
Scheich ‘Ubaid al-Dschābirī (V) sagte:
Wir weisen hier auf eine Angelegenheit hin: Viele Frauen betreten den Bereich des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl, und dies ist aus mehreren Gründen ein Fehler.
Erstens: Es widerspricht dem Verhalten und der Wesensart der rechtschaffenen Frauen unter den weiblichen Gefährten und denjenigen, die nach ihnen kamen. Es ist nicht bekannt, dass auch nur eine dieser Frauen sich im Bereich des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl selbst dafür in den Vordergrund gestellt hätte. Vielmehr war es so, dass eine von ihnen, ich meine die tugendhaften Gefährtinnen, an ihrer Spitze die Mütter der Gläubigen, wenn ein Mann kam und von hinter dem Vorhang fragte, ihm eine Fatwā erteilte.
Zu diesen Frauen zählen neben den Müttern der Gläubigen unter den Gefährtinnen unter anderem Nuṣaybah bint Ka’b (J) bekannt als Umm ‘Aṭiyyah, sowie viele weitere. Und aus der Generation der Tābi’āt: ‘Amrah bint ‘Abdir-Raḥmān, die Gefährtin von ‘Āischah, Mu’ādhah bint ‘Abdillāh al-‘Adawiyyah al-Baṣriyyah sowie Ḥafṣah bint Sīrīn.
Ja, auch wenn es selbst in späteren Jahrhunderten tugendhafte und gelehrte Frauen gab. Als Beispiel sei Karīmah bint Aḥmad al-Marwadhiyyah, später al-Makkiyyah, genannt Umm al-Kirām, erwähnt. Sie verstarb unverheiratet und ging keine Ehe ein. Sie gehört zu den weiblichen Überlieferinnen von Ṣaḥīḥ al-Buchārī und überliefert Ṣaḥīḥ al-Buchārī von al-Buchārī bis zum Propheten (H).
Es wird über sie gesagt, dass sie eine präzise und gefestigte Faqīhah war und dass vierhundert gefestigte Fuqahā’ Wissen von ihr nahmen. Sie pflegte vom Morgengebet bis zum ‘Ischā’ zu sitzen, und sie nahmen von ihr von hinter einem Vorhang Wissen.
Zweitens: Unabhängig davon, wie viel Stärke und Erfahrung einer Frau gegeben wurde, wird sie die verborgenen Bereiche und inneren Angelegenheiten der Männer nicht vollständig erfassen können, und dies ist äußerst schwierig.
Drittens: Sie könnte sich damit Dingen aussetzen, denen sie nicht gewachsen ist, und darin liegt der Zorn der Männer (aus ihrem Haushalt), denn es gibt keinen Mann mit Eifersucht, der zulassen würde, dass seine Frauen hinausgehen, sich mit Männern vermischen oder mit ihnen in Kontakt treten.
Dies ist das, was Allāh uns an Antwort auf diese Angelegenheit erleichtert hat.
Übersetzer: Khidr ibn Malik