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Inhaltsverzeichnis:

  1. Mosa Khalaf und der Neuerer Hischām al-Bīlī
  2. Die Übersetzungen von Mosa Khalaf und seinen Gefährten von den Maschāyich aus Aden, die die Spaltung und den Churūdsch im Jemen unterstützt haben
  3. Mosa Khalaf und seine Stellung gegenüber Scheich ‘Alī Nāṣir Faqīhī (V)


بِسْمِ اللَّهِ، وَالْحَمْدُ لِلَّهِ، وَالصَّلَاةُ وَالسَّلَامُ عَلَى رَسُولِ اللَّهِ ﷺ، أَمَّا بَعْدُ:

Seit geraumer Zeit werden wir bedauerlicherweise in der Salafi-Da’wah im deutschsprachigen Raum von jungen und unerfahrenen Absolventen heimgesucht, die sich erst in den letzten zehn Jahren, wenn nicht sogar noch viel kürzer, der Da’wah zugewandt haben, insbesondere im Vergleich zu den Salafis in anderen Ländern, die bereits seit den frühen 90er Jahren in der Da’wah tätig sind, die Sunnah verteidigen und gegen die Leute der Neuerung kämpfen.

Ihnen mangelt es an Wissen, Erfahrung, Weisheit, Einsicht sowie an den korrekten islamischen Verhaltensweisen, und sie sind in keiner Weise durch die Tarbiyyah (islamische Erziehung) der Großgelehrten herangezogen worden. Vielmehr sehen wir anhand ihrer Aussagen und Handlungen eine neue, verdorbene und mutierte Form der Ḥaddādiyyah[1], die sich auf ihren Zungen und in ihren Taten zeigt. So behandeln sie die Salafis nach der Methodik der Ḥaddādiyyah und begegnen den Leuten der Neuerung nach der Methodik der Mumayyi’ah[2].

[1] Siehe: Manhadsch al-Ḥaddādiyyah
[2] Der Mumayyi’ ist derjenige, der den Manhadsch verwässert bzw. aufweicht, indem er klare Grenzen der Sunnah abschwächt und Brücken zu Abweichlern aufbaut.

Somit handelt es sich um nichts anderes als eine Fortsetzung früherer Fitan, wie sie bei Personen wie Fāliḥ al-Ḥarbī, Fauzī al-Baḥrainī, Yaḥjā al-Ḥadschūrī und Muḥammad ibn Hādī aufgetreten sind, lediglich unter einem anderen Namen.

Eine weitere Beobachtung, die derzeit gemacht wird, wird treffend durch dieses bekannte arabische Sprichwort wiedergegeben, das lautet:

ضَرَبَنِي وَبَكَى، وَسَبَقَنِي وَاشْتَكَى

„Er hat mich geschlagen und dann geweint, und er ist mir zuvorgekommen und hat sich beschwert.“

Dieses Sprichwort beschreibt eine Person, die Unrecht begeht, sich danach jedoch als Opfer darstellt und die Situation schnell zu ihren Gunsten wendet, indem sie als Erste klagt oder sich beschwert, in der Hoffnung, dass ihrer Aussage Glaubwürdigkeit geschenkt wird.

Wenn also diese verwirrten Personen andere ohne Beweise als Ḥaddādīs oder als „neue Welle der Muṣa’fiqah“ und mit ähnlichen Bezeichnungen versehen, glauben sie, die Menschen täuschen und eine gewisse Akzeptanz erlangen zu können. Die Realität jedoch ist, dass wir über diese bloßen Bezeichnungen hinausblicken und auf die tatsächlichen Handlungen schauen.

Anstatt zum Qur’ān und zur Sunnah mit dem Verständnis der Salaf aufzurufen, was der Maßstab in allen Angelegenheiten unseres Lebens ist, insbesondere in Zeiten des Meinungsunterschieds, haben diese Aufrufer zum Ta’aṣṣub[3] die Salafi-Da’wah in eine Da’wah verwandelt, die darauf abzielt, Ahlus-Sunnah an eine begrenzte Anzahl von Personen zu binden und blind zu folgen. Diese werden als die einzigen dargestellt, die darüber entscheiden, was richtig und was falsch ist, und sie werden in eine unantastbare Stellung erhoben, sodass man sich weigert, auch nur den geringsten Fehler von ihnen anzuerkennen, ganz gleich, wie schwerwiegend er auch ist. Sie haben al-Walā’ und al-Barā’ um diese Personen herum aufgebaut, sodass bereits bloße rechtmäßige Kritik an einer einzelnen Angelegenheit oder das Abweichen von der Ansicht oder den Handlungen ihres Scheichs dazu führt, dass die eigene Salafiyyah sofort infrage gestellt wird und in manchen Fällen sogar ein offenkundig ungerechtes Tabdī[4] gegen bekannte Aufrufer zur Salafiyyah ausgesprochen wird.

Siehe diesbezüglich: Jemanden zu Unrecht als Neuerer (Mubtadi’) erklären: Beispiel Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī über Abū Iyyād

[3] Ta’aṣṣub bedeutet ein blindes Festhalten an einer Person, Gruppe oder Meinung, ohne auf Beweise aus Qur’ān und Sunnah zu achten.
[4]Jemanden als Neuerer zu erklären und ihn aus dem Kreis der Leute der Sunnah auszuschließen.

Zu den vielen Aufrufern zum Ta’aṣṣub im deutschsprachigen Raum gehört auch Mosa Khalaf. Dieses Schreiben wird sich vorerst hauptsächlich mit seinen Verstößen gegen die Salafi-Da’wah befassen. Ähnliche Klarstellungen und Widerlegungen gegenüber seinen Gefährten werden, so Allāh will, in einem eigenständigen Beitrag erfolgen, da auch sie durch ihre fragwürdigen Aussagen gegen den Salafi-Manhadsch verstoßen und in schwerwiegende Fehler gefallen sind.

Obwohl Mosa Khalaf seinen Gefährten in seinem Studium in Madinah voraus war, ist er in schwerwiegende Verstöße gefallen, die die Salafis nicht länger ignorieren können, so sehr er selbst auch bemüht ist, diese Angelegenheiten unter den Teppich zu kehren, und bisher nichts anderes als tadelnswertes Schweigen diesbezüglich gezeigt hat.

Daher richten wir wichtige Fragen an unseren Bruder Mosa Khalaf, die seiner direkten Aufmerksamkeit bedürfen und auf die die Salafis im deutschsprachigen Raum detaillierte Antworten benötigen und auf die er eine Erklärung schuldet beziehungsweise von denen er zurücktreten muss.

Bevor wir auf diese Details eingehen, sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um ein wissensbasiertes Schreiben handelt, das auf Beweisen beruht, und nicht um einen emotional geprägten persönlichen Beitrag, wie wir ihn leider bisher von diesen Personen, insbesondere im Hin und Her zwischen uns und ihnen, gesehen haben. Dabei haben sie anstelle von Qur’ān und Sunnah auf eine Art Boulevardstil zurückgegriffen und Antworten geliefert, die inhaltsleer sind und nichts außer peinlichen, kindischen Kommentaren und Ausführungen enthalten. Wir verstehen, dass unser erstes Schreiben für ihresgleichen schmerzhaft war und sie dadurch in Aufruhr versetzt wurden.

Wie ein weiteres arabisches Sprichwort besagt:

الصراخ على قدر الألم

„Je größer der Schmerz, desto lauter der Schrei.“


 

Kapitel 1: Mosa Khalaf und der Neuerer Hischām al-Bīlī

Frage 1: Warum sucht Mosa Khalaf den Kontakt zu Hischām al-Bīlī, dem Neuerer und Ḥaddādī in Ägypten?

Frage 2: Warum will er Wissen von diesem Neuerer nehmen?

Frage 3: Warum lobt sein Scheich, Dr. ‘Arafāt al-Muhammadi einen Neuerer und Ḥaddādī sehr?

Frage 4: Warum weist Mosa Khalaf die detaillierten Kritiken gegen diesen Ḥaddādī und Neuerer zurück und schiebt all dies beiseite?

Hintergrund: Mosa Khalaf wandte sich am 12.02.2024 mit folgenden Worten an einen Bruder in Ägypten, der dort seit Langem lebt und von dem bekannt ist, dass er mit den detaillierten Gegebenheiten in Ägypten in Bezug auf bestimmte Personen bestens vertraut ist:

„Kleine Frage: Ich war ja in Madinah bei Scheich ‘Arafāt und hab bisschen mit ihm geredet über Ägypten und er hat Scheich Hischām al-Bīlī sehr gelobt, und ich wollte mal fragen wo er ist? Ist er in der Nähe oder ist er weit weg?“[5]

Einige Punkte vorab, bevor wir auf die Details eingehen:

Falls Mosa behauptet, dass es sich hierbei um eine private Audioaufnahme gehandelt habe, so ist darauf hinzuweisen, dass diese im Internet verbreitet wurde, in mehreren Sprachen, darunter Arabisch, Deutsch, Englisch und Albanisch, und öffentlich zugänglich ist und nicht von uns veröffentlicht wurde.

Es ist zudem äußerst ironisch, überhaupt zu behaupten, dass unsere Erwiderung auf diese Audioaufnahme unangebracht sei, da Mosa selbst mit einer öffentlichen Stellungnahme in englischer Sprache hervorgetreten ist, in der er sich auf eine private Audioaufnahme eines bekannten Salafi-Predigers im englischsprachigen Raum stützte und seinen Angriff darauf aufbaute, ohne jemals den Bruder zu kontaktieren, um ihm Naṣīḥah zu geben. Dies erinnert an die Aussage Allāhs:

﴿أَتَأْمُرُونَ النَّاسَ بِالْبِرِّ وَتَنْسَوْنَ أَنْفُسَكُم

„Befehlt ihr den Menschen Güte und vergesst euch selbst?“[6]

Die folgende Naṣīḥah wurde von Mosa Khalaf am 7. Mai 2025 veröffentlicht, worin, wie wir bereits viele Male zuvor angesprochen haben, er, wie seine Gefährten, sich mit Angelegenheiten beschäftigt, die ihn nichts angehen.

Besonders widersprüchlich ist dabei, dass er diese Naṣīḥah zu jenem Datum veröffentlichte, während er bereits am 12.02.2024 aktiv dabei war, einen Neuerer aufzusuchen, um von ihm zu profitieren, und zwar aufgrund des großen Lobes seines Scheichs. Bevor man also versucht, Salafi-Du’āt „Naṣīḥah zu erteilen, sollte man vielmehr zuerst in den Spiegel schauen und die eigenen Angelegenheiten in Ordnung bringen.

Darüber hinaus hat er gegenüber einigen zu argumentieren versucht, dass die Audioaufnahme vor zwei Jahren versendet wurde, als ob das Datum der Aufnahme überhaupt eine Rolle spielen würde. Wir fragen daher: Da diese Audioaufnahme öffentlich verbreitet wurde, warum hat er seine Position gegenüber dem niederträchtigen Neuerer Hischām al-Bīlī nicht klargestellt? Vielmehr verschlimmert sein Hinweis auf das Datum die Angelegenheit noch, denn seit zwei Jahren hat er seine Position gegenüber Hischām al-Bīlī nicht öffentlich klargestellt, obwohl eine dringende Klarstellung seinerseits bis heute erforderlich ist.

Es ist kaum verwunderlich, dass die Person, die diese Sprachnachricht mit großem Lob für Hischām al-Bīlī erhalten hat, zutiefst schockiert und abgestoßen war vorallem nachdem man ihm (Mosa) die Angelegenheit klargemacht hat. Wie kann es also sein, dass Mosa, der gemeinsam mit seinen Gefährten gegen bekannte Salafi-Prediger vorgeht, einen Neuerer aufsucht und nach ihm fragt, dessen Angelegenheit bereits vor mehr als einem Jahrzehnt geklärt wurde, insbesondere da von Hischām al-Bīlī keinerlei Rücknahme oder klare Distanzierung von seinen schwerwiegenden Fehlern erfolgt ist und die Bedingungen der Reue (als Neuerer) nicht erfüllt wurden.

Von den grundlegenden Prinzipien des Islams gehört es, dass man dieses Wissen aus den richtigen Quellen, dem Qur’ān und der Sunnah, mit dem richtigen Verständnis der Salaf nimmt. In diesen Angelegenheiten sind wir besonders sorgfältig, da unsere Religion nicht anders erlernt werden kann. Wenn also ein Neuerer auftaucht und versucht, die Religion zu verdrehen und die Träger der Religion anzugreifen, muss man ihn nicht nur zurückweisen, sondern auch öffentlich vor ihm warnen, wenn er einen größeren Einfluss in der Gemeinschaft hat.

Wenn man sich also Ägypten ansieht, merkt man schnell, dass dort weiterhin die Leute der Sunnah vorhanden sind, daher die Frage: Warum wendet er sich an Ahlul-Bid’ah, ausgerechnet an einem Ḥaddādī, um seine Religion von ihnen zu erlernen, obwohl ihm die Wahrheit (von diesem Bruder) gezeigt wurde? Es ist nur logisch, dass Personen, die selbst Eigenschaften der Ḥaddādiyyah aufweisen, eigentliche Ḥaddādīs aufsuchen.

Wie oft wir doch die Aussage von Muḥammad ibn Sīrīn zitieren (V), der sagte:

إِنَّ هَذَا الْعِلْمَ دِينٌ، فَانْظُرُوا عَمَّنْ تَأْخُذُونَ دِينَكُمْ

„Wahrlich, dieses Wissen ist Religion, so schaut genau, von wem ihr eure Religion nehmt.“

Die Salaf waren sich einig darüber, dass es verboten ist, Wissen von einem Neuerer zu nehmen und mit ihnen zu sitzen, aufgrund des gewaltigen Schadens, den dies für eine Person mit sich bringen kann. Ein solches Verhalten trägt vielmehr dazu bei, die Reihen von Ahlus-Sunnah zu schwächen und die Religion zu verdrehen. Die Aussagen der Salaf zu diesem Thema sind zahlreich:

Ibn ‘Abbās (L) sagte:

لا تجالس أهل الأهواء، فإن مجالستهم ممرضة للقلوب.

Sitzt nicht mit den Leuten der Gelüste, denn das Zusammensitzen mit ihnen lässt die Herzen erkranken.“[7]

Hischām (V) sagte: al-Ḥasan al-Baṣrī und Muḥammad ibn Sīrīn pflegten zu sagen:

لَا تُجَالِسُوا أَصْحَابَ الأَهْوَاءِ، وَلَا تُجَادِلُوهُمْ، وَلَا تَسْمَعُوا مِنْهُم.

„Sitzt nicht mit den Leuten der Gelüste, streitet nicht mit ihnen und hört ihnen nicht zu.“[8]

Sufjān ath-Thaurī (V) sagte:

مَنْ أَصْغَىٰ بِأُذُنِهِ إِلَىٰ صَاحِبِ بِدْعَةٍ، خَرَجَ مِنْ عِصْمَةِ اللَّهِ، وَوُكِلَ إِلَيْهَا – يَعْنِي: إِلَى الْبِدَعِ.

„Wer einem Neuerer mit seinem Ohr Gehör schenkt, ist aus dem Schutz Allāhs herausgetreten und ihm selbst überlassen worden – das heißt: den Neuerungen gegenüber.“[9]

Ibn Aun (V) sagte:

مَنْ يُجَالِسُ أَهْلَ الْبِدَعِ أَشَدُّ عَلَيْنَا مِنْ أَهْلِ الْبِدَع.

„Derjenige, der mit den Leuten der Neuerung sitzt, ist für uns schlimmer als die Leute der Neuerung selbst.“[10]

Abul-Dschauzā (V) sagte:

لَئِنْ يُجَاوِرَنِي الْقِرَدَةُ وَالْخَنَازِيرُ فِي دَارٍ أَحَبُّ إِلَيَّ مِنْ أَنْ يُجَاوِرَنِي رَجُلٌ مِنْ أَهْلِ الأَهْوَاءِ.

„Dass Affen und Schweine neben mir in einem Haus wohnen, ist mir lieber, als dass ein Mann von den Leuten der Gelüste neben mir wohnt.“[11]

Dies sind nur einige von vielen zahllosen Aussagen der Salaf über das Sitzen mit den Leuten der Neuerung, geschweige denn sie zu loben oder von ihnen zu profitieren. In einem solchen Fall ist die Angelegenheit umso schlimmer und ernster!

Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (حفظه الله) wurde gefragt:

„Ist das Unterlassen der Widerlegung der Leute der Neuerung, das Verschweigen ihres Falschen und ihre Verteidigung ein Betrug gegenüber den Muslimen?“

Er antworte:

„Dies gehört zu den größten Formen des Betrugs gegenüber den Muslimen. Das Schweigen über die Leute der Neuerung und das Unterlassen, ihre Neuerungen klarzustellen, gehört zum Betrug gegenüber den Muslimen. Wenn noch hinzukommt, dass man sie lobt und ihnen Anerkennung ausspricht, dann ist dies noch schwerwiegender und verwerflicher, und wir suchen Zuflucht bei Allah.

So ist es verpflichtend für denjenigen, der Wissen besitzt, die Neuerungen und die eingeführten Dinge klarzustellen, sie zu untersagen und vor ihnen zu warnen und nicht zu schweigen. Dieses Schweigen gehört zum Verbergen des Wissens.

Und Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt:

﴿ إِنَّ الَّذِينَ يَكْتُمُونَ مَا أَنزَلْنَا مِنَ الْبَيِّنَاتِ وَالْهُدَىٰ مِن بَعْدِ مَا بَيَّنَّاهُ لِلنَّاسِ فِي الْكِتَابِ ۙ أُولَٰئِكَ يَلْعَنُهُمُ اللَّهُ وَيَلْعَنُهُمُ اللَّاعِنُونَ إِلَّا الَّذِينَ تَابُوا وَأَصْلَحُوا وَبَيَّنُوا فَأُولَٰئِكَ أَتُوبُ عَلَيْهِمْ ۚ وَأَنَا التَّوَّابُ الرَّحِيمُ

„Wahrlich, diejenigen, die das verbergen, was Wir an klaren Beweisen und Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem Wir es den Menschen im Buch dargelegt haben, jene verflucht Allah, und es verfluchen die Fluchenden. Außer denjenigen, die bereuen, sich bessern und es klar darlegen; jenen wende Ich mich zu, und Ich bin der Reue-Annehmende, der Barmherzige.“[12]

Daher ist es einem Muslim, der Wissen besitzt, nicht erlaubt, über die Neuerungen und die Widersprüche zu schweigen und sie den Menschen nicht klarzumachen, denn wenn er schweigt, nehmen die Menschen ihn als Beweis.

Und sie sagen: Wenn dies verboten oder untersagt wäre, hätte der und der Gelehrte nicht geschwiegen, obwohl er es sieht.“[13]

Des Weiteren sagte Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (حفظه الله):

„Wenn du einen Mann siehst, der die Leute des Übels und die Gelehrten des Irrwegs lobt, dann wisse, dass er ein Frevler ist, dass er verdorben ist und dass er irregeht, denn er hat sie nur gelobt, weil er sie liebt und ihren Weg gutheißt.

Und wenn du einen Mann siehst, der die Leute der Sunnah lobt, wie Imām Aḥmad, Ibn al-Mubārak, und ebenso die Gelehrten der Tābi’īn und diejenigen nach ihnen lobt, dann wisse, dass er ein Mensch des Guten ist, denn er hat die Leute der Sunnah nur gelobt, weil er die Sunnah liebt und an ihr festhält.

Und dies gibt uns eine Lehre, dass manche Brüder oder manche Studenten des Wissens einige der Neuerer oder Leute der Gelüste und abweichenden Gedanken loben, ohne auf ihre Gedanken und ihre Widersprüche zu schauen. Dies ist eine große Gefahr. Dabei gerät er in Bezug auf die Leute des Guten in Fehlverhalten und setzt sie herab, weil er von jenen ihre Abwertung über sie hört und ihnen Glauben schenkt.

Dies ist eine große Gefahr. Wenn er die Leute des Guten, die Leute des Wissens und die Leute der Sunnah herabsetzt und die Leute der abweichenden Gedanken und Ausrichtungen lobt, dann ist dies eine große Gefahr. Selbst wenn er nicht mit ihm sitzt, geschieht dies allein durch Worte, selbst wenn er nicht mit ihm sitzt, so ist dies eine Warnung für uns vor dem, worin viele Menschen heute hineingefallen sind.“[14]

Und Imām ‘Abdul-‘Azīz ibn Bāz (V) wurde gefragt:

„Derjenige, der die Leute der Neuerung lobt und sie lobpreist, hat er dasselbe Urteil wie sie?“

Er antwortete:

„Ja, daran besteht kein Zweifel. Wer sie lobt und lobpreist, ist ein Aufrufer zu ihnen, er ruft zu ihnen auf. Dieser gehört zu ihren Aufrufern. Wir bitten Allah um Wohlbefinden.“[15]

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[5] Siehe: Audioaufnahme 
[6] Sūrah al-Baqarah 2:44
[7]Al-Ibānah al-Kubrā von Ibn Baṭṭah 371
[8] Al-Ibānah al-Kubrā von Ibn Baṭṭah 395
[9] Al-Ibānah al-Kubrā von Ibn Baṭṭah 444
[10] Al-Ibānah al-Kubrā von Ibn Baṭṭah 486
[11] Al-Ibānah al-Kubrā von Ibn Baṭṭah 466
[12] Sūrah al-Baqarah 2:159–160
[13] Siehe: Audioaufnahme 
[14] Siehe: Audioaufnahme 
[15] Siehe: Audioaufnahme


Nachdem diese bekannten Tatsachen, die von unseren Gelehrten hervorgehoben wurden, deutlich geworden sind, wollen wir nun betrachten, wen Mosa genau aufsucht und wen sein Scheich sehr lobt. Daher stellt sich die Frage:

Wer ist nun Hischām al-Bīlī, den Mosa Khalaf in Ägypten aufsucht, um von ihm Wissen zu nehmen?

Hischām al-Bīlī ist unter den Salafis in Ägypten seit Jahren als Gegner der Salafi Gelehrten bekannt. Seine Angelegenheit ist nicht verborgen für jene, die mit der arabischen Sprache vertraut sind und die Realität der Salafi-Da’wah in Ägypten kennen. Zahlreiche Gelehrte haben vor ihm gewarnt und ihn mit Gerechtigkeit, auf Grundlage klarer Prinzipien und fest etablierter Maßstäbe als Ḥaddādī eingeordnet.

Sein Zustand ist derart klar, dass man sogar sagen kann, dass es fast keinen Salafi-Gelehrten in Ägypten gibt, außer dass er vor ihm gewarnt und ihn als Neuerer eingestuft hat. Dies zeigt, dass seine Angelegenheit glasklar ist, selbst für die Awāmm (Allgemeinvolk). Eine einfache Recherche genügt, um festzustellen, dass er von den Gelehrten als Ḥaddādī eingestuft wurde.

Nachdem all dies bekannt geworden ist, erreichte uns Anfang April 2026 die Nachricht von einem Bruder aus Kairo, der die Audioaufnahme gehört hatte, darüber verwirrt war und die Angelegenheit direkt mit Mosa klären wollte. Er berichtete, dass Mosa Khalaf sich bis heute weigert, Hischām al-Bīlī als Ḥaddādī zu bezeichnen, und stattdessen behauptet, dass er nicht zu ihnen gehöre. Demgegenüber steht die Aussage des erfahrenen und älteren Großgelehrten, Scheich Ḥasan ibn ‘Abdil-Wahhāb al-Bannā (V), der über ihn sagte:

إن لم يكن هؤلاء حدادية، فمن هم الحدادية إذًا؟

„Wenn diese Leute keine Ḥaddādiyyah sind, wer sind dann die Ḥaddādiyyah?“[16]

[16] Siehe: Audioaufnahme 


Nachdem nun ein kurzer Überblick über diesen Ḥaddādī gegeben wurde, wollen wir uns einigen seiner Vergehen gegenüber den Leuten der Sunnah und dem Salafi-Manhadsch zuwenden:

Hischām al-Bīlī’s Krieg gegen den Mudschaddid unserer Zeit, Imām Muḥammad Nāṣirud-Dīn al-Albānī (V):

Zu den schwerwiegendsten Punkten gehört, dass Hischām al-Bīlī offen gegen große Gelehrte der Ahlus-Sunnah und der Salafiyyah aufgetreten ist. So griff er Imām al-Albānī (V) an und beschuldigte ihn mit den Murdschi’ah[17] übereinzustimmen, wobei er sich genau jener Argumentationsweise bediente, die seit Jahrzehnten von den Chawāridsch und der Surūrīyyah missbraucht wird. Die Salafis haben diese falschen Ableitungen wiederholt widerlegt und die Unschuld Imām al-Albānīs (V) von diesen Lügen und Anschuldigungen klar dargelegt.[18]

Die Position von Imām al-Albānī hinsichtlich des Īmān war die der Ahlus-Sunnah: dass der Īmān Überzeugung im Herzen, Aussage mit der Zunge und Taten mit den Gliedmaßen ist. Er nimmt durch den Gehorsam gegenüber Allāh zu und durch den Ungehorsam gegenüber Allāh ab. Dazu ließe sich noch vieles ausführen, doch werden wir hier nicht weiter darauf eingehen, da darüber ganze Bücher verfasst werden könnten. Fest steht jedoch, dass Imām al-Albānī (V) vollständig frei ist von diesen gegen ihn erhobenen Anschuldigungen.

Es ist bekannt, dass Scheich Rabī’ (V) Hischām al-Bīlī dazu aufgefordert hat, zu Allāh zu bereuen[19], aufgrund dessen, was er in Bezug auf Imām al-Albānī geäußert hat, indem er ihn beschuldigte, mit den Murdschi’ah übereingestimmt zu haben.

Für weitere Details, siehe den Beitrag: Hat Imām al-Albānī mit den Murdschiʼah übereingestimmt? Eine Widerlegung gegen den Neuerer Hischām al-Bīlī und seine Verteidiger: Dr. ‘Arafāt, Mosa Khalaf und Rimon Meier

Es ist in der Tat erstaunlich zu sehen, dass Dr. ‘Arafāt[20], von dem Mosa das Lob überliefert, Mosa faktisch im Stich gelassen und bestritten hat, Hischām jemals gelobt zu haben, obwohl dies über zahlreiche verschiedene Quellen[21] berichtet wurde und nicht nur über Mosa’s bekannte Audioaufnahme.

Wenn sein Scheich damit konfrontiert wird, gibt er bis heute ausweichende Antworten und hat inzwischen folgende Aussage getätigt: „Nehmt nur das von mir, was mit meiner Stimme aufgezeichnet oder von mir niedergeschrieben wurde.“ Damit will er zum Ausdruck bringen, dass alles, was weder aufgezeichnet noch von ihm selbst verfasst wurde, niemals stattgefunden habe. Hier etabliert er leider ein falsches Prinzip, ähnlich dem von al-Ma’ribī, indem er die Gültigkeit vertrauenswürdiger Überlieferungen im al-Dscharḥ wat-Ta’dīl leugnet, um sich selbst zu schützen. Dies ist leider ein dunkler und verwerflicher Weg, den bereits viele Abweichler der Vergangenheit eingeschlagen haben.

So stellt sich die Frage: Wer lügt hier? Mosa oder sein Scheich, Dr. ‘Arafāt? Beides kann nicht zutreffen. Hat Dr. ‘Arafāt al-Muhammadi den Hischām al-Bīlī nun sehr gelobt oder nicht? So sollen sie einander der Lüge bezichtigen, wenn sie wahrhaftig sind!

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[17] Siehe: Audioaufnahme

[18] Siehe: Verteidigung von Scheich al-Albānī (V)
[19] Siehe: Audioaufnahme, Minute 1:20
[20] Dr. ‘Arafāt wurde von dieser Gruppe fanatischer Studenten aus der Schweiz, größtenteils mit Balkan-Hintergrund, in Europa, insbesondere im deutschsprachigen Raum, zu einem Großgelehrten erhoben. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg haben sie versucht, in der Salafi-Da’wah Fuß zu fassen und die Gedanken der Salafis dahingehend zu manipulieren, dass Dr. ‘Arafāt die maßgebliche Anlaufstelle der Salafis in allen Angelegenheiten des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl sei. Diese fanatischen Personen gingen so weit, diese Person zu erhöhen, dass sie sogar die großen Gelehrten aus Riad und Madinah herabsetzten, nur um ihren Standpunkt zu „beweisen“, dass angeblich Dr. ‘Arafāt ihnen allen in Manhadsch-Angelegenheiten überlegen sei. Sie zitieren ihn, wo immer sie können, machen ihn zum Muschrif (Aufseher) von Webseiten, lenken die Jugend zu seinen Erklärungen bekannter Bücher, obwohl die Erklärungen unserer Großgelehrten zur Verfügung stehen und knüpfen die Salafiyyah der Menschen an seine Person. Dies verstärkte sich nach dem Tod von Scheich Rabī’ (V) und Scheich ‘Ubaid (V). Er wurde in eine Stellung erhoben, die ihm nicht zusteht, und wir sagen dies aus Gerechtigkeit, egal wie sie versuchen es als Ṭa’n (Beleidigung) darzustellen. So weit ging es, dass keinerlei Unterscheidung mehr gemacht wird zwischen Dr. ‘Arafāt und den tatsächlichen Großgelehrten, sowohl aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Diejenigen, die die Salafiyyah schon lange kennen und an Alter und Erfahrung gereift sind, erkennen diese Tatsache und geben den Menschen ihren gebührenden Rang. Wir sind uns auch darüber im Klaren, dass selbst geringfügige, berechtigte Kritik an Dr. ‘Arafāt dazu führen wird, dass diese Fanatiker völlig die Kontrolle verlieren und in einen Zustand der Aufruhr geraten, in dem sie beginnen, Tazkiyyāt von Gelehrten für ihren Scheich zu veröffentlichen. Diese Tazkiyyāt sind jedoch keine Eintrittskarte ins Paradies oder Testament der Unfehlbarkeit. Die wahre Tazkiyyah eines Menschen sind vielmehr seine eigenen Aussagen und Taten.

الحي لا تؤمن عليه الفتنة.

„Der Lebende ist nicht vor der Fitnah sicher.“

Dieses Verhalten ähnelt stark dem der Ṣūfīs, die ebenfalls die Kontrolle verlieren, sobald ihr Scheich kritisiert wird. Der eigentliche Grund, weshalb diese fanatischen Personen ihn bis heute erhöhen, liegt darin, dass mit dem Ansehen ihres Scheichs auch ihr eigenes Ansehen steigt. Es ist zudem anzumerken, dass wir diese fanatischen Personen in der Vergangenheit wiederholt privat ermahnt und beraten haben, und sie sind sich dessen vollständig bewusst, insbesondere Mosa Khalaf. Wir haben ihnen bereits vor über fünf Jahren deutlich gemacht, dass es nicht angemessen ist, von Dr. ‘Arafāt zu übersetzen, wenn uns zu einem bestimmten Thema des Meinungsunterschieds bereits Aussagen unserer Großgelehrten vorliegen. Diese Kritik wurde Mosa damals übermittelt, und diese Nachrichten dürften sich noch immer in seinem Besitz befinden. Obwohl Mosa eingeräumt hat, dass dies der richtige Ansatz ist, blieb er insgesamt abweisend gegenüber unserer berechtigten Kritik. Es gibt Themen, die von den Großgelehrten ausführlich behandelt wurden und über die ganze Bücher verfasst wurden, sodass es keinen Bedarf gibt, sich anderweitig umzusehen. Wir haben damals vor fünf Jahren auch die Entscheidung getroffen, auf unserer Webseite keinerlei „Fatāwā“ von Dr. ‘Arafāt zu veröffentlichen, da Fatāwā ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich unserer Großgelehrten fallen und Dr. ‘Arafāt weder ein Mufti ist noch jemand, auf den man sich in Fragen der Fatāwā verlassen sollte. Uns wurde aus mehreren Quellen berichtet, dass seinerseits Fatāwā erteilt wurden, die zu Chaos in Gemeinden geführt haben. Sein bekanntester Schüler im deutschsprachigen Raum, der „seinem Rat Schritt für Schritt gefolgt“ ist und zugleich der Gründer des Tasisalilm-Instituts ist, erhielt daraufhin ein Unterrichtsverbot in beiden Salafi-Moscheen in Köln und darf aufgrund seiner Taten seit vielen Jahren nicht mehr dort unterrichten. Solche Art von „Studenten“ sind nicht für die Da’wah geeignet! Hinzu kommen seine Fatāwā im Ausland, insbesondere in Angelegenheiten, die das Blut der Muslime in muslimischen Ländern wie Libyen betreffen, ein Bereich, der ausschließlich unseren Großgelehrten vorbehalten ist. So gehörte es stets zu unserer Tarbiyyah, die großen Gelehrten hervorzuheben, da ihre Werke ausreichend sind. Dies bedeutet nicht, dass man nicht von Personen geringeren Ranges profitieren kann, doch ist es angemessener, sich in Fatwā und Fragen des Meinungsunterschieds mit den Aussagen der Imame der Ahlus-Sunnah zu begnügen.

[21] Siehe: Videoaufnahme


Hischām al-Bīlī’s Krieg gegen unseren älteren Gelehrten, Scheich Ḥasan ibn ‘Abdil-Wahhāb al-Bannā (V):

Ebenso griff Hischām al-Bīlī unseren älteren Gelehrten, Scheich Ḥasan ibn ‘Abdil-Wahhāb Abdil-Wahhāb al-Bannā (V), vor und nach seinem Tod an, indem er dessen Stellung herabwürdigte und ihn als „Dschāhil[22] (Unwissender) im Salafi-Manhadsch“ sowie als „mughaffal“[23] (naiv) und „munḥarif“[24] (abgeirrt) bezeichnete. Hischām selbst räumt ein, dass er seit 2014 über einen Zeitraum von sechs oder sieben Jahren vor Scheich Ḥasan ibn ‘Abdil-Wahhāb al-Bannā (V) gewarnt hat.[25] Darüber hinaus weigert er sich, Allāh um Barmherzigkeit für Scheich Ḥasan ibn ‘Abdil-Wahhāb al-Bannā (V) zu bitten.[26]

Es gehört zu den bekannten Überzeugungen der Ḥaddādiyyah, dass sie kein Taraḥum[27] für diejenigen machen, die sie als abgewichen betrachten, selbst wenn diese Muslime sind.

Scheich Rabī’ (V) sagte diesbezüglich:

„Die Ḥaddādiyyah sehen ein absolutes Verbot darin, ‚raḥimahullāh‘ für eine Person der Bid’ah auszusprechen. Sie unterscheiden nicht zwischen einem Rāfiḍī, Qadarī, Dschahmī und einem Gelehrten, der in Bid’ah gefallen ist. Sie erklären eine Person zum Mubtadi’, wenn er über Personen wie Abū Ḥanīfah, asch-Schaukānī, Ibn al-Dschauzī, Ibn Ḥadschar und an-Nawawī ‚raḥimahullāh‘ sagt.“[28]

Während es jedoch zu den Überzeugungen von Ahlus-Sunnah gehört, dass wir für jeden Muslim Taraḥum aussprechen, selbst wenn er in Sünden oder Irreleitung gefallen ist. Wenn dies bereits für einen Neuerer gilt, wie steht es dann erst um einen Salafi-Gelehrten auf der Sunnah wie Scheich Ḥasan ibn ‘Abdil-Wahhāb al-Bannā (V), über den Hischām al-Bīlī selbst sagt, dass er sich weigert, für ihn Tarāḥum auszusprechen, und damit den Eigenschaften der Ḥaddādiyyah folgt.

Bei dieser Gelegenheit fragen wir den Āmmī Semir Veliu al-Makedoni (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen), einen engen Gefährten von Mosa (welcher ja danach strebte Hischām aufzusuchen), was er davon hält, dass sein Gefährte (Mosa) Wissen von jemandem nehmen will, der kein Taraḥum für Ahlus-Sunnah ausspricht. Denn seine einzige Reaktion auf unsere wissensbasierte Widerlegung bestand darin, darauf hinzuweisen, dass zwei Brüder in ihrer Zeugenaussage vergessen haben, für Scheich ‘Alī Nāṣir (V) Taraḥum auszusprechen, obwohl wir im gesamten Dokument, insbesondere am Ende des Schreibens, ausdrücklich Allāh darum gebeten haben, unserem Scheich ‘Alī Nāṣir (V) Barmherzigkeit zu gewähren. Was für eine peinliche und kindische Reaktion dies doch war, die jeder hören konnte. Daher werden wir von nun an jedes Mal, wenn der Name dieser instabilen Person in unserem Schreiben erwähnt wird, ausdrücklich für ihn Du’ā machen, auch wenn diese unwissende Person in Wirklichkeit keinerlei Bedeutung in den Angelegenheiten der Salafi-Da’wah hat. Möge Allāh diesen Lügner entlarven, ihn von der Krankheit des Ta’aṣṣub heilen und seine Angelegenheiten berichtigen.

Was Scheich Ḥasan (V) betrifft, so handelt es sich um einen Gelehrten, von dem selbst wir im Westen profitiert haben, aufgrund seiner zahlreichen Reisen und seines langjährigen Einsatzes für die Salafi-Da’wah weltweit. Solche Angriffe auf etablierte Gelehrte sind kein Randphänomen, sondern ein klares und bekanntes Merkmal der Ḥaddādiyyah.

Scheich Rabī’ (V) hatte Hischām dazu aufgefordert, sich bei seinen Brüdern zu entschuldigen, sich mit ihnen zu versöhnen und sich zu Scheich Ḥasan (V) zu begeben, damit er seine Fehler im Manhadsch korrigiert[29], doch dies stieß auf taube Ohren.

Scheich Ḥasan (V) sagte über Hischām al-Bīlī:

„Wahrlich, der Bruder Hischām al-Bīlī spricht schlecht über alle Maschāyich der Sunnah in Ägypten, und niemand ist vor ihm sicher. Und er beschuldigt sie des Irdschā, so wie er auch mich beschuldigt, wie dies auf seinen sozialen Medien und den Seiten seiner Schüler bekannt ist. Wenn diese Leute keine Ḥaddādiyyah sind, wer sind dann die Ḥaddādiyyah?[30]

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[22] Siehe: Videoaufnahme, Minute 00:49
[23] Siehe: Videoaufnahme, Minute 00:56
[24] Siehe: Audioaufnahme, Minute 00:21
[25] Siehe: Audioaufnahme, Minute 00:37
[26] Siehe: Audioaufnahme, Minute 00:40
[27] Für jemanden um die Barmherzigkeit Allahs zu bitten.
[28] Aus der offiziellen Homepage des Scheichs: Manhadsch al-Ḥaddādiyyah
[29] Siehe: Audioaufnahme, Minute 01:17
[30] Siehe: Audioaufnahme, Minute 01:08


Hischām al-Bīlīs Versuch, Zwietracht und Chaos zwischen unseren großen Gelehrten[31] zu stiften

Zu den Täuschungen und Vergehen der Ḥizbiyyīn sowie zu ihrem Mangel an angemessenem Verhalten gegenüber unseren Gelehrten gehört es, diese heimlich und ohne ihr Wissen aufzuzeichnen und sie über die Angelegenheiten anderer Gelehrter zu befragen, insbesondere über deren angebliche Fehler. Dabei verfolgen sie die Absicht, dass der Gelehrte, den sie insgeheim aufzeichnen, sich zu den „Fehlern“ eines anderen Gelehrten äußert, mitunter sogar, ohne genau zu wissen, auf wen sich die Frage überhaupt bezieht, nur um diese vertrauliche Aufnahme anschließend zu veröffentlichen und Zwietracht sowie Feindschaft zwischen den Gelehrten zu schüren.

Dies steht im völligen Widerspruch zur Vorgehensweise der Gelehrten, denn ihre Absicht ist niemals, Uneinigkeit zu säen. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Die Gelehrten wahren untereinander stets Eintracht und Brüderlichkeit und profitieren voneinander.

Ein Beispiel hierfür ist, als Hischām al-Bīlī zu Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (حفظه الله) ging und ihm eine gezielt manipulative Frage stellte, mit der Absicht, Imām al-Albānī (V) anzugreifen und seine eigenen falschen Argumente gegen den Scheich zu untermauern. Anschließend veröffentlichte er diese heimlich aufgezeichnete Audioaufnahme, die den Eindruck erwecken sollte, als würde Scheich al-Fauzān Imām al-Albānī (V) angreifen.

Scheich Rabī’ (V) sagte über diese heimliche Aufnahme, dass diese Handlung von Hischām ein Tor des Übels und der Fitnah geöffnet hat.[32]

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[31] Im Zusammenhang mit dem Stiften von Zwietracht und Namīmah zwischen den Maschāyich ist ein weiteres Beispiel hierfür ein weiterer schweizerisch albanischer Nammām und Fattān namens Almir Morina, der derzeit in Makkah ansässig ist. In dieser Angelegenheit folgt er dem Weg von Hischām al-Bīlī, indem Almir Zwietracht unter den Salafis sät. Er hat große Zwietracht zwischen den Salafis in Makkah und Madinah verursacht und ist eine Person, die von den Salafis in Makkah vollständig zurückgewiesen und gemieden wird, ganz gleich, wie sehr er online versucht, das Gegenteil darzustellen. Hierfür können wir künftig ein detailliertes Schreiben verfassen, das alle Geschehnisse zusammenfasst, falls er sich weiterhin zu Angelegenheiten äußert, die ihn bei Weitem übersteigen, so Allāh will. Für weitere Details kann man sich momentan an die Maschāyich sowie die Studenten des Wissens in Makkah aus England, Kanada oder Frankreich wenden, da sie sich der Realität dieser Person vollkommen bewusst sind, den dieser Fattān Almir boykottiert einen der Salafi-Maschāyich dort und erwidert ihn nicht einmal seinen Salām. Es genügt als Hinweis, dass selbst diejenigen, mit denen er nun zusammenarbeitet, ihn nicht in Angelegenheiten der Da’wah einbeziehen wollten, aufgrund seines negativen Einflusses auf die Da’wah und niemand von ihnen kann es bestreiten. Vielmehr wussten Mosa Khalaf und diejenigen mit ihm bereits seit 2019 von unserer Haltung gegenüber diesem Nammām, da wir damals schon schwerwiegende Punkte gegen ihn vorgebracht haben. Dies zeigt, dass unsere Haltung ihm gegenüber, mit Allāhs Hilfe, stets richtig war, und Allāh ist mit den Wahrhaftigen.

[32] Siehe: Audioaufnahme, Minute 01:30


Scheich Abū Furaiḥān Dschamāl ibn Furaiḥān al-Ḥārithī (V) schrieb:

„Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Erstens
Allāh, der Erhabene, sagt:

﴿ يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اتَّقُوا اللَّهَ وَكُونُوا مَعَ الصَّادِقِينَ

„O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allāh und seid mit den Wahrhaftigen.“

Aus diesem edlen Vers wird verstanden, dass es einem Gläubigen nicht gebührt, mit den Leuten des ständigen Positionswechsels und der Lüge zu sein. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Leute der Gelüste und der Neuerung nicht zu den Wahrhaftigen gehören. Somit gehören auch diejenigen dazu, die Scheich Muḥammad Nāṣirud-Dīn al-Albānī (V) angreifen, denn niemand greift ihn an außer jemand, der Gelüsten folgt oder ein Anhänger der Neuerung ist.

Zweitens:
Ich sage zu Scheich Hishām al-Bīlī, möge Allāh ihm Erfolg gewähren, dass er Allāh, den Erhabenen, fürchten und mit den wahrhaftigen Gelehrten sein soll, die den Status von Imām al-Albānī erkannt haben. Er soll ihnen nicht den Rücken kehren und davon ablassen, gegen den Imām (V) zu hetzen, sondern vielmehr eine Stütze für die Leute der Wahrhaftigkeit, die Leute der Sunnah, sein und nicht ihre Kraft schwächen. Und er soll wissen, dass die Leute der Sunnah über dieses Hetzen nicht schweigen werden.

Drittens:
Einige der Brüder unter den Scheichs haben auf WhatsApp geschrieben, dass Hishām al-Bīlī, möge Allāh ihm Erfolg gewähren und ihn auf den rechten Weg zurückführen, diese Aufnahme ohne das Wissen von Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (حفظه الله) aufgezeichnet hat. Wenn dies zutrifft, dann ist dies ein Verrat gegenüber dem Gelehrten al-Fauzān. So soll er sich davon freisprechen und Allāh, den Erhabenen, darin fürchten.

Viertens:
Scheich al-Albānī (V) hat mehr als einmal in seinen Schriften und Aufnahmen gesagt, dass der Īmān aus Aussage, Taten und Absicht besteht, zunimmt und abnimmt. Wer dies sagt, ist aus dem Irdschā herausgetreten, wie es der Imām der Leute der Sunnah, Aḥmad ibn Ḥanbal (V) gesagt hat. Somit bleibt nach dieser Klarstellung und nach der Verteidigung des Imāms seiner selbst kein Raum mehr für irgendeine Aussage. Oder wollen seine Gegner es etwa nach dem Motto „Eine Ziege, selbst wenn sie fliegt“?

Und Imām al-Albānī sagt, die Taten gehören zum Īmān, und der Īmān wird durch das Unterlassen der Taten beeinträchtigt, so wie er durch Sünden beeinträchtigt wird. Und wer überhaupt nicht handelt, dem nützt der Īmān nichts, außer wenn er neu im Islām ist und dann stirbt oder sich nahe am Eintreten der Stunde befindet, in der man nicht weiß, was Gebet und Fasten sind. Und dies ist die ‘Aqīdah der Leute der Sunnah und der Gemeinschaft.

Fünftens:
Es gehörte nicht zur Methodik der rechtschaffenen Salaf, der Gefährten, der Tābi’ūn und der Tābi’ at-Tābi’īn, sich in solchen Angelegenheiten zu vertiefen, wie ob der Īmān scharṭ kamāl oder dschins al-‘amal[33] ist oder ähnliches von neu entstandenen Angelegenheiten, die von den Leuten der Kalām geprägt wurden. Leider sind viele von den Leuten der Sunnah in solche Dinge gefallen, sodass sie zu einer starken Ursache für ihren Streit und ihre Spaltung wurden.

Wer also Salafi ist, der soll stehen bleiben, wo das Volk stehen geblieben ist, und sich genügen lassen, was ihnen genügte, und sich mit dem begnügen, womit sie uns bereits genügt haben. Denn ihr Weg ist wissender, sicherer und weiser. Und alles Gute liegt im Folgen der Salaf, und dies pflegte Scheich al-Albānī oft zu wiederholen.

Es wäre vielmehr angemessen und zu erwarten gewesen, o Hischām, dass du Scheich al-Albānī (V) verteidigst und für ihn eintrittst und die Beschuldigung des Irdschā von ihm zurückweist, die er selbst wiederholt von sich gewiesen und erklärt hat als Antwort auf Safar al-Ḥawālī und andere seiner Gegner. Doch du hast weder seine Worte noch seine Klarstellung und Verteidigung angenommen, sondern die Worte derjenigen angenommen, die in trübem Wasser fischen unter seinen Gegnern. So bist du darauf aus gewesen, eine Gelegenheit bei Scheich al-Fauzān zu suchen, um daraus etwas zu entnehmen, womit du deine Tat rechtfertigst und auf deiner Aussage bestehst, die eines wie dich nicht würdig ist.

Sechstens:
So verhält sich nicht der Anstand gegenüber den Gelehrten und den führenden Persönlichkeiten der Leute der Sunnah. Du hast dich gegenüber deinem Scheich, dem Gelehrten al-Fauzān, schlecht verhalten und durch dein Handeln einem der bekannten Gelehrten der Sunnah Schaden zugefügt. So fürchte Allāh und kehre zur Wahrheit zurück und sei mit den Gelehrten, die Scheich al-Albānī gelobt haben, und zu ihnen gehört auch al-‘Allāmah al-Fauzān. Denn zur Wahrheit zurückzukehren ist besser, als im Falschen zu verharren. Und die Rückkehr zur Wahrheit mindert deinen Rang nicht, sondern erhöht dich. Und sei darauf bedacht, das Wort der Salafiyyūn zu vereinen, nicht nur in Ägypten, sondern in allen islamischen Ländern.“

Verfasst von:
Abū Furaiḥān Dschamāl ibn Furaiḥān al-Ḥārithī (V)
Donnerstag 12.12.1434 n. H.

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[33] Scheich Muḥammad ibn Ṣāliḥ al-‘Uthaimīn (V) sagte: „Der Īmān besteht aus Aussage, Taten und Absicht. Der Īmān umfasst alle Taten und ist nicht nur auf die ‘Aqīdah beschränkt. So ist die Aussage Lā ilāha illa Allāh eine Aussage der Zunge, das Entfernen eines Hindernisses vom Weg ist eine Handlung der Gliedmaßen und die Scham ist eine Handlung des Herzens und dies gehört zum Īmān. Es besteht keine Notwendigkeit, über das zu sprechen, was heute unter den Jugendlichen und Studenten des Wissens diskutiert wird ob die Taten ein Teil der Vollkommenheit des Īmān oder seiner Gültigkeit sind. Diese Frage ist nicht notwendig. Jeder, der dich fragt und sagt: Sind die Taten eine Bedingung für die Vollkommenheit des Īmān oder für seine Gültigkeit? So sagen wir zu ihm: Die Gefährten (V) waren edler, wissender und eifriger im Guten als du und dennoch haben sie den Gesandten Allāhs (H) diese Frage nicht gestellt. Also genügt dir, was ihnen genügte. Wenn ein Beweis darauf hinweist, dass eine Tat den Menschen aus dem Islām hinausführt, dann ist sie eine Bedingung für die Gültigkeit des Īmān. Und wenn ein Beweis darauf hinweist, dass sie ihn nicht hinausführt, dann ist sie eine Bedingung für die Vollkommenheit des Īmān und damit ist die Angelegenheit abgeschlossen. Doch dass du dich in Streit und Auseinandersetzungen begibst und wenn dir jemand widerspricht sagst du das ist ein Murdschī und wenn er dir zustimmt bist du zufrieden und wenn er darüber hinausgeht sagst du das ist von den Chawāridsch, das ist nicht korrekt. Daher ist mein Rat an die Jugendlichen und Studenten des Wissens, diese Angelegenheit zu verlassen und zu sagen: Was Allāh, der Erhabene, und Sein Gesandter (H) zur Bedingung für die Gültigkeit und den Fortbestand des Īmān gemacht haben, das ist eine Bedingung. Und was nicht, das nicht. Damit ist die Angelegenheit abgeschlossen.“ Quelle: Scharḥ al-Arba‘īn an Nawawiyyah: Ḥadīṯh 34, S. 366.


Scheich Badr Muḥammad al-Badr al-Anazī schrieb:

Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn der Welten.

Wie unwissend sind doch die Ḥaddādiyyah und wie eifrig sind sie darin, Fitnah zu entfachen. Und wie eifrig sind sie darin, die Gelehrten der Salafiyyūn anzugreifen und die Aussagen der einen gegen die anderen zu stellen. So erscheint uns jeden Tag ein Unwissender von ihren Unwissenden, der über unsere rabbānī Gelehrten spricht. Immer wenn einer ihrer Schreihälse verstummt, schreit der andere.

مات في القرية كلب *** فاسترحنا من عواه
خلف الملعون جرواً *** فاق بالنبح أباه

„Stirbt im Dorf ein Hund, so ruhen wir von seinem Gebell, doch hinterlässt der Verfluchte einen Welpen, der seinen Vater im Bellen noch übertrifft.“

Und so sind diese Ḥaddādiyyah: Sobald einer von ihnen aufhört, gegen die Gelehrten zu sprechen, erhebt der andere seine Stimme mit Angriff und Herabsetzung. Und gestern hörten wir schlechte Worte von dem sogenannten Hischām al-Bīlī. Darin beschuldigt er den ‘Allāmah al-Albānī, dass er den Murdschi’ah zugestimmt habe.

Und als die Brüder ihm antworteten und seinen Fehler klarlegten, wäre es für ihn verpflichtend gewesen, zu bereuen und zu Allāh zurückzukehren von diesem Angriff auf al-Albānī und sich zu entschuldigen.

Doch dann wurden wir davon überrascht, dass er al-‘Allāmah Ṣāliḥ al-Fauzān folgte, nachdem dieser die Moschee verlassen hatte, und ihn ohne Erlaubnis des Scheichs aufnahm. Und alle Schüler von Scheich Ṣāliḥ wissen, dass der Scheich private Aufnahmen ablehnt und Aufnahmen nur in allgemeinen Unterrichtsreihen gestattet. Doch al-Bīlī stellte dem Scheich eine Frage und nahm heimlich auf. Er will Fitnah. Er will die Gelehrten auf listige und hinterhältige Weise gegeneinanderstellen. So fragte er unseren Scheich al-Fauzān nach einer Angelegenheit, in der Scheich al-Albānī eine Aussage hatte, und der Scheich sagte: „Dies ist falsch, er hat den Murdschi’ah zugestimmt, möge Allāh ihm verzeihen.“

Und wir wissen nicht, ob al-Bīlī die Worte des Scheichs abgeschnitten hat oder nicht. Und wenn das, was unser Scheich al-Fauzān gesagt hat, korrekt überliefert wurde und al-Bīlī die Worte nicht gekürzt hat, dann sagen wir zu ihm: Was bezweckst du mit diesem Vorgehen, o Hischām? Ist dein Handeln nicht ein Verrat an Scheich Ṣāliḥ, dass du seine Worte ohne sein Wissen verbreitest? Ist dies das Handeln der Salaf, o der du die Salafiyyah beanspruchst? Weißt du nicht, dass die Liebe zu den Gelehrten der Salaf zu den Taten der Salaf gehört? Weißt du nicht, dass Scheich Ṣāliḥ Scheich al-Albānī wertschätzt und respektiert? Und niemand erkennt die Vorzüge der Leute der Vorzüge außer ihresgleichen. Hast du, o Hischām, jemals von Scheich Ṣāliḥ einen Angriff gegen Scheich al-Albānī oder eine Warnung vor ihm gehört?

Doch wie Scheich al-Luḥaidān sagte: Wenn die Zeit verdorben ist, strecken sich die Nichtigen empor und jeder Unbedeutende erhebt seine Stimme.

Geschrieben von: Badr Muḥammad al-Badr al-Anazī

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, doch begnügen wir uns hiermit, da über seine Fehler allein ganze Bücher verfasst werden könnten und bereits verfasst wurden.

Es ist daher äußerst erstaunlich, dass jemand wie Mosa Khalaf, der an der Islamischen Universität Madīnah studiert hat, Schwierigkeiten hat zu erkennen, was selbst einfache Salafis unter der Allgemeinheit problemlos verstehen. Wie kann man angesichts der Vielzahl an Aufnahmen, Schriften und Stellungnahmen der Gelehrten, in denen der Irrweg von Hischām al-Bīlī detailliert dargelegt wird, weiterhin Zweifel säen oder seinen tatsächlichen Zustand verharmlosen?

Als Rechtfertigung wird angeführt, dass Dr. ‘Arafāt, der öffentlich bei ihnen als großer Gelehrter des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl dargestellt und beworben wird, Hischām al-Bīlī kürzlich sehr gelobt habe. Wie kann jemand, der als Gelehrter des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl bezeichnet wird, diese Wissenschaft derart widersprüchlich anwenden, indem er Neuerer lobt und aufwertet, sodass sein Schüler Mosa Khalaf sie aufsucht, während er gleichzeitig ein klares und ungerechtes Tabdī[34] gegen bekannte Salafi-Prediger ausspricht?

﴿مَا لَكُمْ كَيْفَ تَحْكُمُون﴾

„Was ist mit euch, wie urteilt ihr?“[35]

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[34] Dr. ‘Arafāt hat am 25. März 2026 in Anwesenheit von Abu ‘Abdirrazzāq Muḥsin ibn ‘Abdirrazzāq al-Dschaburtī und eine Gruppe von Albanern vor seinem Haus ein offenkundig ungerechtes Tabdī’ gegen Abū Iyyād ausgesprochen wie vom Bruder ‘Abdullāh ‘Alām (der Sohn von Abu Khadeejah) berichtet wurde. Es wurde uns auch berichtet das Alben Aliu anwesend war. Dies ist der Weg der Ḥaddādiyyah, Salafis ohne Beweise aus der Salafiyyah hinauszuwerfen. (Quelle)
[35] Sūrah al-Qalam 68:36


Hier stellt sich unweigerlich die Frage, welcher Maßstab dabei überhaupt zugrunde gelegt wird. Personen wie Mosa vertreten die Auffassung, dass sich Salafis bei Fitna und Meinungsverschiedenheiten auf zwei bestimmte Personen beschränken sollten, darunter Dr. ‘Arafāt, dem eine besondere Fähigkeit zur korrekten Einordnung von Personen zugeschrieben wird.

Betrachtet man jedoch die tatsächlichen Ergebnisse seiner Einschätzungen, so zeigt sich, dass diese wiederholt Anlass zur Kritik gegeben haben und in mehreren Fällen als fehlerhaft beurteilt wurden. Vor diesem Hintergrund erscheint es fragwürdig, ihm in diesem sensiblen Bereich eine maßgebliche Autorität zuzuschreiben.

Vielmehr spricht das bereits Dargelegte dafür, seine Bewertungen von Personen nicht unkritisch zu übernehmen, sondern sie einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen, insbesondere angesichts der Tragweite dieses Wissensgebiets.

Zu den grundlegenden Regeln des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl gehört unstrittig, dass der detaillierte Dscharḥ (Kritk) Vorrang vor allgemeinem Lob hat. Ironischerweise ist dies oftmals die einzige Regel, die diese Leute, wie Mosa, zu kennen behaupten, die sie jedoch dennoch nicht korrekt anwenden.

Damit verschiebt sich der Maßstab weg von Qurān und Sunnah hin zu der Frage, ob der eigene Scheich, Dr. ‘Arafāt einer bestimmten Person oder Position zugestimmt hat, wie Mosa es im Fall von Hischām al-Bīlī zu verteidigen versucht. Warum wird ein bekannter Gegner der Salafi Gelehrten, wie Hischām al-Bīlī, vor dem große Gelehrte Ägyptens gewarnt haben, verteidigt, empfohlen und aufgesucht, während Salafis, die seit Jahrzehnten die Salafiyyah verbreiten, ausgegrenzt, abgeschrieben und zu Erneuerern erklärt werden? Gegen sie werden Warnungen ausgesprochen, privat und öffentlich, getarnt als Naṣīḥah.

Gleichzeitig argumentiert Mosa zu diesem Bruder, dass Hischām al-Bīlī gute Positionen habe“, „in Kontakt mit Scheich ‘Arafāt sei und auf ihn höre. Was ist das für ein Maßstab? Ist dies die Salafiyyah, die er in Madinah gelernt hat? Seit wann gilt, dass jemand allein dadurch auf der Sunnah ist, dass er Kontakt zu Dr. ‘Arafāt hat und ihm zuhört, während er in Wahrheit die Gelehrten angreift und seine Fehler nicht korrigiert hat.

Nachdem Mosa klare Widerlegungen übermittelt wurden, um über den Zustand von Hischām al-Bīlī aufzuklären, blieb von ihm als Antwort lediglich die Aussage: „Die Karten haben sich neu gemischt seit der Fitnah von Bin Hādī.“ Unsere Religion ist jedoch weder ein Kartenspiel noch ein Würfelwurf oder ein Pokerspiel, bei dem Maßstäbe beliebig neu gemischt, ausgewürfelt oder nach persönlichem Gefallen verändert werden. Welche neue Regel des al-Dscharḥ wat-Ta’dīl soll das bitte sein? Seit wann werden die festen Prinzipien des Qur’āns und der Sunnah durch angeblich neu gemischte Karten außer Kraft gesetzt? Nein, die Karten haben sich nicht neu gemischt. Vielmehr ist Allāh derjenige, der rechtleitet und in die Irre gehen lässt, der erhöht und erniedrigt. Die Maßstäbe des Qur’āns und der Sunnah bleiben unverändert bis zur Errichtung der Stunde.

Kontrovers und zugleich aufschlussreich ist zudem ein Muster in ihrem Vorgehen: Personen, die ihre Angriffe und methodischen Überschreitungen gegenüber Salafis kritisieren oder zurückweisen, werden von ihnen als „Haddādiyyah“ dargestellt. Dieses Vorgehen wirft mehrere grundlegende Probleme auf. Zum einen ist bekannt, dass sie selbst den Kontakt zu Personen aufsuchen und jene loben, die als Ḥaddādis bekannt sind wie im Fall von Hischām al-Bīlī. Zum anderen zeigt sich in ihrem eigenen Verhalten eine Tendenz, die mit den Merkmalen dieser Strömung übereinstimmt, insbesondere darin, dass Salafis ohne hinreichende, belastbare Grundlage als Mubtadiah eingestuft werden. Gerade dieses vorschnelle und pauschale Aburteilen ohne ausreichende Beweisgrundlage gehört zu den Hauptkritikpunkten, die von den Gelehrten gegenüber Erscheinungsformen innerhalb der Ḥaddādiyyah hervorgehoben wurden. Vor diesem Hintergrund erscheint die gegen andere gerichtete Zuschreibung nicht nur widersprüchlich, sondern vielmehr als eine Verdrehung der tatsächlichen Realität.

In diesem Zusammenhang ist ferner klarzustellen, dass unsere Kritik und Zurückweisung der besagten Personen – wie Mosa, Halit und anderen – keineswegs als Tabdī zu verstehen ist. Vielmehr handelt es sich um eine notwendige Klarstellung über die Wahrheit sowie eine Darlegung der tatsächlichen Gegebenheiten, die sich aus ihren eigenen Aussagen und Handlungen ergeben. Die Gleichsetzung jeglicher fundierter Kritik mit Tabdī stellt dabei selbst eine methodische Verfehlung dar und widerspricht den bekannten Grundlagen der Ahlus-Sunnah, in denen zwischen der bloßen Widerlegung von Fehlern und der Einstufung einer Person als Mubtadi unterschieden wird.

Es hat uns zudem von einem Bruder aus Kairo erreicht, dass Mosa Hischām al-Bīlī nicht als Haddādī einstuft, da dieser angeblich Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān lobt und Scheich al-Albānī sowie Scheich Rabī’ verteidigt. Ist nicht vielmehr das Gegenteil erwiesen, nämlich seine Angriffe gegen Scheich al-Albānī, seine heimlichen Aufnahmen von Scheich al-Fauzān, um Fitnah zu stiften, und dass er die Naṣīḥah von Scheich Rabī’ überhaupt nicht angenommen hat!? Und seit wann macht das bloße Loben einer Person nach einem unrechtmäßigen Angriff auf sie dieses Unrecht wieder gut, insbesondere wenn er in Bezug auf diese vorgebrachten Punkte keine Taubah geleistet hat? Darüber hinaus weist die Haddādiyyah mehrere Merkmale auf, sodass sein angebliches Loben/Verteidigen dieser Gelehrten seine Haddādiyyah nicht aufhebt, zumal er sich weiterhin weigert, für Scheich Ḥasan al-Bannah (V) Taraḥum auszusprechen!

Abschließend könnte der Zweifel verbreitet werden, dass Hischām al-Bīlī bereut habe. Wir sind jedoch auf keinerlei Reue seinerseits gestoßen. Weder hat er sich bei den Maschāyich entschuldigt, wie es Scheich Rabī’ (V) angeordnet hat, noch hat er seine weiteren schwerwiegenden Verstöße gegen den Salafi-Manhadsch zurückgenommen.

Was die Taubah (Reue) eines Mubtadi’ betrifft, so erwähnt Scheich Zaid (V) folgendes:

Die Bedingungen für die Reue des Mubtadi’ sind die bekannten Bedingungen, die durch sorgfältige Nachverfolgung und schlussfolgernde Untersuchung für die Annahme der Reue jedes Sünders festgestellt wurden:

  1. Das Unterlassen der Sünde.
  2. Das Bereuen dessen, was er getan hat.
  3. Der feste Entschluss, nicht zu ihr (zur Sünde) zurückzukehren.

Für den Mubtadi’ kommen zu diesen drei Bedingungen zusätzlich folgende Anforderungen hinzu:

  1. Die offen verkündete Lossagung, äußerlich wie innerlich, insbesondere an den Orten, an denen er die Gifte seiner Bid’ah verbreitete, sowie vor den Ohren jener Personen, die er dazu aufrief, sie anzunehmen, sich fanatisch für sie einzusetzen und sie weiterzuverbreiten, bis die Bid’ah schließlich wie eine edle prophetische Sunnah erscheint, zu der man aufruft und die man praktiziert, von Menschen, deren Herzen sich mit ihr gefüllt haben und deren Körperglieder sie aktiv umsetzen. Und wen Allah in die Irre gehen lässt, für den wirst du keinen rechtleitenden Beistand finden.
  2. Dass er sich selbst widerlegt, sofern er Schriften verfasst hat, in denen er zu ihr ermutigte oder diejenigen tadelte, die sie oder ihre Aufrufer und Verbreiter kritisieren. Und die Widerlegung muss so klar und deutlich sein, dass jeder, der sie liest oder hört, sie ohne Zweifel versteht, zur Befreiung seiner Verantwortung, zur Verteidigung der Sunnah und aus Liebe zu ihren Anhängern. Und dass er darin beharrt, bis ihn von seinem Herrn der Tod ereilt.
  3. Dass er alles, was sich in seinem Besitz an Mitteln befindet, in denen die Bid’ah niedergeschrieben wurde, verbrennt und vernichtet, sodass nichts von ihr übrigbleibt, wodurch jemand in Versuchung geraten könnte, sei es zu Lebzeiten dessen, der sie eingeführt hat, oder nach seinem Tod.

Und schließlich wisse, o Fragender, dass der Mubtadi’ ein sich ausbreitendes Übel für sich selbst, für seine Gesellschaft und für seine Ummah darstellt. Wenn er sich von der Ermahnung der Ratschlaggeber abwendet, so ist es verpflichtend, ihn zu boykottieren und sich von seiner Gesellschaft und Gefährtenschaft fernzuhalten. Und du sagtest, o Fragender: „Werden diese Maßstäbe auf die Ḥizbiyyūn in dieser Zeit angewandt?“ Die Antwort: Die Bedingungen müssen auf jeden angewandt werden, der eine Bid’ah vertritt. Und zweifellos gehören die Ḥizbiyyūn zu jenen, die zahlreiche und unterschiedliche Bid’ah begehen; unter ihnen sind Chawāridsch, unter ihnen Ṣūfiyyah und unter ihnen Unwissende, die diesen und jenen blind folgen. Und für alle ist es verpflichtend, zu Allah zurückzukehren mit einer Reue, die ihre Bedingungen vollständig erfüllt, jeder entsprechend seinem Zustand.[36]

[36] Siehe: Die Bedingungen für die Annahme der Taubah (Reue) des Mubtadi (Neuerers)


 

Kapitel 2: Die Übersetzungen von Mosa Khalaf und seinen Gefährten für die Maschāyich aus Aden, die die Spaltung und den Churūdsch im Jemen unterstützt haben

Frage 1: Warum unterstützt Mosa und diejenigen in seinem Umfeld gezielt die sogenannten Maschāyich aus Aden im Jemen und übersetzen von ihnen, obwohl diese den STC (Südliche Übergangsrat) im Jemen unterstützt haben, welche in Churūdsch gefallen sind?

Frage 2: Was ist Mosa’s Position gegenüber denjenigen, die den Churūdsch gegen den rechtmäßigen muslimischen Herrscher im Jemen unterstützen?

Frage 3: Was ist Mosa’s Position gegenüber den STC-Ḥizb (Südliche Übergangsrat) im Jemen unter der Führung der beiden Chāridschīs: ‘Aidarūs az-Zubeidī und Hānī bin Bureik?

Zu den grundlegenden Prinzipien von Ahlus-Sunnah, die in den frühen Werken der Salaf immer wieder betont werden, gehört das Prinzip, sich nicht gegen den rechtmäßigen Herrscher zu erheben und an der Gemeinschaft der Muslime festzuhalten. Dieses Prinzip ist so grundlegend, dass jemand, der ihm zuwiderhandelt, den Weg von Ahus-Sunnah verlässt.

Was im Jemen geschehen ist:

Für diejenigen, denen diese Angelegenheit nicht bekannt ist oder die darüber bislang nur unzureichend informiert wurden, geben wir im Folgenden einen Überblick über die Ereignisse im Jemen, um im deutschsprachigen Raum ein klares Bild der Situation zu vermitteln. Viele dieser Aspekte werden unseren Salafi-Schabāb vorenthalten, um die Realität zu verschleiern, doch mit Allāhs Hilfe werden wir die Augen vieler öffnen.

Eine häufige Reaktion dieser Personen besteht darin, der Sache auszuweichen und zu sagen: „Mischt euch nicht in Politik ein.“ Und ja, wir mischen uns nicht ein und überlassen die Angelegenheiten denjenigen, die darauf spezialisiert sind, seien es die Herrscher oder die Großgelehrten. Dennoch gebietet uns unsere Religion, am Manhadsch der Salaf sowie an den gefestigten Salafi-Prinzipien festzuhalten, und zu diesen gehört, dass wir an der Seite unserer muslimischen Führer stehen und zu den Salafi-Prinzipien des Hörens und Gehorchens gegenüber unseren Herrschern aufrufen, solange dies nicht zum Ungehorsam gegenüber Allāh führt. Gleichzeitig warnen wir vor den Chawāridsch, die Unheil stiften, Zwietracht verbreiten und das Blut der Muslime vergießen. Dies ist die von der Scharī’ah vorgeschriebene Politik im Islam und ein Bestandteil unserer Religion.

Scheich Muqbil ibn Hādī al-Wādi’ī (V) sagte:

Das Sprechen über die Politik ist nicht verboten, vielmehr gehört es zur Gesetzgebung Allahs. So überlieferten al-Buchārī und Muslim in ihren Ṣaḥīḥ-Werken von Abū Hurairah (I), dass er sagte:

Der Gesandte Allahs (H) sagte: „Gewiss, die Kinder Israels wurden von ihren Propheten geleitet. Doch es wird nach mir keinen Propheten geben. Stattdessen werden Nachfolger kommen, die als Kalifen auftreten, und sie werden zahlreich sein.“ Sie sagten: „Was befiehlst du uns, o Gesandter Allahs?“ Er sagte: „So erfüllt die Treuepflicht gegenüber dem Ersten und dann dem darauffolgenden.“

Dies ist ein Beweis dafür, dass die Politik ein Teil der Religion ist. Und diejenigen, die die Religion von der Politik trennen wollen, versuchen in Wahrheit, die Religion zu zerstören und sich von ihr abzuwenden. Möge Allah die Muslime vor ihrem Übel und ihren verdorbenen Gedanken bewahren. Uns genügt Allah, und Er ist der beste Sachwalter.“ [37]

[37] Quelle: Ghārat al-Aschriṭah ‘alā Ahlil-Dschahl was-Safsaṭah 1/83

Immer wieder wird versucht, diese Themen als bloße geopolitische Fragen darzustellen und dazu aufgerufen, sich davon fernzuhalten, mit der Begründung, es handle sich um „Fitnah“ oder um „ausländische Politik“. Doch bei genauer Betrachtung geht es hier nicht um etwas Fremdes oder Abseitiges, sondern um zentrale Grundlagen der Religion selbst. Fragen wie legitime Autorität, Gehorsam, Churūdsch sowie der Umgang mit Krieg und Blutvergießen sind fest in den Büchern der ‘Aqīdah verankert.

Dass sich diese Grundlagen in der heutigen Realität im Rahmen politischer Ereignisse zeigen, ist unausweichlich. Gerade deshalb stellt sich die Frage, wie man solche Angelegenheiten plötzlich als „Fitnah“ bezeichnet. Vielmehr zeigt sich, dass diejenigen, die dies behaupten, selbst in eine Fitnah geraten sind, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Der Jemen steht seit Langem im Fokus verschiedener Gruppierungen, von denen jede ihre eigenen Pläne verfolgt. Die Zionisten verfolgen ihre eigene Agenda, ebenso die Rāfiḍah (Ḥūthīs), und auch die Chawāridsch (Terroristen wie Al-Qaida) haben ihre eigenen Vorhaben. Eine weitere Gruppierung, die ihre eigenen Interessen verfolgte, war der STC-Ḥizb, der ihre Abspaltungsagenda massiv vorantrieb, zur Gründung eines neuen Staates unter dem Namen „Südarabien“ aufrief und eine eigene Flagge[38] hisste.

[38] Siehe: Hier ein Beispiel, bei dem sogar Ṣalāḥ Kantūsch kommentiert

Jede dieser Gruppierungen strebt danach, Einfluss zu gewinnen, was letztlich zur Destabilisierung des Landes, zur Verbreitung von Unruhe und zur Spaltung des Jemen führt. Dem gegenüber steht die saudi-geführte Koalition gemeinsam mit dem rechtmäßigen jemenitischen Führer, die sich diesen Bedrohungen entgegenstellen.

Die Politik der von Saudi-Arabien geführten Koalition zielt darauf ab, die Einheit des Jemen zu bewahren und dadurch Sicherheit sowie Stabilität zu fördern und destabilisierenden Bestrebungen entgegenzuwirken. Einige von den Maschāyich von Aden, die die STC-Ḥizb unterstützten, riefen offen zur Auflösung der Einheit[39] und somit zur Spaltung des Landes auf.

[39] Siehe: Quelle

In diesem Zusammenhang erließ Scheich Rabī’ eine Fatwā [40], in der dazu aufgerufen wurde, die von Saudi-Arabien geführte Koalition in dieser Angelegenheit zu unterstützen. Einige Personen, darunter insbesondere Dr. ‘Arafāt, haben diese Fatwā der Öffentlichkeit vorenthalten und ihre Verbreitung bewusst zurückgehalten, obwohl sie sich klar auf die Unterstützung der Koalition im gesamten Jemen-Konflikt bezieht. Stattdessen unterstützten sie den sogenannten Südlichen Übergangsrat (STC)[41], eine separatistische Gruppierung. Die Aufrechterhaltung eines geeinten Südjemen ist eine Frage der nationalen Sicherheit und der wirksamste Weg, um die Bedrohungen durch die Rāfiḍah, die Chawāridsch, des STC-Ḥizbs und die Zionisten abzuwehren.

Siehe ebenso: Die Position von Scheich ‘Ubaid in Bezug auf den Jemen und den Churūdsch

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[40] Fragesteller: „Scheich, möge Allāh euch bewahren: Gibt es von Scheich Rabī’ eine Fatwā bezüglich des Kampfes in Aden oder anderswo, und was ist seine Fatwā? Möge Allāh euch segnen, unser Scheich.“ Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī: „Scheich Rabī’, möge Allah in bewahren, sagt: Seid mit der Koalition, seid mit Saudi-Arabien. Dies ist seine Aussage, und sie erfolgte in Anwesenheit von Scheich Dr. Muḥammad bin Rabī’ sowie Scheich Aḥmad az-Zahrānī. Die Bedeutung der Aussage des Scheichs ist, dass jeglicher Kampf zu unterlassen ist, der nicht unter der Aufsicht Saudi-Arabiens steht.“ (Siehe: Quelle)
[41] Dies wird mit Video- und Audioaufnahmen, sowie Screenshots in den nächsten Seiten bewiesen.


Inmitten dessen arbeitete diese aufständische separatistische Gruppierung unter der Führung von ‘Aidarūs az-Zubeidī[42], dem Anführer des STC (Südliche Übergangsrat), sowie dem fehlgeleiteten Rebellen und Chāridschī Hānī bin Bureik gegen diese sicherheitspolitischen Bestrebungen, unterstützt durch externe Interessen.

[42] Es kann nicht behauptet werden, dass az-Zubeidī eine offizielle Regierungsfigur gewesen sei, da er sich von seiner Position losgesagt und zum Anführer des STC (Südliche Übergangsrat) geworden ist. Zudem war er stets seinem Herrscher untergeordnet und ihm verpflichtet und besaß selbst keinerlei eigenständige Autorität.

Eine Gruppe von Scheichs aus Aden (Region im Süd-Jemen), mit Dr. ‘Arafāt als ihrem Anführer, unterstützte diese Abspaltung. Dr. ‘Arafāt ist in all dies unmittelbar verwickelt. Wie in diesem Schreiben erwähnt, haben er und diejenigen, die mit ihm sind, nicht nur versucht, die Fatwā von Scheich Rabīʼ, mit der saudischen Koalition zu sein, zu verbergen, und nicht nur Besucher angewiesen, Hānī bin Bureik in Gegenwart von Scheich Rabīʼ nicht zu erwähnen, sondern er lobt und unterstützt bis heute noch die Maschāyich von Aden und unterstützt sogar ihre Klarstellungen, mit denen sie versuchen, ihre falschen Positionen im Jemen zu rechtfertigen. Würde sich ein solches Vorgehen an einem anderen Ort oder in einem anderen Kontext ereignen, würde man es dann nicht als eine Form des Churūdsch einordnen, zumal es zudem noch gerechtfertigt wird? Was unterscheidet diesen Fall also?

Einige von ihnen haben sogar finanzielle Unterstützung von Hānī bin Bureik erhalten[43], was eine klare Loyalität gegenüber der STC (Südliche Übergangsrat) Ḥizb erkennen lässt.

[43] Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī sagte über die Maschāyich von Aden, bei denen eine Neigung zum STC-Übergangsrat sichtbar wurde, in seinem Artikel „Die Neigungen der Maschāyich aus Aden zum STC-Übergangsrat“, Seite 5: „Ihr Empfang einiger Gelder von Hānī bin Bureik, sogar nach der Warnung vor ihm. Einige ihrer Älteren haben dies selbst eingeräumt, darunter der Bruder Abū Mu’ādh ‘Abdur-Ra’ūf ‘Abbād al-Ḥauschabī, der sagte: „Ich habe Geld von Hānī bin Bureik angenommen, und Nāṣir az-Zubeidī hat Geld von Hānī bin Bureik angenommen, und Ṣalāḥ Kantūsch hat Geld von Hānī b. Bureik angenommen“, und er erwähnte weitere. Zwei vertrauenswürdige Brüder haben die Aussage von Abū Mu’ādh ‘Abdur-Ra’ūf bezeugt, nämlich der Bruder Marwān Laḥūs und der Bruder ‘Alī asch-Schamrūch. Jeder von ihnen hörte es in einer anderen Sitzung als der andere, und sie haben mir ihre Zeugnisse als Audioaufnahmen übermittelt. Was den Empfang von Geldern durch Ṣalāḥ Kantūsh von Hānī betrifft, so ist dies bestätigt und bekannt; viele der Salafis in Aden wissen darüber Bescheid. Bei Allah, bei Allah, bei Allah, o Ṣalāḥ Kantūsch: Ihr habt Geld von Hānī bin Bureik genommen, nachdem die Gelehrten vor ihm gewarnt hatten. Und Allahs Fluch sei auf mir, ‘Alī al-Ḥudhaifī al-‘Adanī, der diese Worte schreibt, wenn ich lüge. Ich habe euch über mehr als sechs Jahre hinweg bedeckt, während ihr mich zu Unrecht beschuldigt habt; doch ihr respektiert nicht denjenigen, der euch bedeckt.“ (Siehe: Quelle)


Scheich Rabīʼ bin Hādī al-Madchalī (V) sagte über Hānī bin Bureik:[44]

„Hānī bin Bureik pflegte, die Salafiyyah zu beanspruchen, doch die Politik riss ihn mit sich, sodass er stark abirrte. So wurde er zu einem Demokraten und einem Sozialisten zusammen mit den Sozialisten, und er wandte dem Salafi-Manhadsch den Rücken zu. Daher wird ihm keine Beachtung geschenkt und auf ihn wird sich nicht gestützt. Und wenn er ein Zentrum gründet, wird daran nicht teilgenommen, die Salafis nehmen daran überhaupt nicht teil.“ [45]

[44] Als diese Aussage verbreitet wurde, wies Dr. ‘Arafāt an: Verbreitet unter den Leuten nicht, was Scheich Rabīüber Hānī gesagt hat, wie von Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī berichtet wurde (siehe: Quelle, Seite 2). Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī ist in dieser Angelegenheit über die Jahre standhaft geblieben und hat Dr. ‘Arafāt sowie den anderen „Maschāyich aus Aden“ dazu geraten, den rechtmäßigen Herrscher des Jemen zu unterstützen und nicht die STC-Gruppe, welche in Churūdsch gefallen ist, zu unterstützen. Jedoch missachteten sie alle die Prinzipien der Ahlus-Sunnah und unterstützten die Chāridschīs wie az-Zubeidī und Hānī.
[45] Siehe: Audioaufnahme 

Scheich ‘Ubaid al-Dschābirī (V) sagte über Hānī bin Bureik:

„Ich bin ‘Ubaid bin ‘Abdillāh bin Suleimān al-Dschābirī al-Ḥamdānī. Ich nehme Allah, den Erhabenen, zum Zeugen sowie diejenigen Seiner edlen Engel, die anwesend sind, und ich nehme euch, die ihr anwesend seid, und jeden, den diese Botschaft erreicht, zum Zeugen, dass ich mich von Hānī und seinem Manhadsch lossage. Denn sein Manhadsch ist ein verwerflicher Manhadsch, den er zuletzt eingeschlagen hat. (...).

Diktiert von ‘Ubaid bin ‘Abdillāh bin Suleimān al-Dschābirī al-Ḥamdānī nach dem ‘Ischā’ am Donnerstag, dem 15. Scha’bān 1438. Und Allah ist der, bei dem Hilfe gesucht wird, und auf Ihn wird vertraut.“[46]

[46] Siehe: Audioaufnahme

Und Scheich ‘Ubaid al-Dschābirī (V) sagte auch:

„Er (Hānī bin Bureik) ist in der Politik zugrunde gegangen. Deshalb hat er den Ungläubigen zu Weihnachten gratuliert, und es ist das Fest zum Jahresende. Und wer ihn beraten möchte, daran ist nichts auszusetzen. Wir bitten Allah, dass Er ihn rechtleitet.“[47]

[47] Siehe: Audioaufnahme

Dies ist der Zustand des Chāridschīs Hānī bin Bureik, weshalb unsere Großgelehrten bereits vor mehr als acht Jahren vor ihm gewarnt haben. Seine Verstöße gegen den Manhadsch der Salaf sind zu zahlreich, um sie alle aufzuzählen, während er gleichzeitig ohne jegliche Zurückhaltung mit Netanjahu online kommuniziert und ihm den Salām übermittelt.

Es wurde durch Zeugenaussagen berichtet, dass Dr. ‘Arafāt jemenitischen Besuchern, die Scheich Rabī’ (V) aufsuchen wollten, geraten hat, den Namen Hānī bin Bureik in der Gegenwart des Scheichs nicht zu erwähnen[48], da ihm bekannt war, dass Scheich Rabī’ (V) ihn als Chāridschī betrachtete und sehr erzürnte, wenn sein Name erwähnt wurde. Dies ist Chijānah (Verrat) und zeigt die angewandten Tricks, durch gezieltes Verschweigen eine vorteilhafte Position zu erlangen.

[48] Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī sagte: „In al-Madīnah sagte ‘Arafāt al-Muḥammadī zu den Maschāyich Aden: „Erwähnt Hānī bin Bureik nicht vor Scheich Rabī’, denn er wird zornig.“ Dies ist ein Verrat von ‘Arafāt, denn er weiß, dass, wenn die Wahrheit erwähnt würde und dass Hānī am Krieg beteiligt ist, der Scheich keinerlei Kampf erlauben würde.“ (Quelle: Der Artikel „Die Neigungen der Maschāyich von Aden zum STC-Übergangsrat“, Seiten 3-4)

Es ergibt auch absolut keinen Sinn, alte Aussagen der Kritik oder Warnung seitens Dr. ‘Arafāt oder der Maschāyich von Aden gegenüber Hānī in Form von WhatsApp-Nachrichten oder Screenshots anzuführen, um sich selbst zu rechtfertigen, wenn dieselben Personen Jahre später genau die STC-Gruppe unterstützt und gefördert haben, deren Vizepräsident Hānī ibn Bureik ist. Dr. ‘Arafāt und die Maschāyich von Aden mögen sich zwar von Hānī distanziert haben, doch sie haben sich nicht von der Idee des STC-Ḥizbs distanziert, welcher von Hānī geleitet wurde. Darüber hinaus ist es eine bekannte Tatsache, dass Dr. ‘Arafāt zuvor seinen eigenen rechtmäßigen Herrscher im Jemen, ‘Abd Rabbuh Manṣūr Hādī, nicht einmal anerkannt hat.[49] Dies widerspricht den Grundlagen der Salafiyyah.

[49] Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī überliefert: „Während der Amtszeit des früheren Präsidenten ‘Abdu-Rabbih Manṣūr Hādī war Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī der Ansicht, dass der Herrscher des Landes eine andere Person sei als der genannte jemenitische Präsident. Ich habe ihn in seinem Haus über diese Angelegenheit befragt und sah, wie er in dieser Sache stritt.“ (Siehe: Quelle)

Man sollte sich den Fall von al-Ḥasan ibn Ṣāliḥ ibn Ḥayy (gest. 169 n. H.) einmal genau vor Augen führen, der damals als ein Imam in Ḥadīth galt. Seine Position beschränkte sich lediglich darauf, die Auffassung zu vertreten, dass ein Aufbegehren gegen einen ungerechten Herrscher grundsätzlich erlaubt sei, ohne dass er selbst dazu aufrief oder sich daran beteiligte. Dennoch nahmen die Salaf ihm gegenüber eine äußerst strenge Haltung ein. Er wurde getadelt, gemieden und schließlich vergessen, obwohl er in seiner Zeit vielen der Imame der Salaf überlegen war. Einige von ihnen gingen sogar so weit zu sagen, es wäre besser gewesen, wenn er nicht geboren worden wäre. All dies macht deutlich, dass es sich hierbei keineswegs um belanglose oder nebensächliche Fragen handelt.

Die Handlungen des STC-Ḥizbs (Südliche Übergangsrat) standen somit im Widerspruch zu dem, was sie von der Fatwā von Scheich Rabī’ ibn Hādī[50] (V) wussten, welche bewusst verschwiegen wurde, sowie zur offiziellen Staatspolitik Saudi-Arabiens. Dieser Zustand hielt bis Dezember 2025[51] an, als Saudi-Arabien die Rebellenkräfte bombardierte und den externen Einflussnehmern befahl, die Region innerhalb von 24 Stunden zu verlassen. Dadurch wurde die separatistische Agenda des STC (Südliche Übergangsrat) zum Scheitern gebracht.

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[50] Es ist an dieser Stelle anzumerken, dass die STC (Südliche Übergangsrat) Bande und ihre Unterstützer unter den Maschāyich aus Aden alles in ihrer Macht Stehende versuchten, um von Scheich Rabī’ (V) eine für sie günstige Position zu erhalten, um ihre Kämpfe zu rechtfertigen. Dabei versuchten sie, die tatsächliche Realität zu verzerren, indem sie behaupteten, sie würden lediglich gegen Terroristen, Rāfiḍah oder Ichwānis kämpfen. Zugleich verschwieg man ihm bewusst die eigentlichen Ziele von Hānī bin Bureik und seines Lagers, insbesondere die Bestrebungen zur Spaltung des Landes. Aus diesem Grund wurden Besucher nach vorliegenden Aussagen von Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī angewiesen, den Namen Hānīs in Gegenwart des Scheichs nicht zu erwähnen. Dies wurde nach Berichten von mehreren anwesenden Personen bestätigt, darunter Ṣalāḥ Kantūsch, der dies gegenüber Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī bezeugte, ebenso wie Zakariyyah bin Schu’aib, der dies ebenfalls einräumte. Trotz all dieser Versuche, den Scheich zu beeinflussen und die Sachlage zu beschönigen, gab er ihnen jedoch nicht das, was sie begehrten, noch wich er von seiner Position ab. Vielmehr blieb er standhaft und wies die Salafis an, sich auf die Seite der saudi-geführten Koalition zu stellen. Dies erinnert an das Vorgehen mancher Quṭbis gegenüber Scheich Ibn Bāz (V), als sie ihn mit aufeinanderfolgenden Fragen bedrängten, um ihn in eine bestimmte Richtung zu lenken. Doch auch er blieb unbeirrt, standhaft auf der Wahrheit und gewährte ihnen keinerlei Zugeständnis.
[51] Personen wie Munīr as-Sa’dī und Ṣalāḥ Kantūsch sind bis Ende 2025 nachweislich dafür bekannt, auf den Minbar zur Spaltung im Jemen aufgerufen zu haben, und die Beweise liegen in ihren eigenen Stimmen vor. Die Behauptung, es habe in diesem gesamten Konflikt „verschiedene Phasen“ gegeben, ist daher nichts anderes als eine Lüge. Sie wurden lediglich entlarvt und versuchten anschließend, ihre Position zu ändern und ihre Meinung zu wenden, nachdem Saudi-Arabien die Kräfte des STC (Südliche Übergangsrat) angegriffen und über sie gesiegt hatte.

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Zusammenfassend lässt sich die Angelegenheit dieser Maschāyich aus Aden wie folgt darstellen:

  • Taktische Unterstützung des Churūdsch und seiner Anführer
  • Widerspruch zur saudi-arabischen Staatspolitik
  • Widerspruch zur Fatwā der Großgelehrten und Intrigen gegen Großgelehrte
  • Unterdrückung, Spott und öffentliche Erniedrigung eines Scheichs[52], der zur Wahrheit aufruft
  • Weigerung, Fehler anzuerkennen

[52] Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī ist in seiner Haltung ihnen gegenüber standhaft geblieben und hat sie über viele Jahre hinweg beraten. Das Einzige, was die STC-Maschāyich dem entgegengesetzt haben, ist der Vorwurf, er würde „lügen“, obwohl ihre eigenen Aussagen deutlich machen, dass sie in Wirklichkeit selbst die Unwahrheit sagen.


 

Trotz dessen, dass es sich hierbei um eine grundlegende Angelegenheit bei Ahlus-Sunnah handelt, sehen wir, dass

  • Mosa Khalaf,
  • Abdulaziz Weber (as-Suisri),
  • ‘Āmmi Semir Veliu (al-Makedoni),
  • Alben Aliu (Abdurrahman al-Albani),

und diejenigen um ihnen herum weiterhin Personen unterstützen und von ihnen übersetzen, die aktiv daran beteiligt waren, den Jemen gemeinsam mit der STC-Ḥizb zu spalten. Was haben diese Brüder eigentlich in Madīnah gelernt, dass sie selbst solche grundlegenden Prinzipien in der Praxis ablehnen, die sogar ein Salafi kennt, der das Alter der Reife noch nicht erreicht hat?

Mosa Khalaf und Abdulaziz as-Suisri zitieren Maschaykh al-Aden

Abdurrahman al-Albani und Abdulaziz as-Suisri zitieren Munir as-Sa'di

Semir al-Makedoni zitiert Salah Kandusch

Warum führt Mosa Khalaf und sein Umfeld diese fragwürdigen Personen in den deutschsprachigen Raum der Salafi-Da’wah ein? Diese Personen waren uns zuvor völlig unbekannt, und wir sind ihren Namen ausschließlich im Zusammenhang mit Fitan begegnet und nicht in irgendeinem anderen Kontext. Glaubt man etwa, dass unsere ahnungslosen Schabāb nicht wissen, wer diese Personen sind, weil sie die arabische Sprache nicht beherrschen und daher nicht nachvollziehen können, was tatsächlich geschieht?

Lassen wir jedoch nun die Angelegenheit dieser Personen, die von Mosa, der Āmmī Semir al-Makedoni, Abdulaziz as-Suisri (Weber), Abdurrahman al-Albani (Alben Aliu) und weiteren im Jemen unterstützt werden und von denen sie übersetzen, zusammenfassen. Wie bereits mehrfach erwähnt, sind wir Menschen der Beweise, und wir werden die Aussagen dieser Jemeniten anhand von Screenshots und Videos in sachlicher Weise darlegen.


Aḥmad ibn Ḥasan al-Muhammadī

Dies ist Aḥmad ibn Ḥasan al-Muhammadī, von dem Mosa Khalaf und seine Gefährten übersetzen.

Dies ist der Bruder von Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī. Er war nicht nur ein Unterstützer der STC-Ḥizb (Südliche Übergangsrat) Gruppe, sondern wurde auch als offizielles Mitglied auf deren offizieller Webseite[53] aufgeführt, ganz gleich, wie sehr sie versuchen, ihre Vergangenheit und ihre digitale Spur zu löschen und dies als Lügen zu erklären. Unten ist ein eindeutiger Beweis für seine Beteiligung zu sehen. Es ist anzumerken, dass die STC-Gruppe von Anfang an, seit ihrer Gründung, das Bestreben hatte, den Jemen zu spalten und sich gegen den rechtmäßigen Führer des Jemen zu stellen. Daher macht es keinen Unterschied, ob sein Name vor einem Jahr oder vor zehn Jahren auf der offiziellen Website der STC erwähnt wurde, denn die Prinzipien der Salafiyyah ändern sich nicht, Churūdsch bleibt Churūdsch.

[53] Quelle: Die offizielle Webseite der STC-Gruppe


Munīr ibn Sa’īd as-Sa’dī

Dies ist Munīr ibn Sa’īd as-Sa’dī, von dem Mosa Khalaf und seine Gefährten übersetzen. Diese Person hielt mehrere Chuṭbahs, in denen er die Gruppe des STC (Südliche Übergangsrat) unterstützte und dazu ermutigte. Hier ein Beispiel:

Freitagspredigt mit dem Titel: Die Gründe für Sieg und Festigung der Macht, der Sieg unserer südlichen Streitkräfte, von Scheich Munīr as-Sa’dī, Dezember 2025

Hier erklärt Munīr, dass die südlichen Streitkräfte, also das STC (Südliche Übergangsrat), zu den Schlüsseln des Guten auf der Erde und für die Diener gehören. Er lobt sie, spricht Du’ā für sie und bezeichnet ihre Erfolge als „Intiṣārāt“ (Siege). Diese Rede wurde am 24. Dezember 2025 gehalten, nur wenige Tage bevor Saudi-Arabien die Präsenz der STC (Südliche Übergangsrat) Ḥizb im Jemen vollständig zerschlug und ihr Anführer an einen unbekannten Ort floh.


‘Abbās ibn ‘Alī ibn Nāṣir al-Dschaunah

Dies ist ‘Abbās ibn ‘Alī ibn Nāṣir al-Dschaunah, von dem Mosa Khalaf und seine Gefährten übersetzen. Im Anschluss an die oben erwähnte Aussage von Munīr as-Sa’dī bezeichnete auch ‘Abbās al-Dschaunah, ebenso wie Munīr as-Sa’dī, die Erfolge der STC (Südliche Übergangsrat) Gruppe als „Intiṣārāt (Siege)“ und lobte die Aussagen von Munīr am selben Tag.

Hier ist eine weitere Chuṭbah von ‘Abbās al-Dschaunah mit dem Titel Die Freude über die Siege, in der er am 10. Dezember 2025 die Gewinne der STC-Gruppe als „Intiṣārāt“ (Siege) bezeichnet.

Ebenso ist anzumerken, dass ‘Abbās al-Dschaunah, genau wie Dr. ‘Arafāt, am 7. August 2025 den niederträchtigen Neuerer Hischām al-Bīlī gelobt hat.[54]

[54] Siehe: Audioaufnahme

Dies erinnert an die Aussage des Propheten (H):

الأرواح جنودٌ مُجنَّدةٌ، فما تعارف منها ائتلف، وما تناكر منها اختلف.

„Die Seelen sind versammelte Heere. Diejenigen unter ihnen, die einander erkennen, finden zueinander, und diejenigen, die einander fremd sind, gehen auseinander.“[55]

Und wie es in einem Sprichwort heißt:

الطيور على أشكالها تقع.

„Vögel gesellen sich zu ihresgleichen.“


[55] Überliefert von al-Buchārī 3336 und Muslim 2638


Nāṣir ibn Aḥmad az-Zaydī

Nāṣir ibn Aḥmad az-Zaydī, von dem Mosa Khalaf und seine Gefährten übersetzen, erhielt Geld von Hānī bin Bureik nachdem die Gelehrten vor ihm gewarnt hatten.

Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī sagte: Einige ihrer Älteren haben dies selbst eingeräumt, darunter der Bruder Abū Mu’ādh ‘Abdur-Ra’ūf ‘Abbād al-Ḥauschabī, der sagte: „... Nāṣir az-Zaydī hat Geld von Hānī bin Bureik angenommen…“, und er erwähnte weitere. Zwei vertrauenswürdige Brüder haben die Aussage von Abū Mu’ādh ‘Abdur-Ra’ūf bezeugt, nämlich der Bruder Marwān Laḥūs und der Bruder ‘Alī asch-Schamrūch. Jeder von ihnen hörte es in einer anderen Sitzung als der andere, und sie haben mir ihre Zeugnisse als Audioaufnahmen übermittelt.“[56]

[56] Siehe: Quelle


Ṣalāḥ Kantūsch

Ṣalāḥ Kantūsch, von dem Mosa Khalaf und seine Gefährten übersetzen, ist ebenfalls ein bekannter Unterstützer der STC (Südliche Übergangsrat) Gruppe. In dem folgenden Facebook Beitrag bestätigt er sogar den Chāridschī ‘Aidarūs az-Zubeidī, den Anführer dieser STC-Gruppe, als einen seiner legitimen großen Anführer.

Übersetzung: „Was ‘Aidarūs az-Zubeidī betrifft, so gehört er zu den großen Herrschern unter uns im Land, zusammen mit allen Mitgliedern des Präsidialrats. Ihm steht wie auch den anderen unser Gehorsam zu, so wie dies in Übereinstimmung mit der arabischen Allianz festgelegt wurde. Möge Allāh ihm Erfolg gewähren und ihn mit Gutem belohnen.“

Erstaunlich ist zudem, dass Personen wie Ṣalāḥ Kantūsch und seine Übersetzer wie Mosa Khalaf historische Ereignisse aus dem ‘Abbāsiden Kalifat und das damit verbundene Blutvergießen heranziehen, um ihre Haltung im Jemen zu rechtfertigen. Wie verdorben ist dieses Verständnis? Wo sind die Salafi-Prinzipien des Hörens und Gehorchens gegenüber dem muslimischen Herrscher geblieben?

Ṣalāḥ Kantūsch behauptet, seine Unterstützung für die Schritte des Südlichen Übergangsrates sei im Rahmen des Gehorsams gegenüber dem Führer erfolgt. In Wirklichkeit hat er jedoch den Beschluss des Auqāf-Amtes in Aden unterstützt, das sich offen auf die Seite des Übergangsrates stellte, im Widerspruch zur international anerkannten legitimen Regierung unter Präsident Raschād al-‘Alīmī und dem von Saudi-Arabien geführten Bündnis. Noch schwerwiegender ist, dass er dieses Vorgehen als mit den Grundlagen der Salafiyyah übereinstimmend darstellte, obwohl es faktisch die Unterstützung eines politischen Aufstands, parteilicher Lagerbildung und eines Austritts gegen die rechtmäßige Autorität beinhaltet. Dies widerspricht klar den Grundlagen der Ahlus-Sunnah im Bereich des Gehorsams und dem Verbot des Aufruhrs. Die Angelegenheit ist daher keine persönliche Meinungsverschiedenheit, sondern eine grundlegende methodische Abweichung, bei der politischer Aufstand fälschlicherweise als Bestandteil der Salafiyyah dargestellt wird.

Salah Kantush am 02.12.2025:

„Wir bitten Allah, unsere südlichen Streitkräfte zu bewahren, ihnen zu jedem Guten und Wohlergehen Erfolg zu gewähren und von ihnen alles Schlechte und Üble abzuwenden.”

Dies ist eine Freitagspredigt von Ṣalāḥ Kantūsch vom Dezember 2025 mit dem Titel: „Unsere südlichen Streitkräfte sind die Schlüssel zum Guten“.

Auch Ṣalāḥ Kantūsch erhielt Geld vom Chāridschī Hānī bin Bureik:

Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī berichtet: „Einige ihrer Älteren haben dies selbst eingeräumt, darunter der Bruder Abū Mu’ādh ‘Abdur-Ra’ūf ‘Abbād al-Ḥauschabī, der sagte: (…) und Ṣalāḥ Kantūsch hat Geld von Hānī b. Bureik angenommen“, und er erwähnte weitere. Zwei vertrauenswürdige Brüder haben die Aussage von Abū Mu’ādh ‘Abdur-Ra’ūf bezeugt, nämlich der Bruder Marwān Laḥūs und der Bruder ‘Alī asch-Schamrūch. Jeder von ihnen hörte es in einer anderen Sitzung als der andere, und sie haben mir ihre Zeugnisse als Audioaufnahmen übermittelt. Was den Empfang von Geldern durch Ṣalāḥ Kantūsh von Hānī betrifft, so ist dies bestätigt und bekannt; viele der Salafis in Aden wissen darüber Bescheid. Bei Allah, bei Allah, bei Allah, o Ṣalāḥ Kantūsch: Ihr habt Geld von Hānī bin Bureik genommen, nachdem die Gelehrten vor ihm gewarnt hatten. Und Allahs Fluch sei auf mir, ‘Alī al-Ḥudhaifī al-‘Adanī, der diese Worte schreibt, wenn ich lüge. Ich habe euch über mehr als sechs Jahre hinweg bedeckt, während ihr mich zu Unrecht beschuldigt habt; doch ihr respektiert nicht denjenigen, der euch bedeckt.“[57]

[57] Siehe:  Quelle

Nachdem man diese schwerwiegenden Verstöße gegen den Salafi-Manhadsch gelesen hat, stellt sich die Frage: Wie kann man solche Namen dem Salafi-Schabāb präsentieren? Was ist aus der Erziehung unserer Salafi-Schabāb durch unsere Großgelehrten geworden? Oder handelt es sich vielmehr um Ta’aṣṣub? Wird etwa jeder, der mit eurem Scheich übereinstimmt, gefördert, während jeder, der ihm widerspricht, herabgewürdigt wird?

So stellen wir dieser Gruppe von Muta’ṣṣibīn, nämlich Mosa Khalaf, Abdulaziz Weber, Āmmī Semir Veliu, Alben Aliu und anderen, die Frage: Warum unterstützt ihr diese Personen und übersetzt für sie, obwohl sie dafür bekannt sind, die STC-Gruppe im Jemen unterstützt zu haben, welche in Churūdsch gefallen sind? Wie ist eure Position ihnen gegenüber und gegenüber dem gescheiterten Churūdsch, der dort stattgefunden hat? Frage um Frage stellt sich, und man sucht nach Antworten.

Wollen sie auf diese Ausführungen etwa lediglich mit Tazkiyyāt ihres Scheichs, Dr. ‘Arafāt, antworten, um von den tatsächlichen, schwerwiegenden Verstößen und der an ihm geübten Kritik abzulenken? Sie sollen wissen, dass sie damit in etwas verfallen, das sogar noch schwerwiegender ist als al-Muwāzanah. Denn al-Muwāzanah bedeutet, dass man bei der Warnung vor einer Person, die Kritik verdient, auch deren gute Seiten bzw. Taten erwähnen muss, um sie nicht „zu Unrecht“ zu behandeln. Dies ist ein falsches Prinzip, das in der Religion zurückgewiesen wird. Hier jedoch geht es noch darüber hinaus: Sie akzeptieren die detaillierte Kritik gar nicht erst, sondern bringen stattdessen allgemeines Lob hervor, um ihren Scheich zu verteidigen, und versuchen dadurch, die berechtigte Kritik aufzuheben oder auszugleichen. Oder werden sie diese Kritikpunkte einfach beiseiteschieben und behaupten, all dies sei lediglich Politik, obwohl wir ausführlich dargelegt haben, dass es den Grundlagen der Sunnah widerspricht? Möge Allah sie rechtleiten und sie von der Krankheit des Ta’aṣṣub heilen.


  

Kapitel 3: Mosa Khalaf und Scheich ‘Alī Nāṣir Faqīhī (V)

Frage 1: Welche Probleme soll Scheich ‘Alī Nāṣir Faqīhī (V) haben, die es rechtfertigen würden, kein Wissen von ihm zu nehmen?

Frage 2: Warum hat Mosa zugelassen, dass Scheich ‘Alī Nāṣir Faqīhī (V) zur Zielscheibe seiner Gefährten wurde?

Frage 3: Ist Mosa der Ansicht, dass die Unterrichte von Scheich ‘Alī Nāṣir Faqīhī (V) für die ‘Awāmm bestimmt waren? Falls ja, wer ist ihm und seinen Gefährten in dieser Aussage vorausgegangen?

Nachdem zwei Zeugenaussagen[58] veröffentlicht wurden, trat ein enger Gefährte von Mosa, der lautstark auftretende und emotional aufgebrachte Āmmī Semir (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen), hervor und bestritt im Wesentlichen, jemals etwas Negatives über Scheich ‘Alī Nāṣir (V) gesagt zu haben. Tatsächlich war seine Audioantwort keine wirkliche Antwort, sondern eine ausweichende und lächerliche Stellungnahme, die sich größtenteils darauf konzentrierte, warum die Zeugen nicht „raḥimahullāh“ neben dem Namen des Scheichs geschrieben hätten. Dabei versuchte er, die Zuhörer zu täuschen und den Eindruck zu erwecken, als hätten die beiden Zeugen die Ehre des Scheichs verletzt.

[58] Siehe: Die Kriegserklärung gegen einen der großen Gelehrten durch einige Schweizer Studenten

In Wirklichkeit bestand jedoch die Absicht der Zeugenaussagen sowie des gesamten Schreibens darin, die Ehre von Scheich ‘Alī Nāṣir (V) und der übrigen Gelehrten gegenüber dieser Person und ihresgleichen zu verteidigen. Im Zuge dessen wurde deutlich, dass sich diese Personen wie den Āmmī Semir (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen) und seinesgleichen durch ihr Vorgehen als unehrlich erwiesen und durch ihre Aussagen als schamlose Lügner entlarvt haben.

عَنْ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ مَسْعُودٍ رضي الله عنه قَالَ: قَالَ النَّبِيُّ ﷺ:
«إِنَّ الصِّدْقَ يَهْدِي إِلَى الْبِرِّ، وَإِنَّ الْبِرَّ يَهْدِي إِلَى الْجَنَّةِ، وَإِنَّ الرَّجُلَ لَيَصْدُقُ حَتَّىٰ يُكْتَبَ عِنْدَ اللَّهِ صِدِّيقًا، وَإِنَّ الْكَذِبَ يَهْدِي إِلَى الْفُجُورِ، وَإِنَّ الْفُجُورَ يَهْدِي إِلَى النَّارِ، وَإِنَّ الرَّجُلَ لَيَكْذِبُ حَتَّىٰ يُكْتَبَ عِنْدَ اللَّهِ كَذَّابًا»

Von ‘Abdullāh ibn Mas‘ūd (I) wird berichtet, dass der Prophet (H) sagte:

„Wahrlich, die Wahrhaftigkeit führt zur Rechtschaffenheit, und die Rechtschaffenheit führt ins Paradies. Und der Mensch spricht weiterhin die Wahrheit, bis er bei Allāh als Wahrhaftiger niedergeschrieben wird. Und wahrlich, die Lüge führt zur Sündhaftigkeit, und die Sündhaftigkeit führt ins Feuer. Und der Mensch lügt weiterhin, bis er bei Allāh als Lügner niedergeschrieben wird.”[59]

[59] Überliefert bei al-Buchārī 6094 und Muslim 2607

Und der Prophet (H) sagte:

إِنَّ مِمَّا أَدْرَكَ النَّاسُ مِنْ كَلَامِ النُّبُوَّةِ الْأُولَى: إِذَا لَمْ تَسْتَحْيِ فَاصْنَعْ مَا شِئْت.

„Wahrlich, zu dem, was die Menschen von den Worten des anfänglichen Prophetentums erreicht hat, gehört: ‚Wenn du dich nicht schämst, so mach, was du willst.‘“[60]

[60] Überliefert von al-Buchārī 3484

Ein weiterer bemerkenswerter Punkt, der bereits zuvor im Zusammenhang mit Hischām al-Bīlī erwähnt wurde, ist, dass Hischām sich weigert, für Scheich Ḥasan ibn ‘Abdil-Wahhāb al-Bannā (V) Taraḥum auszusprechen. Gleichzeitig versucht der Āmmī Semir (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen), daraus ein großes Thema zu machen, dass neben dem Namen des Scheichs kein „raḥimahullāh“ geschrieben wurde, obwohl der gesamte Text voller Lob und Verteidigung für den Scheich ist, mehrfach Taraḥum enthält und das Schreiben sogar mit einem Taraḥum für den Scheich beendet wurde. Wer ist also tatsächlich auf dem Weg der Ḥaddādiyyah?

Der Āmmī Semir (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen) ignorierte auch völlig, dass das gesamte Dokument eine Verteidigung gegen die Lügen war, die sein Freund Halit gegen mehrere Großgelehrte verbreitet hatte. Wir sagen daher erneut: Der Āmmī Semir (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen) ist ein unwissender, muta’aṣṣib und täuschender Lügner. Zudem liegen uns vier voneinander unabhängige Zeugenaussagen von Personen vor, die bei dieser Zusammenkunft anwesend waren und seine Aussagen mit eigenen Ohren gehört haben. Bereits die Aussage einer vertrauenswürdigen Person wäre für uns ausreichend gewesen, wie steht es dann erst um vier? Was hat er eigentlich in der Kulliyyat al-Ḥadīth hinsichtlich der Annahme von Überlieferungen gelernt? Weiß er nicht, dass wir in dieser Angelegenheit voneinander unabhängige, mutawātir Berichte haben? Warum ist es so, dass alle, mit denen wir über dieses Thema gesprochen haben, die Aussagen dieser schweizer Fanatiker als extrem negativ gegenüber dem Scheich wahrgenommen haben?!

Hat er etwa außer Acht gelassen, dass selbst Personen aus ihrem engeren Umfeld, die später in die Fitna von Muḥammad ibn Hādī gefallen sind, genau dieses Verhalten gegenüber Scheich ‘Alī Nāṣir (V) bezeugt haben? Diese Aussagen bestätigen im Wesentlichen das, was uns bereits bekannt ist. Auch wenn die Überlieferungen der Muṣa’fiqah nicht generell anzunehmen sind und wir uns von ihnen distanzieren, liegen in diesem Fall unabhängige und übereinstimmende Berichte vor, die mit den Belegen aus vertrauenswürdigen Quellen übereinstimmen.

Was wir im ersten Schreiben nicht erwähnt haben, nun aber darlegen werden, ist Folgendes: Der Angriff und die Respektlosigkeit gegenüber Scheich ‘Alī Nāṣir (V) sind kein neues Phänomen, sondern ein altes, und Mosa sowie der Āmmī Semir (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen) können dies als Beteiligte an diesen Angriffen ebenso wie ihre Gefährten selbst bezeugen.

Diejenigen, die sich in Madīnah aufgehalten haben, und selbst in Makkah, wissen, dass es unter diesen Schweizern ein wiederkehrendes Muster war, neue Studenten und sogar fortgeschrittene Studenten aktiv davon abzuhalten, bei Scheich ‘Alī (V) zu sitzen. Hier stellt sich die Frage: Warum sollte man überhaupt neue Studenten davon abhalten, wenn man ja die Durūs von Scheich ‘Alī (V) angeblich für Anfänger und ‘Awāmm einstuft? Wären genau diese Durūs nach ihrer Denkweise nicht besonders geeignet für Anfänger, die gerade erst im Arabisch-Institut beginnen? Wieso wagen sie es auch überhaupt zu behaupten, seine Unterrichte wären für Anfänger und ‘Awāmm? Und wer sind sie überhaupt, dass sie den Studenten vorschreiben, wann und bei welchem ‘Ālim sie sitzen sollen? Sie sind keine Aufseher über die Salafis, bei denen man sich über eine Anwesenheitsliste anmelden muss. Vielmehr müsste man sagen, dass sie eher diejenigen sind, die verpflichtet wären, die Durūs von Scheich ‘Alī (V) ohne Unterlass zu besuchen. Denn sie haben seine Durūs selbst als für die ‘Awāmm bezeichnet, und angesichts ihrer unbeständigen Antworten ist nun für jeden deutlich geworden, und für viele war dies bereits seit Jahren offensichtlich, dass sie selbst zu den ‘Awāmm gehören, die es nötig gehabt hätten, über einen langen Zeitraum, wenn nicht während ihrer gesamten Studienzeit in Madīnah, bei dem Scheich zu sitzen.

Dies zeigt eindeutig, dass ihre Angriffe niemals auf seine Unterrichtsweise abzielten, sondern vielmehr gegen den Scheich selbst gerichtet waren. Hätte der Āmmī Semir (möge Allāh ihn vom Ta’aṣṣub heilen), der von vielen Maschāyich als Dschāhil[61] bezeichnet wird, tatsächlich in den Unterrichten gesessen und davon profitiert, wäre er womöglich nicht in diesem Zustand gelandet.

[61] Scheich ‘Alī al-Ḥudhaifī: „Semir al-Makedoni ist ein Dschahil (Unwissender), wendet euch von ihm ab und beachtet ihn nicht. Es gibt Männer, die bei den Gelehrten Wissen gesucht haben, und dennoch sind sie nicht vor ihren Unwissenheiten bewahrt geblieben, so lasst sie und beachtet sie nicht. Schaut, wie er die Absichten angreift, indem er sagt: „Die ihr euch selbst gerne als besonders eifrig im Streben nach Wissen und als regelmäßige Besucher bei den Gelehrten darstellt” Daher rate ich euch: Verschwendet eure Zeit nicht mit ihm.” Datum: 29.03.2026

Man könnte fragen: Warum wurden diese Zeugenaussagen erst jetzt veröffentlicht und nicht bereits damals, als diese Aussagen über Scheich ‘Alī (V) getätigt wurden?

Die Antwort: Allāh ist mein Zeuge, dass ich, als mich diese Berichte zum ersten Mal im Jahr 2019 erreichten, unverzüglich Mosa Khalaf kontaktierte, und er wird dies bestätigen, wenn er wahrhaftig ist, und ihn eindringlich darauf hinwies, dass das Verhalten seiner Gefährten unakzeptabel ist und dass sie aufhören sollen, Brüder davon abzuhalten, die Unterrichte von Scheich ‘Alī (V) zu besuchen. Indem ich den ältesten unter ihnen (Mosa) kontaktierte, erwartete ich von ihm eine positive Reaktion, geprägt von Einsicht und dem Bestreben, diese unkontrollierbaren Personen in Madīnah zu disziplinieren. Zu meinem Erstaunen antwortete er jedoch: „Aber er hat doch Probleme, er hat doch merkwürdige Aussagen.“ Bis heute wurden mir diese angeblichen Probleme oder Aussagen niemals als Beweis vorgelegt, um zu rechtfertigen, weshalb man sich von ihm fernhalten sollte.

Heute, nach dem Tod von Scheich ‘Alī (V), schmücken diese Leute sich mit ihm.

Dies erinnert an ein bekanntes arabisches Gleichnis:

يقتل القتيل ويمشي في جنازته

„Er tötet und geht dann zu seiner Beerdigung.“

Wir bitten Allāh, die Muslime vom diesen widerwärtigen Ta‘aṣṣub gegenüber Persönlichkeiten zu befreien, und wir verlangen nichts anderes als eine sachliche Antwort auf dieses Schreiben (begrüßen dieses sogar) und nicht lautes Geschrei und emotionale tägliche Ausbrüche.

Die Aufklärungsarbeit wird fortgesetzt, damit die Salafi-Schabāb im deutschsprachigen Raum die Wahrheit erkennen können, wie Scheich Rabī’ (V) sagte:

Die Wahrheit wird nicht durch Männer erkannt.

Bedeutung: Einen Mann zu deinem einzigen Bezugspunkt zu machen und ihn als Maßstab und Kriterium für die Wahrheit zu nehmen. Was auch immer er sagt, wird als Wahrheit angesehen, und was er nicht sagt, wird als Falschheit angesehen. Was er zurückweist, wird als Falschheit betrachtet, selbst wenn es in Wirklichkeit die Wahrheit ist. Ebenso wird das, was er annimmt, als Wahrheit betrachtet, selbst wenn es falsch ist.

الحق لا يُعرف بالرجال ولكن الرجال يُعرفون بالحق.

Daher wird die Wahrheit nicht durch Männer erkannt, sondern vielmehr werden Männer durch die Wahrheit erkannt.“[62]

[62] Siehe: al-Madschmū ar-Rā’iq S. 250

والله أعلم، وصلى الله وسلم وبارك على نبينا محمد وعلى آله وصحبه أجمعين

Khidr ibn Malik

Makkah al-Mukarramah, am 29.10.1447 (17.04.2026)