Zu den grundlegenden Uṣūl von Ahlus-Sunnah wal-Dschamā’ah, die in den Büchern der Salaf immer wieder erwähnt werden, gehört, dass wir die Ṣaḥābah lieben und uns nicht mit den Angelegenheiten beschäftigen, die zwischen ihnen vorgefallen sind.

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Dies sind grundlegende Prinzipien, die jedem Salafi bekannt sein sollten, geschweige denn einem sogenannten Studenten des Wissens. Wie kann es also sein, dass ein sogenannter Rimon Meier (der online als „Ishaq Abu Umar“ auftritt) die Falschheiten von Ṣalāḥ Kantūsch ins Deutsche übersetzt, der zusammen mit seiner STC-Gruppe in den Churūdsch gefallen ist und darin versucht, seinen eigenen Churūdsch gegen den Herrscher mit dem zu rechtfertigen, was zwischen den Ṣaḥābah vorgefallen ist?

Wisse: Die Ṣaḥābah sind für uns eine rote Linie!

Dies ist jedoch keineswegs verwunderlich bei Personen mit einer derart fragwürdigen Vergangenheit, die durch extremen Ta’aṣṣub verblendet wurden. Die Angelegenheit dreht sich längst nicht mehr darum, den Qur’ān, die Sunnah und die Ṣaḥābah zu verteidigen, vielmehr geht es mittlerweile nur darum, ihren fehlgeleiteten Scheich um jeden Preis zu verteidigen, selbst wenn dafür die Geschehnisse zwischen den Ṣaḥābah missbraucht werden müssen, um ihre Falschheiten zu rechtfertigen.

Vielmehr pflegten bereits die Leute der Neuerungen früherer Zeiten die angeblichen „Meinungsverschiedenheiten“ der Ṣaḥābah heranzuziehen, um ihre Irreleitung zu rechtfertigen. So behaupteten manche Leute der Neuerungen, die Ṣaḥābah hätten sich in der ‘Aqīdah unterschieden, weshalb auch wir uns in der ‘Aqīdah unterscheiden dürften. Andere wiederum von den Chawāridsch benutzten bestimmte Ereignisse zur Zeit der Salaf, basierend auf ihren falschen Auslegungen, um die Tötung muslimischer Herrscher und den Aufstand gegen sie zu rechtfertigen.

Rimon und seinesgleichen haben gravierende Schwächen im grundlegenden Lesen und Textverständnis, so sehr, dass er einfach alles übersetzt, worüber er stolpert, nur damit behauptet werden kann, es sei eine Antwort geliefert worden, egal wie schwachsinnig sie auch ist. Dabei scheint es ihnen gar nicht wirklich wichtig zu sein, was der Inhalt dieser Antwort überhaupt ist. Entscheidend ist lediglich, irgendetwas zu übersetzen, damit das Allgemeinvolk getäuscht werden kann, da diese Personen darauf setzen, dass die meisten Menschen ihren Unsinn ohnehin nicht lesen oder überprüfen werden und genau das zeigt das Niveau an Wissen und Verständnis, mit dem wir es hier zu tun haben.

Ṣalāḥ Kantūsch schreibt (übersetzt von Rimon Meier):

Scheich Fauwāz al-Madchalī (حفظه الله) antwortete auf Kantūsch’s Versuch, die Geschehnisse zur Zeit der Ṣaḥābah zur Rechtfertigung seiner eigenen politischen Position des Churūdsch heranzuziehen, mit folgendem:

Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten, und der Lob und Heil seien auf unserem Propheten Muḥammad, sowie auf seiner Familie und all seinen Gefährten.

Was nun folgt:

Zu den gewaltigsten Türen, durch die die Leute der Gelüste in Zeiten der Fitan eintreten, gehört die Tür, die Meinungsverschiedenheiten der Ṣaḥābah (M) auf heutige politische Ereignisse und den Churūdsch gegen die Herrscher zu übertragen und jene gewaltigen Fitan, die zwischen ihnen stattfanden, als Vorwand zu benutzen, um ḥizbiyyah-Positionen oder separatistische Projekte zu rechtfertigen, wie es Ṣalāḥ Kantūsch getan hat.

Dies ist ein verwerflicher Weg. Er beinhaltet Fehler im Verständnis des Fiqhs, einen falschen Qiyās und einen Übergriff (bzw. Angriff) auf den Rang der Ṣaḥābah (M).

Erstens: Der Rang der Ṣaḥābah ist zu erhaben, als dass man ihn zum Vorwand für parteiliche Konflikte missbraucht.

Die Meinungsverschiedenheit, die zwischen ‘Alī ibn Abī Ṭālib und Mu’āwiyah ibn Abī Sufyān (L) stattfand, war eine Meinungsverschiedenheit zwischen den besten Generationen dieser Ummah. Der Prophet (H) bezeugte ihnen die Vorzüglichkeit, der Qur’ān lobte sie, und Allah war mit ihnen zufrieden und sie waren mit Ihm zufrieden.

Und sie alle:

  1. waren die Träger der Scharī’ah.
  2. waren die Übermittler der Religion.
  3. waren die gerechtesten Menschen nach den Propheten.

Und ihre Meinungsverschiedenheit beruhte auf Idschtihād und Ta’wīl, nicht auf dem Streben nach dem Diesseits oder auf Fanatismus, welches auf Dschāhiliyyah basiert.

Es gehört daher zu den gewaltigsten Formen der Ungerechtigkeit, ihre Meinungsverschiedenheit als Beweis dafür zu benutzen, um heutigen Aufruhr, regionale Separationsprojekte oder die Anfechtung bestehender Autorität in heutigen Ländern zu rechtfertigen. Vielmehr ist dies ein unrechtmäßiger Gebrauch ihres Namens zur Rechtfertigung solcher Angelegenheiten.

Gewiss, Ahlus-Sunnah erwähnen das, was zwischen ihnen geschah, nur indem sie Allāhs Wohlgefallen über sie erbitten. Sie glauben, dass sie entweder ein richtig urteilender Mudschtahid mit zweifacher Belohnung oder ein irrender Mudschtahid mit einer einzigen Belohnung waren. Und sie halten ihre Zungen zurück bezüglich dessen, was zwischen ihnen geschah. Dass jedoch diese Meinungsverschiedenheit herangezogen wird, um heutige ḥizbiyyah-Parteinahme zu rechtfertigen, ist der Weg der Leute der Gelüste und nicht der Weg von Ahlus-Sunnah.

Und habt ihr jemals einen Salafi-Gelehrten gesehen, der den Churūdsch gegen die Herrscher durch den Hinweis auf die Meinungsverschiedenheiten der Ṣaḥābah (M) rechtfertigt? Und wer ist überhaupt Ṣalāḥ Kantūsch in dieser Angelegenheit vorausgegangen?

Zweitens: Ein falscher Qiyās zwischen dem Idschtihād der Ṣaḥābah und gegenwärtigem politischen Aufruhr.

Die Meinungsverschiedenheit zwischen ‘Alī und Mu’āwiyah (L) war weder ein geografisches Separationsprojekt noch die Ausrufung eines Staates innerhalb eines Staates, noch ein ḥizbiyyah-Konflikt um nationale Grenzen, noch eine Bewegung unter dem Schirm komplexer regionaler Interessen, hinter denen die Zionisten im Hintergrund stehen.

Vielmehr handelte es sich um einen Idschtihād bezüglich des Zeitpunkts der Vergeltung für die Mörder von ‘Uthmān (I), in einer unruhigen Lage, wobei die Grundlage der Einheit auf dem Islam bestehen blieb und jede Seite die andere ehrte.

Wie kann dies also mit einer heutigen Realität verglichen werden, in der separatistische Parolen erhoben werden, dem Staat seine Souveränität und Einheit streitig gemacht wird und Blut unter regionalen Bannern vergossen wird?!

Und erfolgte der Churūdsch des Übergangsrats (STC) etwa unter einem islamischen Banner oder unter einem ḥizbiyyah-Banner?

Wer dies jenem gleichsetzt, hat zwei Fehler vereint:

  1. einen Fehler im Verständnis der Geschichte.
  2. und einen Fehler in der Anwendung der Urteile auf die Realität.

Drittens: Die Verteidigung der Ṣaḥābah erfordert, sie von ḥizbiyyah Qiyāsāt fernzuhalten.

Die wahrhaftige Liebe zu den Ṣaḥābah geschieht nicht durch Parolen, sondern durch:

  1. die Bewahrung ihres Ranges.
  2. das Unterlassen, ihre Meinungsverschiedenheiten bei jedem Konflikt hervorzuholen.
  3. und dadurch, sie nicht als Leiter zur Rechtfertigung ḥizbiyyah-Positionen zu benutzen.

Wer ständig jeden Konflikt mit der Meinungsverschiedenheit zwischen ‘Alī und Mu’āwiyah vergleicht, öffnet – ohne es zu bemerken – die Tür zum Angriff auf die ‘Adālah der Ṣaḥābah. Denn manche Zuhörer werden die heutige Realität mit ihren Fehlern und Überschreitungen auf jene edlen Menschen übertragen und sie auf dieselbe Waage stellen. Und dies gehört zu den gewaltigsten Formen der Falschheit.

Die Ṣaḥābah besitzen einen hohen Rang, ihre Ereignisse besitzen ihren eigenen Kontext und ihre Fitnah war eine Fitnah des Ta’wīls, nicht eine Fitnah ḥizbiyyah-Gelüste oder Projekte der Zersplitterung.

Viertens: Die Falschheit des Vergleichs der heutigen Realität mit dem Konflikt zwischen den Banū Umayyah und den Banū ‘Abbās.

Ebenso ist der Vergleich eines heutigen politischen Konflikts mit dem, was zwischen dem Umayyadenstaat, den Mu’āwiyah ibn Abī Sufyān gründete, und den Banū ‘Abbās geschah, ein (falscher) Vergleich aufgrund der gewaltigen Unterschiede.

Jener Konflikt drehte sich um das allgemeine Kalifat der islamischen Ummah innerhalb eines einzigen Staatsgebildes. Es handelte sich weder um ein Projekt zur Aufteilung eines Landes in regionale Kleinstaaten noch um die Abspaltung einer Region von einer anderen. Vielmehr war es lediglich der Übergang zentraler Herrschaft von einer Familie zu einer anderen.

Die heutige Realität hingegen befindet sich innerhalb souveräner Länder mit festgesetzten Grenzen. Und jedes Separationsprojekt innerhalb dieser Länder führt zu gewaltigen Schäden wie der Spaltung der Reihen, der Schwächung des Landes und der Stärkung der Feinde.

Wie kann dies also jenem gleichgesetzt werden?!

Fünftens: Der Manhadsch von Ahlus-Sunnah in heutigen Fitan.

Ahlus-Sunnah wal-Dschamā’ah legen feste Grundlagen fest:

  1. das Festhalten an der Gemeinschaft.
  2. das Verbot des Churūdsch mit dem Schwert.
  3. das Verbot, die Einheit des Gehorsams zu spalten.
  4. die Pflicht, Fitnah soweit möglich abzuwehren.
  5. und die Bewahrung der Einheit der Muslime über politische Begierden zu stellen.

Wenn also eine bestehende Legitimität und ein anerkannter Staat vorhanden sind und anschließend eine Gruppe hervortritt, die ihr die Kontrolle streitig macht und separatistische Rhetorik erhebt, dann wird deren Unterstützung nicht durch den Qiyās auf die Meinungsverschiedenheiten der Ṣaḥābah oder auf die Veränderungen der Staaten in den ersten Jahrhunderten gerechtfertigt. Vielmehr gehört dies zur Sinnlosigkeit und zeugt von vollkommenem Unwissen über das Wissen und den Manhadsch seiner Leute.

Sechstens: Warum habt ihr euch nicht an die Fatwā unseres Scheichs, des Imāms Rabī’ al-Madchalī (V), gehalten bezüglich des Festhaltens an der arabischen Koalition und dem Königreich Saudi Arabien?

Die Angelegenheit im Jemen wurde bereits durch den Imām von Ahlus-Sunnah in unserer Zeit entschieden, unseren Scheich, den Imām Rabī’ al-Madchalī (V). Er empfahl das Festhalten an der arabischen Koalition und dem Königreich Saudi Arabien, da sie gemeinsam mit dem jemenitischen Staat die Verantwortung für die jemenitische Angelegenheit tragen.

Passt also das, was von den Aufrufern aus Aden an Loyalität gegenüber einer separatistischen Partei und ihren Agenden ausgegangen ist, hinter denen regionale Bündnisse stehen, die sich an die Seite der Zionisten stellen, zur Fatwā unseres Scheichs und Imāms?

Und wer ist Ṣalāḥ Kantūsch überhaupt, dass er die Lage im Süden des Jemens mit dem vergleicht, was zwischen den Ṣaḥābah (M) geschah?

Und wer sind überhaupt diese jungen unbekannten Aufrufer aus Aden, dass sie sich in die Fitan stürzen und dabei den Anweisungen unserer großen Gelehrten und unserer Herrscher im Jemen und in Saudi Arabien widersprechen?

Gewiss, die Verteidigung der Ṣaḥābah erfordert, dass wir sie davor bewahren, Material für ḥizbiyyah-Debatten oder Werkzeuge in heutigen politischen Konflikten zu machen.

Und wer Alī, Mu’āwiyah und die übrigen Ṣaḥābah (M) wahrhaftig liebt, der soll Allāhs Wohlgefallen über sie erbitten, sich davor hüten, in ihre Fitnah einzutreten, sich vor falschen Qiyāsāt in Acht nehmen und wissen, dass jene Fitan auf Idschtihād und Ta’wīl in den besten Generationen beruhten, nicht auf dem Streben nach dem Diesseits oder auf einem Fanatismus wie jenem, dessen Banner der Übergangsrat (STC) und seine kleinen unbekannten Scheichs erhoben haben, die ihre Religion für einen geringen Anteil des Diesseits verkauft haben.

Wir bitten Allah, dass Er uns die Liebe zu den Ṣaḥābah gewährt, rechtschaffene Herzen ihnen gegenüber und Einsicht in Zeiten der Fitan, und dass Er die Muslime auf der Wahrheit vereint und sie vor den Wegen der Spaltung und des gegenseitigen Kämpfens bewahrt.

Fauwāz ibn ‘Alī al-Madchalī 
Freitag, 25. Scha’bān 1447 (13. Februar 2026)

(Quelle)

Scheich ‘Alī ibn Ḥusain asch-Scharafī al-Ḥudhaifī (حفظه الله) antwortete ebenfalls auf Kantūsch’s Versuch, die Geschehnisse zur Zeit der Ṣaḥābah zur Rechtfertigung seiner eigenen politischen Position des Churūdsch heranzuziehen, mit folgendem:

Der Zweifel von Kantūsch in der Beweisführung mit den Ereignissen zwischen den Ṣaḥābah

Was jedoch die Beweisführung mit dem betrifft, was zwischen den Ṣaḥābah geschah, um das zu rechtfertigen, was von ihnen geschehen ist, so war ich darüber äußerst erstaunt. Ich konnte kaum glauben, was ich gelesen habe. Vielmehr wäre es verpflichtend gewesen für diejenigen, die um ihn herum sind, ihm Naṣīḥah zu geben. Denn diese Beweisführung weist in mehrfacher Hinsicht erhebliche Mängel auf:

Der erste Aspekt:
Der Unterschied zwischen beiden Angelegenheiten. Denn es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Idschtihād der Ṣaḥābah und dem Widerspruch von Kantūsch und seinen Leuten gegenüber den Herrschern. Bezüglich dieser Angelegenheit verweise ich auf das, was Scheich Fauwāz al-Madchalī darüber geschrieben hat. Möge Allāh ihn reichlich belohnen.

Besonders gefiel mir die Anmerkung einiger vernünftiger Kurden, als sie sinngemäß sagten:

„Die Handlungen der Maschāyich von Aden, die durch die Verbindung zu Hānī bin Bureik und durch verdächtiges Geld befleckt wurden, mit dem Idschtihād der Ṣaḥābah gleichzusetzen, stellt eine indirekte Herabsetzung des Ranges der Ṣaḥābah dar und ist eine Dreistigkeit, die nicht von einem Salafi ausgeht, der ihnen die gebührende Ehrwürdigung entgegenbringt. Vielmehr ist dies nur der letzte Strohhalm, an den sich Kantūsch klammert. Nachdem seine Beweise erschöpft waren und seine Torheit für jeden sichtbar geworden ist, begann er nun damit, mit den Meinungsverschiedenheiten der Ṣaḥābah (M) zu handeln, um ihre politischen und manhadsch-bezogenen Widersprüche zu verdecken.“

Der zweite Aspekt:
Das, was zwischen den Ṣaḥābah geschah, wird verschwiegen und nicht weitererzählt. Die Ṣaḥābah waren in dem, was zwischen ihnen geschah, Mudschtahidūn. Sie befinden sich entweder zwischen zwei Belohnungen oder einer Belohnung, und ihr Fehler ist vergeben. Doch das Weitererzählen dessen, was zwischen ihnen geschah, kann die Herzen gegen sie aufbringen.

Der dritte Aspekt:
Die Aussagen von Kantūsch beinhalteten mehrere historisch unzutreffende Dinge.

(Quelle: Tafnīd Schubuhāt Kantūsch – al-Ḥalaqah al-Ūlā, Seite 1)


Die Aussagen der Salaf darüber, sich bezüglich dessen zurückzuhalten, was zwischen den Ṣaḥābah vorgefallen ist, sind zahlreich.

‘Umar ibn ‘Abdil-‘Azīz wurde über ‘Alī, ‘Uthmān (L), die Kamelschlacht, Ṣiffīn und über das gefragt, was zwischen ihnen vorgefallen ist. Daraufhin sagte er:

„Das sind Blutvergießen, vor denen Allāh meine Hände bewahrt hat, und ich verabscheue es, mich mit meiner Zunge darin zu vertiefen.“ (Quelle: at-Ṭabaqāt al-Kubrā Band 5, Seite 394)

Ein Mann fragte Imām Aḥmad ibn Ḥanbal über das, was zwischen ‘Alī und Mu’āwiyah (L), geschah. Da wandte er sich von ihm ab. Daraufhin wurde zu ihm gesagt: „O Abā ‘Abdillāh, er ist ein Mann von Banū Hāschim.“ Da wandte er sich ihm zu und sagte:

﴿تِلْكَ أُمَّةٌ قَدْ خَلَتْ لَهَا مَا كَسَبَتْ وَلَكُمْ مَا كَسَبْتُمْ وَلَا تُسْأَلُونَ عَمَّا كَانُوا يَعْمَلُونَ﴾

„Das ist eine Gemeinschaft, die bereits vergangen ist. Ihr steht zu, was sie erworben hat, und euch steht zu, was ihr erworben habt. Und ihr werdet nicht über das befragt, was sie zu tun pflegten.“ Sūrah al-Baqarah 2:134
(Quelle Manāqib al-Imām Aḥmad von Ibn al-Dschauzī, Seite 126)

Und Imām Aḥmad ibn Ḥanbal sagte ebenfalls, nachdem er gefragt wurde: „Was sagst du über das, was zwischen ‘Alī und Mu’āwiyah geschah?“ Er sagte:

„Ich sage über sie nichts außer Gutes.“ (Quelle: Manāqib al-Imām Aḥmad von Ibn al-Dschauzī, Seite 164)

Und al-Qurṭubī sagte:

„Es ist nicht erlaubt, irgendeinem der Ṣaḥābah einen eindeutig feststehenden Fehler zuzuschreiben. Denn sie alle handelten nach ihrem Idschtihād in dem, was sie taten, und erstrebten damit das Wohlgefallen Allāhs D. Sie alle sind für uns Vorbilder. Uns wurde auferlegt, uns bezüglich dessen zurückzuhalten, was zwischen ihnen vorfiel, und sie nur auf die beste Weise zu erwähnen, aufgrund der Ehrwürdigkeit ihrer Gefährtenschaft, wegen des Verbots des Propheten H sie zu beschimpfen, und weil Allāh ihnen vergeben und Seine Zufriedenheit über sie kundgetan hat.“ (Quelle: Tafsīr al-Qurṭubī Band 16, Seite 321)

So stellt sich die Frage bezüglich diesen Ruwaibiḍah Rimon und seinesgleichen:

  • Wo ist ihre Ghayrah (Eifersucht) gegenüber den Ṣaḥābah (M)?
  • Es überrascht daher auch nicht, dass selbst ihr Scheich Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī unbedachte und unangebrachte Aussagen bezüglich der Ṣaḥābah tätigte. So erwähnte er in einer seiner Sīrah-Unterrichte im Zusammenhang mit Ḥunain, dass die Ṣaḥābah in Makkah damals noch keinen gefestigten Īmān in ihren Herzen gehabt hätten, und diese den Islām lediglich widerwillig angenommen hätten. Obwohl er diese Aussage später zurückzog und versprach, die Audioaufnahme zu löschen, ist sie bis heute weiterhin vorhanden, und die problematische Aussage nach wie vor öffentlich zugänglich. Da die Audioaufnahme bis heute weiterhin verfügbar ist, ist es nur richtig, erneut auf die Falschheit dieser Aussage hinzuweisen, damit andere nicht durch diese verwerfliche Rede über die Ṣaḥābah irregeführt werden.
  • Wo ist ihre Ghayrah gegenüber den Gelehrten, die nach ihnen kamen, wie Imām al-Albānī und Scheich Ḥasan ‘Abdul-Wahhāb al-Bannā (T)? Wenn Rimon bereits Aussagen zulässt und übersetzt, in denen die Ṣaḥābah für politische Agenden missbraucht werden, dann überrascht es nicht, dass er auch Angriffe auf Großgelehrte, die einen geringeren Rang als die Ṣaḥābah haben, wie Imām al-Albānī, durch Personen wie al-Bīlī duldet und geringschätzt.
  • Wie kann es sein, dass Leute der Neuerungen wie Hischām al-Bīlī verteidigt werden, obwohl er Imame der Ahlus-Sunnah angegriffen hat?
  • Weshalb wird bis heute für Personen übersetzt, die direkt an der Spaltung Jemens und am Churūdsch gegen den legitimen Herrscher des Jemen beteiligt waren?

Möge Allāh uns vor dem bewahren, womit diese fanatischen Muta’aṣṣibūn geprüft wurden, uns auf der Wahrheit und der Sunnah standhaft machen. Möge Er (F) sie zur Wahrheit rechtleiten, ihre Herzen für die Annahme der Wahrheit öffnen und die Muslime vor den Fitan bewahren, ob offen oder verborgen.