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Ein wichtiger Kommentar und Hinweis bezüglich der Aussage: „Was zwischen den Maschāyich geschieht, überlasst den Maschāyich!“

Scheich Nizār ibn Hāschim[1] (حفظه الله) sagte am 26.08.2026:

Was deine Frage bezüglich dieser Aussage betrifft: „Mischt euch nicht in die Angelegenheiten zwischen den Maschāyich ein“, oder: „Überlasst die Angelegenheiten, in denen es Streit oder Meinungsverschiedenheiten zwischen den Maschāyich gibt, den Maschāyich und mischt euch nicht ein.“ Zu dieser Aussage in ihrer allgemeinen Form gibt es einige Anmerkungen.

Wenn es sich bei den Angelegenheiten, die zwischen den Maschāyich oder den Leuten des Wissens diskutiert werden, um Angelegenheiten handelt, die nicht jeder, der sich mit Wissen, dessen Erlernen und dessen Erwerb beschäftigt, erfassen kann, sondern die vielmehr große Maschāyich erfordern, die über Wissen und die entsprechende Befähigung verfügen, und wenn es sich dabei um Angelegenheiten des Idschtihād handelt, die ein Abwägen und eingehende Betrachtung erfordern, dann besteht kein Zweifel daran, dass man sich hier nicht in die Angelegenheiten zwischen den Maschāyich einmischen darf. Denn sie besitzen mehr Wissen und Kenntnis darüber und verfügen über eine Befähigung, die diejenigen unter ihnen von den Studenten des Wissens nicht besitzen, seien diese Studenten Anfänger, Fortgeschrittene oder Menschen aus dem allgemeinen Volk.

Hier sagen wir: Diese Aussage ist zutreffend. Darauf weist auch hin, was in der authentischen Sunnah überliefert wurde:

«مِنْ حُسْنِ إِسْلَامِ الْمَرْءِ تَرْكُهُ مَا لَا يَعْنِيهِ»

„Zum guten Islam eines Menschen gehört, dass er das unterlässt, was ihn nichts angeht.“

So diskutieren die Gelehrten beispielsweise bestimmte zeitgenössische fiqh-bezogene Angelegenheiten untereinander, die Idschtihād und eingehende Betrachtung erfordern, damit sie zu einer Darlegung des islamrechtlichen Urteils oder zu einer fiqh-bezogenen Ansicht gelangen. Unter diesem Gesichtspunkt ist diese Aussage also richtig.

Wenn es sich jedoch bei den Angelegenheiten, auf die du hingewiesen hast und die heute auf der Bildfläche vorhanden sind, um Angelegenheiten des Manhadsch oder der ‘Aqīdah handelt, in denen eine Wahrheit einem Falschen gegenübersteht, und in denen es Spaltungen zwischen zwei oder mehreren Seiten gibt, wobei die Wahrheit zweifellos klar ist und durch die islamrechtlichen Beweise sowie durch die Haltung der Gelehrten hierzu belegt wird, dann muss man hier die Wahrheit und ihre Leute unterstützen. Ebenso müssen die Studenten dazu angehalten und beraten werden, der Wahrheit und dem Richtigen zu folgen, diese Wahrheit zu unterstützen und ihre Leute zu unterstützen. Dies ist die Pflicht.

Die Angelegenheiten, über die heute auf der Bildfläche gestritten wird, sind gewaltige Angelegenheiten, über die das islamische Gesetz bereits entschieden hat und die auch unsere Gelehrten geklärt haben. Die Salafīs und die Studenten des Wissens, selbst die Anfänger unter ihnen, haben sie studiert. Sie sind im Buch Allāhs, in der Sunnah Seines Gesandten (H) sowie in den Büchern des Wissens ausführlich dargelegt.

Dazu gehören beispielsweise die Kapitel über das Hören und Gehorchen gegenüber den Herrschern und darüber, nicht gegen sie zu rebellieren (Churūdsch), ebenso die Angelegenheiten bezüglich des Kampfes gegen die Chawāridsch unter der Führung der Herrscher sowie das Stehen an der Seite der Armeen der Muslime im Kampf gegen Angreifer, Chawāridsch und Rebellen. Ebenso gehört dazu das Festhalten an der Wahrhaftigkeit und daran, sie sich als Kennzeichen, Weg, Da’wah und Vorgehensweise anzueignen.

Dies sind klare Angelegenheiten. Wer ihnen widerspricht, wird beraten. Wenn er den Ratschlag nicht annimmt, wird er gemieden und vor ihm wird gewarnt.

Daher sollten die Maschāyich, die heute auf der Bildfläche stehen, über diese Angelegenheiten sprechen und die Studenten des Wissens dazu anleiten, sich auf islamrechtlich korrekte Weise daran zu halten, daran festzuhalten, sie zu unterstützen und ihre Leute zu unterstützen. Genau dies entspricht der heutigen Realität.

Wenn wir jedoch zu den Studenten sagen: „Schweigt! Redet nicht darüber! Befasst euch nicht damit und mischt euch nicht ein!“, dann wird dadurch Abweichung entstehen. Denn diese Studenten, die von ihrem Scheich, Lehrer oder Dozenten Gutes denken, werden sich in völliger Blindheit befinden und Täuschung, Verschleierung und Irreführung ausgesetzt sein, weil ihr Lehrer und Scheich ihnen nicht verdeutlicht hat, wo die Wahrheit und das Richtige liegen und wer im Recht und wer im Unrecht ist. So werden sie in die Meere der Orientierungslosigkeit, des Chaos und des Verlorenseins geraten.

Zum aufrichtigen Ratschlag gegenüber den Studenten des Wissens gehört daher, dass man ihnen sagt: „Dies ist die Wahrheit, also haltet euch daran. Diese haben sie ausgesprochen, also steht mit ihnen, nicht wegen ihrer Personen, sondern weil sie die Wahrheit ausgesprochen und verkündet haben. Und jene haben der Wahrheit widersprochen und befinden sich auf Falschheit, Irreleitung und Abweichung. Warnt daher vor ihnen, haltet euch von ihnen fern und meidet sie.“

Dies ist der aufrichtige Ratschlag für jeden Muslim. Wie viel mehr gilt dies dann für die Studenten des Wissens, die das Angesicht Allāhs und das Wissen anstreben? Warum lernen sie dieses Wissen? Damit sie die Wahrheit erkennen und das Falsche erkennen, der Wahrheit folgen und das Falsche verlassen.

Wenn wir solche Aussagen uneingeschränkt verbreiten, werden wir die Fitnah nur noch weiter vermehren und eine orientierungslose und verlorene Generation hervorbringen, die nicht zwischen Wahrheit und Falschheit unterscheiden kann. Wir werden über die Unterstützung der Wahrheit und ihrer Leute schweigen und, Allāh bewahre uns davor, schweigen, obwohl es für uns verpflichtend wäre, zu sprechen, zu weisen und anzuleiten.

Eine solche Aussage uneingeschränkt in einer Situation zu verwenden, in der es Meinungsverschiedenheiten über Angelegenheiten und Grundlagen des Manhadsch und der ‘Aqīdah gibt und in der zwei Lager miteinander im Konflikt stehen, ein Lager, das zur Wahrheit und zum Festhalten an den islamrechtlichen Grundlagen und den bekannten Grundsätzen der Religion Allāhs, des Islam, aufruft, und ein anderes Lager, das all dem widerspricht, ist daher falsch. Vielmehr ist es für uns verpflichtend, die Wahrheit und ihre Leute zu unterstützen und keine Aussagen zu verwenden, die Verwirrung stiften und die Studenten orientierungslos, verwässert und irregeführt zurücklassen.

Hier müssen alle die Wahrheit und ihre Leute unterstützen und dem Unterdrückten beistehen, so wie der Prophet (H) sagte:

«انْصُرْ أَخَاكَ ظَالِمًا أَوْ مَظْلُومًا»

„Hilf deinem Bruder, ob er ein Unterdrücker oder ein Unterdrückter ist.“

Und dass wir nicht zu denen gehören, die andere im Stich lassen, und ebenso wenig zu jenen, die der Wahrheit und ihren Leuten widersprechen.

Daher gibt es einige Anmerkungen und Einwände gegen die uneingeschränkte Verwendung solcher Aussagen in einer Realität wie dieser. Sie führt zu Schwierigkeiten, Verwirrung und Täuschungen im Verstand der Studenten des Wissens, für die wir doch Gutes, Aufklärung und Verständnis der Religion wollen. Wir wollen, dass sie Männer sind, die die Wahrheit offen verkünden und den Menschen aufrichtigen Ratschlag geben, und nicht solche, die verwässert und gleichgültig sind.

Und Allāh weiß es am besten.

Audioaufnahme:

[1]Er ist ein bekannter Gelehrter aus dem Sudan, der im Jahr 1996 die Islamische Universität von Medina absolvierte. Zu seinen Lehrern gehören Scheich Rabī’ ibn Hādī al-Madchalī, Scheich ‘Ubaid al-Dschābirī, Scheich Hammād al-Ansārī, Scheich Abū Yūnus Sālih ibn Ahmad al-Arkānī, Scheich Muhammad ibn Sālih al-‘Uthaimīn, Scheich Safīyur Rahmān al-Mubārakfūrī, Scheich Muhammad Amān al-Dschāmī (X) und viele weitere Gelehrte. Zudem wurde er von zahlreichen Gelehrten gelobt und empfohlen.