiyyah die Wahrhaftigkeit in der Gefolgschaft (der Sunnah), die Unversehrtheit der ‘Aqīdah, die Ehrung der Sunnah, das Festhalten an den Überlieferungen der Salaf und die Standhaftigkeit in Zeiten der Fitan und Prüfungen.
Wie viele haben Anhänger um sich geschart, nur damit diese sich später von ihnen abwandten. Und wie viele füllten die Welt mit ihren Worten, nur damit ihre Worte schließlich zu Staub wurden, weil sie nicht auf einem festen Fundament errichtet und nicht auf dem klaren Weg der Salaf gegründet waren.
As-Sujūṭī sagte in Tadrīb ar-Rāwī [1/94]:
„Ibn Abī Dhi’b verfasste in al-Madīnah einen Muwaṭṭa, der umfangreicher war als der Muwaṭṭa von Mālik. Da wurde zu Mālik gesagt: ‚Welchen Nutzen hat dann deine Zusammenstellung?‘ Er antwortete: ‚Was für Allāh ist, das bleibt bestehen.‘“ [Zitatende]
So denke, Allāh erbarme sich deiner, über die Worte von Imām Mālik, dem Imām Dār al-Hidschrah, nach. Wie er sich weder von der Vielzahl der Seiten noch von der Größe der Werke noch vom Wettstreit der Menschen hinsichtlich des Umfangs ihrer Schriften täuschen ließ. Denn er wusste, dass der Segen nicht in der bloßen Vielzahl liegt, sondern in der Aufrichtigkeit, der Gefolgschaft (der Sunnah) und der Wahrhaftigkeit gegenüber Allāh.
Wo sind heute jene Muwaṭṭa’āt, die umfangreicher waren?!
Wo sind jene gewaltigen Werke, die einst die Welt füllten und dann vom Vergessen verschlungen wurden?!
Der Muwaṭṭa von Mālik jedoch blieb bestehen. Die Ummah überliefert ihn von Generation zu Generation, die Menschen reisen zu ihm, und die Zungen sprechen weiterhin von ihm. Denn er wurde auf der Sunnah und der Gefolgschaft (der Sunnah) errichtet, und wir gehen davon aus, dass er ebenso auf Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit gegenüber Allāh gegründet war.
Denn was für Allāh ist, bleibt bestehen. Und was für andere als Allāh ist, vergeht und verschwindet.
So ist stets die Angelegenheit der Wahrheit:
Zu Beginn mag sie nur wenige Anhänger haben, ihre Stimme mag leise sein, doch sie bleibt fest, standhaft und gesegnet.
Das Falsche hingegen mag laut sein, seine Plattformen mögen zahlreich sein und seine Aufnahmen sich weit verbreiten. Doch schon bald verblasst es und verschwindet, weil es nicht auf einem festen Fundament errichtet wurde.
Der Maßstab, O Ahlus-Sunnah, liegt in der Standhaftigkeit eines Menschen auf der Wahrheit in Zeiten der Fitan, in der Unversehrtheit seiner Grundlagen, der Korrektheit seiner ‘Aqīdah und der Wahrhaftigkeit seiner Gefolgschaft (der Sunnah).
Nicht in der Vielzahl seiner Veröffentlichungen, nicht in der Größe seines Archivs und nicht in der Anzahl seiner Aufnahmen und Vorträge.
Ferner lassen sich die Leute der Einsicht nicht von derartigen Absurditäten täuschen, noch fällt ihnen der Handel mit der Vielzahl der Unterrichte und Seminare zum Opfer. Denn die Leute der Neuerung waren früher wie heute die fähigsten Menschen darin, Menschen um sich zu scharen, Sachverhalte größer erscheinen zu lassen, als sie sind, und mit großen Zahlen Eindruck zu machen. Doch Ahlus-Sunnah betrachten die Wirklichkeit des Manhadsch und nicht den äußeren Glanz des Erscheinungsbildes.
Der wahre Maßstab lautet:
Ehrt der Mann die Sunnah?
Ist er standhaft auf den Grundlagen der Salaf?
Loyalisiert er sich mit Ahlus-Sunnah und stellt sich gegen die Leute der Gelüste?
Warnt er vor den Ḥizbiyyāt oder betreibt er selbst Parteilichkeit und gründet einen neuen Ḥizb?
Führt er die Menschen zu den großen Gelehrten zurück oder schafft er sich selbst eine Führungsrolle, eine Gruppe und Loyalitäten?
Was jedoch das bloße Zählen von Unterrichten und Vorträgen betrifft, so ist dies das Argument der Bankrotten, die außerstande sind, einen schar’ī Beweis zu erbringen und deshalb zur Sprache der Zahlen und des Medienrummels flüchten.
So bleibt standhaft, ihr Studenten des Wissens und O Ahlus-Sunnah, auf den Überlieferungen. Haltet fest an der Offenbarung und hütet euch davor, von denjenigen beeindruckt zu werden, die viel hervorbringen. Denn die Wahrheit kann mit einem Einzelnen sein, während die Scharen des Falschen die Horizonte füllen.
Und Allāh ist Derjenige, dessen Hilfe erbeten wird. Auf Ihn vertraut man. Es gibt weder Macht noch Kraft außer durch Allāh, den Erhabenen, den Gewaltigen.
Geschrieben von:
Abul-‘Abbās Bilāl ibn ‘Abdil-Ghanī as-Sālimī, möge Allāh ihm vergeben.
Alexandria (Ägypten), möge Allāh es und sämtliche Länder der Muslime bewahren.
Samstag, 29. Dhul-Qa’dah 1447 n. H.