
Die Ḥaddādiyyah sind eine Sekte, benannt nach Maḥmūd al-Ḥaddād. Später wurde dieser Manhadsch von Fāliḥ al-Ḥarbī, Fauzī al-Baḥrainī, Yaḥjā al-Ḥadschūrī und Muḥammad ibn Hādī übernommen, indem sie Salafis ungerecht zu Neuerern erklärten.
Heutzutage sehen wir eine neue Welle von Personen, die den Weg der Ḥaddādiyyah übernommen haben, nämlich Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī und seine Schüler, vorwiegend in der Schweiz.
Aus der folgenden Zusammenfassung wird deutlich, dass viele der genannten Eigenschaften auf sie zutreffen.
Dies sind 23 Merkmale der Ḥaddādiyyah, zusammengefasst aus einigen Werken von Scheich Rabī’ ibn Hādī al-Madchalī (V):
- „Die Gefährlichkeit der neuen Ḥaddādiyyah und die Ähnlichkeiten zwischen ihnen und den Rāfiḍah“ (خطورة الحدادية الجديدة وأوجه الشبه بينها وبين الرافضة)
- „Der Manhadsch der Ḥaddādiyyah“ (منهج الحدادية)
- „Al-Mudhakkirah“ (المذكرة)
Im Folgenden stellen wir die von Scheich Rabi’ (V) beschriebenen Eigenschaften der Ḥaddādiyyah, blau markiert, den Merkmalen dieser neuen Welle gegenüber, die in Rot gekennzeichnet sind:
1. Sie hegen Hass gegenüber den Gelehrten des Salafi-Manhadschs der zeitgenössischen Zeit und setzen sie herab, insbesondere die Gelehrten von Madinah. Darüber hinaus greifen sie sogar frühere Gelehrte wie Ibn Taymiyyah, Ibn al-Qayyim und Ibn Abil-‘Izz, den Erklärer der Ṭaḥāwiyyah, an und versuchen, ihre Stellung zu untergraben und ihre Aussagen zurückzuweisen.
Sie hegen Hass gegenüber einigen Gelehrten von Madinah, darunter Scheich ‘Alī Nāṣir Faqīhī, und greifen die Großgelehrten aus Riad an, wie Scheich ‘Abdul-‘Azīz ibn Bāz, den früheren Mufti ‘Abdul-‘Azīz Āl asch-Scheich, Scheich Ṣāliḥ al-Luhaidān (X) und insbesondere Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (حفظه الله). Es ist, als würden sie die Jugend dazu erziehen, sich von den Großgelehrten zu distanzieren.
2. Sie vertreten die Ansicht, dass jeder, der in eine Neuerung fällt, pauschal zum Neuerer erklärt werden muss. So gilt bei ihnen Ibn Ḥadschar al-‘Asqalānī als schlimmer und gefährlicher als Sayyid Quṭb.
Ihre Leitfigur ‘Arafāt al-Muḥammadī fällt durch ungerechten Tabdī’ gegenüber bekannten Salafis ohne Beweise auf.
3. Sie erklären sogar denjenigen zum Neuerer, der sich weigert, denjenigen zum Neuerer zu erklären, der in eine Neuerung gefallen ist und zeigen ihm Feindschaft und bekämpfen ihn. Es genügt ihnen nicht, zu sagen, dass jemand beispielsweise Asch’ari-Ansichten vertritt oder Asch’arī ist, vielmehr muss ausdrücklich gesagt werden, er sei ein „Neuerer“, andernfalls folgen Feindschaft, Boykott und Tabdī’.
4. Sie verbieten es grundsätzlich, für die Leute der Neuerung um Barmherzigkeit zu bitten, ohne dabei zu unterscheiden zwischen einem Rāfiḍī, einem Qadarī, einem Dschahmī und einem Gelehrten, der in eine Neuerung gefallen ist.
Dr. ‘Arafat lobt Neuerer, aufgrundessen suchen seine Schüler wie Mosa Khalaf Neuerer wie Hischām al-Bīlī auf, der keinen Taraḥum für einen der Salafi-Gelehrten ausspricht bzw. erlaubt.
5. Sie erklären auch diejenigen zum Neuerer, die für Persönlichkeiten wie Abū Ḥanīfah, al-Schaukānī, Ibn al-Dschauzī, Ibn Ḥadschar al-‘Asqalānī und al-Nawawī um Barmherzigkeit bitten (X).
6. Sie übertreiben im Bezug auf al-Ḥaddād und behaupten seine Überlegenheit im Wissen, um dadurch die großen Gelehrten herabzusetzen.
Sie übertreiben hinsichtlich ihrer Leitfigur ‘Arafāt al-Muḥammadī und behaupten seine Überlegenheit in einigen Wissensbereichen, um dadurch die großen Gelehrten herabzusetzen, obwohl er höchstens lediglich ein Student des Wissens ist, der erhebliche Fehler im Bereich des al-Dscharḥ wat-Ta’dīls, und bei Ḥadīth-Einstufungen macht. Er erklärt Ḥadīthe, die ḥasan sind, für schwach, und erklärt Ḥadīthe, die schwach sind, für authentisch. Noch schwerwiegender ist, dass wir früher von den Salafis hörten: „Imam al-Albānī hat diesen Ḥadīth als authentisch eingestuft“, während wir heute hören: „Scheich ‘Arafāt hat diesen Ḥadīth als authentisch eingestuft.“ Ein klares Zeichen dafür, dass sie in dieser Persönlichkeit übertrieben haben.
7. Sie sprechen gezielte Flüche über einzelne Personen aus. Einige von ihnen gehen sogar so weit, Abū Ḥanīfah zu verfluchen oder ihn sogar des Unglaubens zu bezichtigen.
8. Gleichzeitig unterhalten sie Verbindungen zu Hizbiyyūn und teils sogar zu Frevlern, während sie die Salafis bekämpfen und ihnen starken Hass entgegenbringen.
Sie unterhalten Verbindungen zu Neuerern wie Hischām al-Bīlī sowie anderen Muṣa’fiqah wie Muḥammad al-Qāhirī und loben diese.
9. Sie praktizieren ausgeprägte Taqiyyah.
10. Sie schreiben unter anonymen und gestohlenen Namen. Stirbt einer von ihnen, bleibt von ihm weder eine Spur noch eine erkennbare Identität zurück. Mit diesem Vorgehen haben sie sogar die Rāfiḍah übertroffen, denn diese sind bekannt, und die Bücher der Geschichte sowie des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl sind gefüllt mit ihren Namen und ihren Zuständen, auch wenn sie Taqiyyah und Verbergen praktizieren.
Sie agieren unter anonymen Namen im Internet, wie ‘Arafāt, der damals unter verborgenen Identitäten schrieb und dies auch nicht abstreitet, und ebenso betrieben seine blinden Anhänger im deutschsprachigem Raum in der Vergangenheit anonyme Telegram-Kanäle.
11. Sie lehnen die Grundlagen der Ahlus-Sunnah im Bereich des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl ab und setzen sowohl dessen Imame als auch seine Prinzipien herab.
Sie lehnen die Grundlagen des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl ab und akzeptieren keine berechtigte Kritik an ihren Scheichs, wie z. B. an ‘Arafāt al-Muḥammadī, noch an bekannten Neuerern wie Hischām al-Bīlī, sondern begegnen detaillierter Kritik mit allgemeinen Tazkiyyāt. Es wurde sogar von einem Fanatiker und seinem engen Schüler behauptet, man solle berechtigte Kritik anderer nicht mehr beachten, nachdem Scheich Rabī’ und Scheich ‘Ubaid (W) jemanden gelobt haben. Dies ist klarer Ta’aṣṣub und Extremismus und widerspricht unserer Religion, die Grundprinzipien al-Dscharḥ wat-Ta’dīls, sowie dem Manhadsch dieser beiden Scheichs.
12. Ebenso verwerfen sie die Grundlagen der Ahlus-Sunnah hinsichtlich der Abwägung von Nutzen (al-Maṣlaḥah) und Schaden (al-Mafsadah).
13. Auch die Grundlagen der Ahlus-Sunnah bezüglich der Inanspruchnahme von Erleichterungen (ar-Ruchaṣ) in grundlegenden und verpflichtenden Angelegenheiten lehnen sie ab.
14. Sie verstecken sich aus List und Täuschung hinter einigen Gelehrten der Sunnah, obwohl sie ihnen innerlich widersprechen und ihnen in ihren Grundlagen, ihrem Manhadsch und ihren Positionen entgegenstehen, ähnlich wie die Rāfiḍah sich hinter Ahlul-Bayt verbergen, obwohl sie in Wirklichkeit im Widerspruch zu ihnen stehen.
Sie verstecken sich hinter Großgelehrten wie Scheich Rabī’ und Scheich ‘Ubaid (W), widersprechen ihnen jedoch in ihrem Manhadsch, sowohl in ihren Worten als auch in ihren Taten.
15. Sie rufen zur blinden Befolgung auf, ähnlich wie die Rāfiḍah und extremen Ṣūfiyyah. Dies wurde von ‘Abdul-Laṭīf Bāschmīl nach dem Scheitern von Maḥmūd al-Ḥaddād und seiner Gruppe eingeführt.
Mit ihren fragwürdigen Aussagen rufen sie zur blinden Befolgung und zum Ta’aṣṣub gegenüber ihrem Scheich ‘Arafāt auf. Dabei weisen sie jegliche Fehler seinerseits zurück und sprechen sie ihm ab. Darüber hinaus verurteilen sie jeden scharf, der auf seine Fehlurteile hinweist. Dies geht so weit, dass der Eindruck entsteht, sie würden ihm eine Art Unfehlbarkeit zuschreiben, ähnlich wie es bei den Ṣūfiyyah im Umgang mit ihren Gelehrten zu finden ist.
16. ‘Abdul-Laṭīf Bāschmīl stellte sich scheinbar als Verteidiger des Imāms Muḥammad ibn ‘Abdil-Wahhāb dar, nachdem er zuvor Muḥammad Nāṣirud-Dīn al-Albānī als dessen erbitterten Gegner dargestellt hatte sowie als Gegner seiner Da’wah und von Āl Sa’ūd und die Gelehrten von Madinah damit in Verbindung brachte.
17. Sie verleumden Scheich Rabī’ (V) und die Gelehrten, die ihn in der Wahrheit unterstützen, indem sie sie als Murdschi’ah bezeichnen.
18. Sie ähneln den Rāfiḍah im Lügen, im Verbreiten von Lügen und im Leugnen der Wahrheit.
19. Sie gehen schrittweise und listig vor nach der Methode der Bāṭiniyyah. So täuschten sie zunächst Respekt gegenüber Muḥammad Nāṣirud-Dīn al-Albānī (V) vor und verteidigten ihn, während sie diejenigen, die ihn des Irdschā beschuldigten, als Chawāridsch darstellten. Später gingen sie jedoch dazu über, ihn selbst anzugreifen und ihm Irdschā sowie Widerspruch zum Manhadsch der Salaf vorzuwerfen.
Sie loben und suchen diejenigen auf, die unseren Scheich Muḥammad Nāṣirud-Dīn al-Albānī (V) verleumden, und ihm den Irdschā vorwerfen.
20. Sie unterstützen sich gegenseitig in Sünde, Übertretung und Ungerechtigkeit und stehen einander bei in Lüge, Frevel und falschen Grundlagen.
21. Sie beharren auf dem Falschen, gehen darin immer weiter und zeigen eine bemerkenswerte Dreistigkeit im Verdrehen der Tatsachen: Sie machen die Wahrheit zur Falschheit und die Falschheit zur Wahrheit, erklären die Wahrheit zur Lüge und die Lüge zur Wahrheit und stellen Geringe als Große dar und machen die Großen zu Geringen.
Sie schrecken nicht davor zurück Unwahrheiten und Verleumdungen in die Welt zu setzen, um ihre Zielpersonen zu stürzen, und ihre eigenen Fehler bei diesem Vorgehen zu vertuschen. So haben sie angeführt von ‘Arafāt al-Muḥammadī die Salafis weltweit gespalten, sei es in Europa (England, Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande, Frankreich, Albanien) sowie in Amerika und Kanada, ebenso in Asien (wie Indonesien, Philippinen, Malediven) und bis nach Neuseeland und Nigeria und arabischsprachigen Ländern wie Irak, Jemen, Libyen, Marokko, Algerien und Sudan und vielen weiteren. Wie seine Stellvertreter im deutschsprachigen Raum durch seine Schweizer Studenten, die seinen Anweisungen folgen, versuchen, führende Personen der Da’wah in Europa durch ihre Verleumdungen und Unwahrheiten zu stürzen.
22. Ihre Loyalität und Lossagung (al-Walā’ wal-Barā’) richten sie auf Personen, die zu den unwissendsten, verlogensten und frevelhaftesten gehören und zu denjenigen, die dem Salafi-Manhadsch und seinen Gelehrten am feindlichsten gegenüberstehen.
Ihr al-Walā’ wal-Barā’ Verständnis beruht auf Dr. ‘Arafāt; wenn man ihm bedingungslose Gefolgschaft leistet, auch in Punkten wo er in seinem Urteil falsch liegt, gilt dessen Salafiyyah als gültig und „ stark“, und jene, die ihm keine blinde Gefolgschaft leisten, dessen Salafiyyah wird in Frage gestellt. Dabei sollte al-Walā’ wal-Barā’ nur auf die Gefolgschaft der Wahrheit, am Quran und der Sunnah, bemessen werden.
23. Sie zeigen eine ausgeprägte Feindschaft gegenüber den Salafis unabhängig davon, welche Anstrengungen diese in der Salafi-Da’wah unternehmen oder wie sehr sie sich bemühen, Neuerungen, Hizbiyyah und Irreleitungen zu bekämpfen. Dabei richtet sich ihre Feindschaft besonders gegen die Gelehrten von Madinah und anschließend gegen Scheich Muḥammad Nāṣirud-Dīn al-Albānī (V).
Zu ihrer Haupttätigkeit in ihren Telegram Kanälen gehört es, andere Salafis anzugreifen, sei es im englischsprachigen oder im deutschsprachigen Raum. Kaum sieht man sie tatsächliche Neuerer namentlich nennen und widerlegen, während diejenigen, vor denen sie warnen, seit über einem Jahrzehnt detailliert vor Neuerern warnen, sei es vor den Chawāridsch oder den Mumayyi’ah.
Dieses Gesamtbild entspricht in auffälliger Weise den bekannten Merkmalen der Ḥaddādiyyah.
Scheich Rabī’ (V) sagte:
Die Wahrheit wird nicht durch Männer erkannt.
Bedeutung: Einen Mann zu deinem einzigen Bezugspunkt zu machen und ihn als Maßstab und Kriterium für die Wahrheit zu nehmen. Was auch immer er sagt, wird als Wahrheit angesehen, und was er nicht sagt, wird als Falschheit angesehen. Was er zurückweist, wird als Falschheit betrachtet, selbst wenn es in Wirklichkeit die Wahrheit ist. Ebenso wird das, was er annimmt, als Wahrheit betrachtet, selbst wenn es falsch ist.
الحق لا يُعرف بالرجال ولكن الرجال يُعرفون بالحق.
Daher wird die Wahrheit nicht durch Männer erkannt, sondern vielmehr werden Männer durch die Wahrheit erkannt.“
Quelle: al-Madschmū’ ar-Rā’iq S. 250
Zusammengefasst:
Khawer ibn Malik