Scheich Rabīʼ al-Madchalī (رحمه الله) sagte:

„Und wenn ihr feststellt, dass ich mich in einer Angelegenheit geirrt habe und Unrecht begehe, so bin ich bei Allah bereit, sogar von einem Schüler der Mittelstufe oder der Oberstufe den Rat anzunehmen. Ich nehme den Rat von ihm an.

Und wahrlich, es erreichte mich bereits eine Anmerkung telefonisch, und vielleicht haben die Menschen davon Kenntnis erlangt:
‚Schau dir die und die Seite an, schau dir dies und jenes an. Ist diese Aussage korrekt?‘ Ich schaute nach und sagte: ‚Nein, das ist ein Fehler. Möge Allah dich mit Gutem belohnen.‘

Wenn du etwas derartiges findest, so informiere mich, mein Sohn. (Denn) wir streben nach der Wahrheit und suchen die Wahrheit.“

Quelle: At-Taḥdhīr min al-Fitan, Seite 90.

Anmerkung:

Diese Aussage zeigt ein deutliches Zeichen wahrhaften Wissens und Aufrichtigkeit: Ein Gelehrter in hohem Alter ist bereit, selbst von einem Jüngeren oder Schüler korrigiert zu werden, wenn die Wahrheit bei ihm ist.

Ganz anders verhält sich jemand, der bei Kritik sofort abwehrend reagiert, hochmütig wird und zu persönlichen Angriffen greift. Ein solches Verhalten zeigt, dass es nicht um die Wahrheit geht.

Vielmehr stehen dahinter oft andere Beweggründe wie Stolz, Abneigung gegenüber anderen, das Streben nach Ansehen oder das Festhalten an der eigenen Position.

Die Wahrheit wird angenommen, unabhängig davon, von wem sie kommt. Wer sie zurückweist, obwohl sie klar ist, hat das Problem nicht bei seinem Gegenüber, sondern bei sich selbst.