‘Arafāt al-Muḥammadīs Unwissenheit bei seiner Kritik an der Anerkennung des Tauḥīd der Namen und Eigenschaften durch die Götzendiener und die Widerlegung seiner Scheinargumente
Es wurde bereits zuvor auf die Fitnah von ‘Arafāt al-Muḥammadī und seiner Gruppe fanatischer Anhänger hingewiesen, die zahlreiche Angelegenheiten miteinander vereint, darunter die Unterstützung der Aḥzāb (politischen Gruppen), die Beteiligung an Aufruhr und Rebellion (Churūdsch), Verrat gegenüber den großen Gelehrten in Angelegenheiten von Krieg und Blutvergießen, Ghulū und Taḥazzub, den ungerechten Tabdī’ bekannter Salafīs, das große Lob von Ḥaddādī-Neuerern, das Erfinden falscher Prinzipien, Fehler und Abweichungen in Angelegenheiten der ‘Aqīdah und die rücksichtslose Spaltung von Ahlus-Sunnah durch diese und andere Angelegenheiten.
‘Arafāt al-Muḥammadī wird derzeit im Westen, insbesondere im deutschsprachigen Raum, aktiv als großer Gelehrter dargestellt, und zwar von fragwürdigen und unwissenden Personen, die ihn zum Bezugspunkt für die Salafīs machen wollen bzw. bereits unter ihnen gemacht haben, all dies nachdem die Wahrheit (bezüglich seiner gravierenden Fehltritte) sie bereits erreichte. Diese Personen, die ihn unterstützen und seiner Stimme im deutschsprachigen Raum mehr Gewicht und Reichweite verleihen, wissen selbst nicht, was fundiertes Wissen bedeutet, da sie nicht bei den großen Gelehrten gelernt haben und nicht von ihnen geprägt wurden. Sie begnügen sich mit kleinen fehlgeleiteten Studenten des Wissens (welche plötzlich aus dem Nichts und inmitten der Fitan aufgetaucht sind) und versuchen gleichzeitig, die großen etablierten Gelehrten herabzusetzen und insbesondere die Jugend von diesen großen Gelehrten zu distanzieren.
In der Tat zeigt sich bei jenen, die von der zerstörerischen Wesensart der Ḥaddādīyyah beeinflusst wurden, ein bemerkenswertes Phänomen: Sie werfen anderen vermeintliche Fehler vor, die in Wirklichkeit gar keine Fehler sind, und greifen dabei selbst auf einige der schlimmsten Methoden der Ḥaddādīyyah zurück, indem sie lügen und die Aussagen ihrer Gegner bewusst verdrehen.
Während sie die Menschen mit solchen vermeintlichen Fehlern anderer beschäftigen, vermeiden sie es zugleich, über ihre eigenen zahlreichen und gravierenden Fehler zu sprechen, von denen sie bis heute nicht bereut haben. Einige dieser Fehler stellen sogar schwerwiegende Verstöße gegen den Salafī-Manhadsch dar. Über die vermeintlichen Fehler anderer wird ausführlich gesprochen, doch wenn es um die eigenen tatsächlichen Fehler geht, herrscht Schweigen.
‘Arafāt al-Muḥammadī’s Fehltritte sind nicht verwunderlich, denn es ist von ihm nicht bekannt, dass er die Werke der Großgelehrten liest und studiert, denn noch bis zum Jahr 2018 wusste dieser ‘Arafāt nicht einmal, dass die Frage des Takfīr auf denjenigen, der die Taten vollständig unterlässt (Tārik al-‘Amal), eine Angelegenheit ist, in der eine Meinungsverschiedenheit besteht. Stattdessen behauptete er jahrelang in seinen Unterrichten zuvor (wie er selbst zugibt), es bestehe ein Idschmā’ (Konsens) über den Kufr desjenigen, der die Taten vollständig unterlässt.

Im Gegensatz dazu waren Salafīs und Studenten des Wissens auf der ganzen Welt bereits viele Jahre sogar Jahrzehnte zuvor, mit den Schriften der großen Gelehrten zu dieser Thematik vertraut, wie etwa den Schriften von Scheich Rabī’ (V), und übersetzten diese Angelegenheiten bereits in verschiedene Sprachen.
Dies zeigt, dass er weder dem Weg der großen Gelehrten folgt noch ihre Aussagen liest und auch kein ernsthafter, gefestigter Student des Wissens ist, auf den man sich verlassen sollte.
Was nun folgt, ist eine weitere von vielen problematischen Angelegenheiten, die die Unwissenheit ‘Arafāt al-Muḥammadīs in Themen aufzeigt, mit denen selbst der kleinste Student des Wissens vertraut sein sollte:

Fragender:
As-Salāmu ‘alaikum wa-Raḥmatullāhi wa-Barakātuh.Ḥayākumullāh, unser Scheich.
Wir haben die Aussage einer Person gelesen, die sagte, dass die Quraisch an den Thron, an die Erhabenheit (al-‘Ulū) Allāhs und an das Sich-Erheben (al-Istiwā’) über den Thron glaubten und dass sie mit dem Gesandten Allāhs (H) nicht über die Namen und Eigenschaften stritten. Die Meinungsverschiedenheit habe sich vielmehr auf den Tauḥīd der Anbetung bezogen.
Was sagt Ihr, möge Allāh Euch segnen, zu dieser Aussage?
‘Arafāt al-Muḥammadī:
Wa-‘alaikum as-Salām wa-Raḥmatullāhi wa-Barakātuh.
Wo finden wir, dass die Quraisch an die beiden Eigenschaften der Erhabenheit (al-‘Ulū) und des Sich-Erhebens (al-Istiwā’) über den Thron glaubten? Und wo finden wir, dass die Quraisch an den Thron glaubten?
Es ist bekannt, dass die Eigenschaft des Sich-Erhebens über den Thron (al-Istiwā’) eine berichtete Eigenschaft ist, über die Allāh uns mit Seiner Aussage berichtet hat:
{ثُمَّ اسْتَوَىٰ عَلَى الْعَرْشِ}
„Hierauf erhob Er Sich über den Thron.“
Und der Thron ist das höchste und gewaltigste Seiner Geschöpfe.
Die Quraisch verleugneten die Namen und Eigenschaften, wie in der Aussage Allāhs, des Erhabenen:
{وَهُمْ يَكْفُرُونَ بِالرَّحْمَٰنِ}
„während sie den Allerbarmer verleugnen.“
Und ar-Raḥmān gehört zu Seinen Namen. Beim Friedensvertrag von al-Ḥudaibiyyah sagte der Prophet (H):
„Schreibe: Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.“
Daraufhin sagte Suhail: „Was ar-Raḥmān betrifft, so weiß ich bei Allāh nicht, was das ist. Schreibe jedoch: ‚In Deinem Namen, o Allāh‘, so wie du zuvor zu schreiben pflegtest.“
Wenn dieser Mann auf Masā’il al-Dschāhiliyyah von Imām Muḥammad ibn ‘Abdil-Wahhāb (V) zurückgreifen würde, würde er feststellen, dass diese Angelegenheit zu den Angelegenheiten der Dschāhiliyyah gehört, nämlich die Verleugnung der Namen und Eigenschaften. Und in der Geschichte der beiden Männer aus Thaqīf sagten sie: „Meint ihr, dass Allāh unsere Worte hört?“ Daraufhin sagte einer von ihnen: „Wenn wir unsere Stimmen erheben, hört Er es, und wenn wir sie nicht erheben, hört Er es nicht …“ Und Einige Qur’ān-Exegeten erwähnten außerdem bezüglich der Aussage Allāhs, des Erhabenen:
{وَمَا يُهْلِكُنَا إِلَّا الدَّهْرُ}
„Und nur die Zeit lässt uns zugrunde gehen“, dass damit die Götzendiener der Quraisch gemeint seien.
Hier folgt eine ausführliche, auf Wissen basierende Widerlegung des mangelnden und fehlerhaften Verständnisses von ‘Arafāt al-Muḥammadī.
‘Arafāt al-Muḥammadī fragt:
„Wo finden wir, dass die Quraisch an den Thron glaubten?“
Die Antwort:
Allāh, der Erhabene, sagt in Sūrah al-Mu’minūn:﴿قُلْ مَن رَّبُّ السَّمَاوَاتِ السَّبْعِ وَرَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ سَيَقُولُونَ لِلَّهِ ۚ قُلْ أَفَلَا تَتَّقُونَ﴾
„Sag: Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des gewaltigen Thrones? Sie werden sagen: ‚(Alles) ist Allāhs.‘ Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?“
Dr. ‘Abdullāh Chairī[1] (حفظه الله) schreibt:
Alles Lob gebührt Allāh. Heil und Segen seien auf dem Gesandten Allāhs, seiner Familie, seinen Gefährten und denjenigen, die ihm folgen. Sodann:
Vor einiger Zeit äußerte ‘Arafāt al-Muḥammadī eine seltsame und verwunderliche Aussage, in der er denjenigen kritisierte, der sagt:
„Die Götzendiener erkannten den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften an und bestätigten ihn.“
Bereits vor einigen Jahren hatte ich eine wissenschaftliche Widerlegung zu dieser Angelegenheit verfasst, ohne seinen Namen zu erwähnen.
Als ich nun in diesen Tagen sah, dass viele Anhänger ‘Arafāt al-Muḥammadīs unter den Menschen verbreiten, ‘Arafāt sei ein ‘Allāmah, er halte Seminare, Unterrichte und Erläuterungen, während seine Gegner nichts vorzuweisen hätten, wollte ich ihnen das Ausmaß der Unwissenheit dieses Mannes, seine Anmaßung von Wissen und seine Dreistigkeit aufzeigen, sich in Bereiche zu begeben, die er nicht beherrscht. Ebenso wollte ich zeigen, wie sehr er auf seinen Widersprüchen und Fehlern beharrt, insbesondere in Angelegenheiten der Glaubenslehre.
Daher veröffentliche ich diesen Artikel erneut, mit einigen Änderungen und Ergänzungen. Vielleicht lässt Allāh ihn von Nutzen sein.
Um zum Ausgangspunkt zurückzukehren, sage ich:
Dass ‘Arafāt denjenigen kritisiert, der sagt, die Götzendiener hätten den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften anerkannt, zeigt lediglich die Unwissenheit dieses Mannes und dass er im Wissen nicht gefestigt ist. Vielmehr zeigt es die Oberflächlichkeit seines Wissens und dass er nicht dazu befähigt ist, sich mit den Feinheiten dieser gewaltigen wissenschaftlichen Themenbereiche auseinanderzusetzen.
Denn diese Aussage, die ‘Arafāt al-Muḥammadī kritisierte, ist die Aussage der großen Imāme und Gelehrten, wie noch folgen wird. ‘Arafāt al-Muḥammadī hat seine Aussage bis heute, soweit ich weiß, nicht zurückgenommen, obwohl ihn damals viele Maschāyich darin widerlegten.
Unser Scheich Nizār Hāschim, möge Allāh ihn bewahren, gehörte zu den Maschāyich, die ‘Arafāt al-Muḥammadī, möge Allāh ihn rechtleiten, in dieser Angelegenheit widerlegten. Ebenso widerlegte er ihn in einer weiteren Angelegenheit, nämlich als ‘Arafāt al-Muḥammadī eine Aussage und Darlegung von Scheich Rabī’ (V) kritisierte, in der dieser erklärte, dass selbst die extremen Philosophen die Erhabenheit (al-‘Ulū) Allāhs über Seiner Schöpfung anerkennen.
Scheich Rabī’ al-Madchalī (V) sagte:
„Die extremen Philosophen bestätigen, dass Allāh und Seine Engel über dem Himmel sind, in der Höhe. Die Dschahmiyyah und diejenigen, die ihnen darin folgen, von den Mu’tazilah, Chawāridsch, Aschā’irah und anderen, stehen in diesem Bereich noch tiefer als die Philosophen und sind irregeleiteter und unwissender als sie.
Die Philosophen glauben trotz ihrer Irreleitung und ihrer Verleugnung, dass Allāh über dem Himmel ist. Selbst die Juden und Christen glauben, dass Allāh über dem Himmel ist, wobei sie dies aus der Taurāh und dem Indschīl entnehmen. Denn in der Taurāh und im Indschīl befinden sich Texte darüber, dass Allāh über dem Himmel ist.
Auch die Philosophen erkennen dies an. Ihre Verstandeskräfte haben trotz ihrer Irreleitung die Erhabenheit (al-‘Ulū) Allāhs anerkannt.
Der Verstand von Dschahm und denjenigen, die ihm folgen, wir suchen Zuflucht bei Allāh, ist in diesem Bereich noch irregeleiteter geworden als die irregeleiteten, verleugnenden Philosophen!“
[Scharḥ ‘Aqīdat as-Salaf Aṣḥāb al-Ḥadīth, S. 81]
Einer der Abgewichenen, nämlich al-Mazābī, unterstützte daraufhin die Aussage ‘Arafāts. Er ging sogar so weit, sich in dieser Angelegenheit gegenüber Scheich Rabī’ (V) respektlos zu verhalten. So vereinte dieser Unwissende, also al-Mazābī, mehrfache Unwissenheit mit schlechtem Benehmen gegenüber den Gelehrten.
Auch ‘Arafāt kritisierte diese Darlegung aus Unwissenheit, Leichtsinn und Neigung heraus, obwohl es sich um die Worte von Scheich Rabī’ (V) handelt. ‘Arafāt bezeichnete diese Darlegung sogar als „seltsam und gefährlich“.
Dabei stimmt Scheich Rabī’ in dieser Darlegung mit den großen Imāmen wie Scheich al-Islām Ibn Taimiyyah (V) und Ibn al-Qayyim (V) überein. Es handelt sich also um die Aussagen großer Gelehrter des Islām, und Scheich Rabī’ (V) stand damit keineswegs allein.
Bedauerlicherweise hat ‘Arafāt al-Muḥammadī auch diese Aussage bis heute nicht zurückgenommen, trotz der darin enthaltenen Unwissenheit, des Leichtsinns, der Verwirrung und des schlechten Benehmens gegenüber Scheich Rabī’ (V).
Damals widerlegte Scheich Nizār, möge Allāh ihn bewahren, ‘Arafāt in diesen beiden Angelegenheiten indirekt, ohne ihn ausdrücklich beim Namen zu nennen, aus Weisheit, Milde und Nachsicht ihm gegenüber.
Dies zeigt, dass Scheich Nizār, möge Allāh ihn bewahren, die Fehler und Widersprüche des sogenannten ‘Arafāt bereits seit Langem kannte. Er ging jedoch milde mit ihm um, erteilte Ratschläge durch Schriften und Widerlegungen, meinte damit ‘Arafāt und diejenigen, die mit ihm waren, und spielte auf sie an. Dem Verständigen genügt ein Hinweis!
All dies geschah aus Sorge um die Einheit der Reihen der Salafīs und um ihren Zusammenhalt zu bewahren, und nicht, wie böswillige und gehässige Menschen heutzutage verbreiten, weil Scheich Nizār nach Führerschaft und Vorrang strebe und die Reihen spalten wolle!
Der Scheich, möge Allāh ihn bewahren, hatte mit diesen Leuten viele Jahre Geduld. Er verfasste Schriften, sprach in Audioaufnahmen und erwähnte ihre Fehler, ohne sie namentlich zu nennen.
Trotz ihrer schwerwiegenden Widersprüche übte er sich in Geduld und Zurückhaltung und bemühte sich, sie durch Schriften, Widerlegungen und Audioaufnahmen zu warnen. Doch von diesen Leuten kam keinerlei positive Reaktion. Vielmehr fand er bei ihnen bedauerlicherweise nur weiteres Beharren und Festhalten am Falschen.
Unser Scheich Nizār Hāschim, möge Allāh ihn bewahren, kennt also seit Langem die Unwissenheit dieses Mannes namens ‘Arafāt und die Oberflächlichkeit seines Wissens. Er widerlegte ihn mit einer fundierten, wissenschaftlichen Widerlegung, die auf den Aussagen der großen Imāme wie Scheich al-Islām Ibn Taimiyyah (V) und Ibn al-Qayyim (V) aufgebaut war.
Wie reagierte ‘Arafāt damals auf diese Widerlegungen?
Bedauerlicherweise nahm er seine Aussage nicht zurück, bereute sie nicht und sagte nicht: „Ich habe mich geirrt.“ Wie es seine Gewohnheit ist, wich er aus und entzog sich der Sache. Allāh ist derjenige, dessen Hilfe wir ersuchen.
Die Aussage ‘Arafāt al-Muḥammadīs, mit der er diejenigen kritisiert, die sagen, dass die Götzendiener die Namen und Eigenschaften anerkannten, widerspricht den Aussagen und Darlegungen der großen Gelehrten und Imāme. Diese haben dargelegt, dass die Götzendiener den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften anerkannten, und führten dafür ihre Beweise an.
Hier folgen die Aussagen der Gelehrten dazu:
■ Scheich al-Islām Ibn Taimiyyah (V) sagte:
„Ahlus-Sunnah sagen zu ihnen: Wir wissen mit zwingender Gewissheit, dass die Gesandten mit der Bestätigung der Eigenschaften kamen, und die Texte über die Eigenschaften sind in den göttlichen Schriften zahlreicher und bedeutender als die Texte über die Auferstehung.
Sie sagen zu ihnen: Es ist bekannt, dass die arabischen Götzendiener und andere die Auferstehung leugneten. Sie leugneten sie gegenüber dem Gesandten und diskutierten mit ihm darüber. Anders verhielt es sich mit den Eigenschaften, denn kein einziger der Araber leugnete etwas davon.
Somit ist bekannt, dass die Verstandeskräfte die Eigenschaften in größerem Maße anerkennen als die Auferstehung und dass die Leugnung der Auferstehung schwerwiegender ist als die Leugnung der Eigenschaften. Wie kann es angesichts dessen zulässig sein, dass das, was er über die Eigenschaften berichtete, nicht so sein soll, wie er es berichtete, während das, was er über die Auferstehung berichtete, genau so sein soll, wie er es berichtete?!“
[al-Fatwā al-Ḥamawiyyah al-Kubrā]
■ Der Großgelehrte Muḥammad Amān al-Dschāmī (V) sagte in seinem Kommentar zu den Worten von Scheich al-Islām:
„Ahlus-Sunnah sagen zu ihnen: Ihr habt an die Texte über die Auferstehung geglaubt, obwohl die Texte über die Auferstehung nicht bedeutender sind als die Texte über die Eigenschaften, und ihr habt die Texte über die Eigenschaften verleugnet. Dies ist ein Widerspruch.
Vielmehr habt ihr eine Position eingenommen, die nicht einmal die arabischen Götzendiener einnahmen, deren Blut und Besitz der Prophet (H) für erlaubt erklärte. Denn sie haben dem Gesandten Allāhs (H) niemals irgendeine der Eigenschaften abgesprochen, und es ist nichts dergleichen von ihnen überliefert worden.“
[Scharḥ al-Ḥamawiyyah]
■ Scheich Sulaimān ibn ‘Abdillāh (V) sagte:
„Der Tauḥīd der Namen und Eigenschaften allein genügt nicht für das Zustandekommen des Islām. Vielmehr muss damit auch das einhergehen, was er notwendigerweise voraussetzt, nämlich der Tauḥīd der Herrschaft und Tauḥīd al-Ulūhiyyah.
Die Ungläubigen erkannten diese Art im Allgemeinen an, das heißt den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften, auch wenn einige von ihnen manches davon aus Unwissenheit oder Hartnäckigkeit leugneten. So sagten sie: ‚Wir kennen keinen ar-Raḥmān außer dem Raḥmān von al-Yamāmah.‘ Daraufhin offenbarte Allāh über sie:
﴿وَهُمْ يَكْفُرُونَ بِالرَّحْمَٰنِ﴾
„Und sie verleugnen den Allerbarmer.“
Von ihnen ist also keine Leugnung von etwas aus diesem Tauḥīd bekannt, außer speziell hinsichtlich des Namens ar-Raḥmān. Hätten sie ihn grundsätzlich geleugnet, hätten sie dem Propheten ﷺ darin widersprochen, so wie sie ihm beim Tauḥīd al-Ulūhiyyah widersprachen.
Sie sagten:
﴿أَجَعَلَ الْآلِهَةَ إِلَهًا وَاحِدًا إِنَّ هَذَا لَشَيْءٌ عُجَابٌ﴾
„Macht er denn die Götter zu einem einzigen Gott? Das ist wahrlich etwas sehr Verwunderliches.“
Insbesondere die mekkanischen Sūren sind voll von diesem Tauḥīd.“
[Taisīr al-ʿAzīz al-Ḥamīd, S. 124]
■ Imām Ibn Bāz (V) sagte:
„Was den Tauḥīd der Herrschaft und den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften betrifft, so sind dies zwei Arten des Tauḥīd, welche die Götzendiener anerkannten. Sie wussten, dass Allāh ihr Herr, ihr Schöpfer und ihr Versorger ist und dergleichen und dass Ihm die Vollkommenheit in Seinen Eigenschaften und Namen zukommt, erhaben ist Er.
Dies erkannten die Götzendiener an. Wenn auch bei einigen von ihnen die Leugnung einer Eigenschaft vorkam, so geschah dies aus bewusster Verweigerung oder aufgrund einer Unwissenheit, die vom Wissen anderer übertroffen wurde. So leugneten die Quraisch den Namen ar-Raḥmān aus bewusster Verweigerung, obwohl sie ihn kannten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese beiden Arten des Tauḥīd unter den Völkern bekannt waren. Die Völker erkannten sie an, abgesehen von vereinzelten Abweichlern, deren Widerspruch und Abweichung keine Beachtung finden.“
[at-Ta’līqāt al-Bāziyyah ‘alā Scharḥ aṭ-Ṭaḥāwiyyah, S. 112]
■ Scheich Rabī’ al-Madchalī (V) sagte:
„Alle Völker, selbst die Quraisch und andere, diskutierten nicht darüber, als diese Verse offenbart wurden. Sie diskutierten lediglich über den Tauḥīd der Anbetung. Was jedoch den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften sowie den Tauḥīd der Herrschaft betrifft, so stritten sie darüber nicht.
Zu den Beweisen dafür gehört, dass sie, wenn zu ihnen gesagt wurde: ‚Wer erschuf die Himmel und die Erde? Wer ist der Herr des Thrones? Wer ist der Herr der Erde?‘, antworteten: ‚Allāh.‘ Sie stritten mit dem Gesandten Allāhs ﷺ niemals über diese Verse.
Sie stritten lediglich über den Tauḥīd der Anbetung:
﴿إِنَّهُمْ كَانُوا إِذَا قِيلَ لَهُمْ لَا إِلَٰهَ إِلَّا اللَّهُ يَسْتَكْبِرُونَ﴾
„Denn wenn zu ihnen gesagt wurde: ‚Es gibt keinen Anbetungswürdigen außer Allāh‘, verhielten sie sich hochmütig.“
Sie verhielten sich hochmütig und widersetzten sich!
Wenn ihnen hingegen gesagt wurde: ‚Allāh ist der Herr der Himmel, Allāh ist der Herr der Erde, Allāh erhob Sich (al-Istiwā’) über den Thron, Allāh ist Allmächtig, Allhörend und Allsehend‘, so stritten sie darüber nicht.
Sie widersetzten sich lediglich beim Tauḥīd der Anbetung. Sie waren der Ansicht, dass die Anbetung nicht Allāh allein vorbehalten sei, sondern zwischen Allāh und ihren angebeteten Wesen geteilt werde. Dafür kämpften sie, machten einen gewaltigen Aufruhr und bekämpften den Gesandten (H) deswegen.
Was jedoch die Eigenschaften Allāhs und Seine Herrschaft betrifft, so diskutierten sie darüber niemals.
Und sie sagten:
﴿مَا نَعْبُدُهُمْ إِلَّا لِيُقَرِّبُونَا إِلَى اللَّهِ زُلْفَى﴾
„Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allāhs Nähe verschaffen.“
[Scharḥ ‘Aqīdat as-Salaf Aṣḥāb al-Ḥadīth, S. 81]
■ Der Großgelehrte Ṣāliḥ al-Fauzān, möge Allāh ihn bewahren, wurde gefragt:
„Erkannten die Götzendiener der Quraisch den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften an?“
Er antwortete:
„Ja, sie erkannten dies an. Sie erkannten den Tauḥīd der Herrschaft an, dass Allāh der Schöpfer und der Versorger ist. Es geht nicht um die Schöpfung und die Versorgung, sondern um die Namen und Eigenschaften: der Schöpfer, der Versorger, der Lebendigmachende, derjenige, der sterben lässt, der Lenker.“
[Scharḥ Fatḥ al-Madschīd, Aufnahme Nr. 4]
■ Ebenso wurde er, möge Allāh ihn bewahren, gefragt:
„Erkennen alle Götzendiener oder nur einige von ihnen den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften an?“
Er antwortete:
„Ja, sie erkennen ihn an, denn der Tauḥīd der Namen und Eigenschaften gehört zum Tauḥīd der Herrschaft. Nur wenige von ihnen leugnen ar-Raḥmān, wie Allāh, der Mächtige und Majestätische, erwähnt hat. Doch die Anerkennung des Tauḥīd der Namen und Eigenschaften genügt nicht, denn sie geht nicht über die Anerkennung des Tauḥīd der Herrschaft hinaus. Ja.“
[Fragen und Antworten, entnommen aus der Erläuterung des Buches Tadschrīd at-Tauḥīd al-Mufīd]
■ Der Großgelehrte ‘Abdur-Raḥmān al-Mu’allimī al-Yamānī (V) sagte:
„Lies den Qur’ān, und du wirst feststellen, dass er voller Beweise dafür ist, dass die Götzendiener Allāh, den Mächtigen und Majestätischen, und Seine Eigenschaften anerkannten. Sie stritten lediglich darüber, dass Ihm allein die Anbetung gebührt.“
[Raf’ al-Ischtibāh, in Madschmū’ Āthārih, 3/721]
Die Götzendiener zur Zeit des Propheten (H) erkannten also diese Art des Tauḥīd, den Tauḥīd der Namen und Eigenschaften, an. Allerdings leugneten sie mitunter einige Namen Allāhs aus Hartnäckigkeit.
■ Ibn Kathīr (V) sagte im Zusammenhang mit der Leugnung des Namens ar-Raḥmān durch einige Götzendiener:
„Offenkundig geschah ihre Leugnung lediglich aus bewusster Verweigerung, Hartnäckigkeit und Widerspenstigkeit in ihrem Unglauben. Denn in ihren Gedichten aus der Dschāhiliyyah findet sich die Bezeichnung Allāhs mit ar-Raḥmān.
Ibn Dschārīr sagte: Einer der Unwissenden aus der Dschāhiliyyah dichtete:
ألا قضب الرحمن ربي يمينها
Und Salāmah ibn Dschundub aṭ-Ṭahawī sagte:
وما يشأ الرحمن يعقد ويطلق“
[Tafsīr Ibn Kathīr, 1/22]
■ Wichtiger Hinweis
‘Arafāt al-Muḥammadī führte die Aussage Allāhs, des Erhabenen, als Beweis an:
﴿وَمَا يُهْلِكُنَا إِلَّا الدَّهْرُ﴾
„Und nur die Zeit lässt uns zugrunde gehen.“
Damit scheint er darauf hinzuweisen, dass dies ein Beweis dafür sei, dass die Götzendiener der Quraisch nicht an die Eigenschaften glaubten.
Der Großgelehrte al-Mu’allimī al-Yamānī (V) beantwortete dieses Scheinargument und sagte:
„Allāh, segensreich und erhaben ist Er, hat uns über die arabischen Götzendiener berichtet, dass sie die Existenz Allāhs anerkannten und dass Er derjenige ist, der sie vom Himmel und von der Erde versorgt, der über Gehör und Augenlicht verfügt, der das Lebendige aus dem Toten und das Tote aus dem Lebendigen hervorbringt, der die Angelegenheiten lenkt, dem die Himmel und die Erde gehören, der der Herr der sieben Himmel und der Herr des gewaltigen Thrones ist, in dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge liegt, der Schutz gewährt und vor dem niemand Schutz gewähren kann, der die Himmel und die Erde erschaffen und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat, der Wasser vom Himmel herabsendet und damit die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig macht, und dass Er der Allmächtige, der Allwissende ist. Und anderes mehr, wovon ich vieles in der Abhandlung al-ʿIbādah dargelegt habe.
Wenn wir dies erkannt haben, kann ihre Aussage:
﴿وَمَا يُهْلِكُنَا إِلَّا الدَّهْرُ﴾
„Und nur die Zeit lässt uns zugrunde gehen.“
nicht als Leugnung der Existenz des Herrn oder als vollständige Leugnung Seiner Lenkung verstanden werden. Denn die Aussage weist darauf nicht hin, und es ist bekannt, dass diese Leute die Existenz des Herrn und Seine allgemeine Lenkung anerkannten.
Somit bliebe nur zu sagen, dass sie lediglich leugneten, dass Allāh, der Erhabene, derjenige sei, der sie sterben lässt. Dies ist jedoch fernliegend, denn in ihren Aussagen findet sich das Gegenteil.
Was mir hinsichtlich ihrer Aussage ﴿وَمَا يُهْلِكُنَا إِلَّا الدَّهْرُ﴾ ersichtlich ist, sind zwei Möglichkeiten:
Die erste: Dass dies die Aussage eines Einzelnen oder einiger weniger von ihnen war, mit der sie sich aus Hartnäckigkeit gegen das wandten, was ihnen hinsichtlich ihrer Leugnung der Auferstehung entgegengehalten wurde. Denn der Zusammenhang der Verse dient der Bestätigung der Auferstehung.
Es ist, als wäre ihnen gesagt worden: Allāh, der Erhabene, lässt die Menschen nur sterben, um sie zu dem zurückzubringen, was Er für sie aufgrund dessen, was sie verdienen, vorbereitet hat. Warum sollte Er sie sonst sterben lassen?!
Dies wird dadurch bekräftigt, dass viele Menschen sterben, bevor sie in ihrem diesseitigen Leben etwas erhalten, das als Vergeltung für ihre Taten angesehen werden könnte. Viele rechtschaffene Menschen führen bis zu ihrem Tod ein beschwerliches Leben, während viele Unterdrücker bis zu ihrem Tod in Wohlstand leben.
Gäbe es also keine weitere Wohnstätte, würde die Weisheit erfordern, dass Allāh, der Mächtige und Majestätische, niemanden sterben lässt, bevor er seine vollständige Vergeltung erhalten hat. Jener Einzelne oder jene Einzelnen widersetzten sich dem aus Hartnäckigkeit und sagten das, was Allāh, segensreich und erhaben ist Er, über sie berichtete.
Ebenso widersetzten sich einige Juden aus Hartnäckigkeit hinsichtlich dessen, was Allāh, segensreich und erhaben ist Er, über sie berichtete und mit Seiner Aussage widerlegte:
﴿وَمَا قَدَرُوا اللَّهَ حَقَّ قَدْرِهِ إِذْ قَالُوا مَا أَنْزَلَ اللَّهُ عَلَى بَشَرٍ مِنْ شَيْءٍ قُلْ مَنْ أَنْزَلَ الْكِتَابَ الَّذِي جَاءَ بِهِ مُوسَى نُورًا وَهُدًى لِلنَّاسِ تَجْعَلُونَهُ قَرَاطِيسَ تُبْدُونَهَا وَتُخْفُونَ كَثِيرًا وَعُلِّمْتُمْ مَا لَمْ تَعْلَمُوا أَنْتُمْ وَلَا آبَاؤُكُمْ قُلِ اللَّهُ ثُمَّ ذَرْهُمْ فِي خَوْضِهِمْ يَلْعَبُونَ﴾
„Sie schätzen Allāh nicht ein, wie es Ihm gebührt, wenn sie sagen: ‚Allāh hat nichts auf ein menschliches Wesen herabgesandt.‘ Sag: ‚Wer hat (dann) die Schrift herabgesandt, die Mūsā als Licht und Rechtleitung für die Menschen brachte, die ihr auf Blätter setzt, von denen ihr (manches) offen zeigt, aber vieles verbergt? Und es wurde euch gelehrt, was weder ihr noch eure Väter wusstet.‘ Sag: ‚Allāh.‘ Sodann lasse sie mit ihren schweifenden Gesprächen ihr Spiel treiben.“ (al-An’ām: 91–92)“
[Yusr al-‘Aqīdah al-Islāmiyyah, S. 48]
Dies ist, was an Aussagen der Gelehrten und Imāme zur Darlegung dieser wichtigen Angelegenheit und zur Widerlegung der Verwirrung ‘Arafāt al-Muḥammadīs darin zusammengetragen werden konnte.
Wenn nun jemand sagen würde:
„Warum kritisiert ihr ‘Arafāt? Vielleicht kannte er diese Angelegenheit nicht und hatte darüber kein Wissen. Daraus folgt doch nicht, dass man ihn derart kritisieren sollte, denn es gehört nicht zu den Voraussetzungen des Wissens, dass ein Mensch alles wissen muss.“
Dann lautet die Antwort aus zwei Gesichtspunkten:
Erstens
‘Arafāt hätte nicht vorschnell handeln dürfen. Vielmehr wäre es seine Pflicht gewesen, innezuhalten, die Angelegenheit zu überprüfen, die Aussagen der Gelehrten darüber kennenzulernen und die Darlegungen der Imāme hierzu nachzuschlagen.
Wir kritisierten ‘Arafāt und tadelten ihn also aufgrund seiner Übereilung und seiner vorschnellen Kritik ohne Wissen, Rechtleitung und stichhaltigen Beweis.
Unser Scheich Nizār ibn Hāschim al-ʿAbbās, möge Allāh ihn bewahren, sagte:
„Jeder Student des Wissens, der dem Salafī-Weg folgt, muss besonnen und nachsichtig mit sich selbst und anderen sein. Er darf sich bei der Widerlegung und Kritik einer bestimmten Angelegenheit nicht übereilen, bis er sie untersucht, verstanden und ihre Wirklichkeit sowie die Aussagen der Gelehrten darüber vollständig erfasst hat und dies anhand der islamrechtlichen Waage abgewogen hat.“
Zweitens
Nehmen wir an, ‘Arafāt kannte diese Angelegenheit tatsächlich nicht. Wurde ihm denn nicht geantwortet, wurde ihm die Wahrheit nicht dargelegt und wurden die von ihm vorgebrachten Scheinargumente nicht widerlegt?
Warum nahm er seine Aussage dann nicht zurück? Warum sagte er nicht: „Ich habe mich geirrt“, und stellte klar, dass die richtige Ansicht bei den Maschāyich lag, die ihn widerlegt hatten?
Wir suchen daher Zuflucht bei Allāh vor Hochmut, Selbstüberschätzung und hartnäckigem Festhalten am Falschen. Wir bitten Allāh, uns die Charaktereigenschaft der Demut zu verleihen und uns zu ermöglichen, uns der Wahrheit zu unterwerfen und ihr zu folgen.
‘Abdullāh Chairī
23. Radschab 1447 n. H.
[1] Scheich Fauwāz al-Madchalī schrieb im November 2025: „ Dr. ‘Abdullāh Chairī gehört zu den herausragenden Schülern des Gelehrten asch-Scheich Nizār Hāschim. Er verfügt über eine fundierte Grundlage in den Bereichen ‘Aqīdah und Manhadsch. Seine jüngsten wissenschaftlichen Widerlegungen zeugen davon, dass er mit dem vertraut ist, was unsere Gelehrten, die Gelehrten des Dscharḥ wa-Ta’dīl, in ihren Büchern und Ratschlägen niedergeschrieben haben. [...] Es genügt, dass die Widerlegungen des Doktors von angesehenen Gelehrten befürwortet werden. Zu ihnen gehören sein Scheich Nizār Hāschim al-‘Abbās sowie, von den verbliebenen Muḥaddithīn in Ägypten, Scheich Bilāl as-Sālimī, möge Allāh beide bewahren. So schätzen wir sie ein, und Allāh ist ihr Abrechner.“