Es gehört zu den bekannten Grundlagen des Salafi-Manhadsch, entnommen aus der authentischen Sunnah des Propheten (H), wie man als Muslim mit den muslimischen Herrschern umgeht. Der Prophet (H) sagte:
«مَنْ أَرَادَ أَنْ يَنْصَحَ لِذِي سُلْطَانٍ فَلَا يُبْدِ لَهُ عَلَانِيَةً، وَلَكِنْ يَأْخُذُ بِيَدِهِ فَيَخْلُو بِهِ، فَإِنْ قَبِلَ مِنْهُ فَذَاكَ، وَإِلَّا كَانَ قَدْ أَدَّى الَّذِي عَلَيْهِ.»
„Wer einem Herrscher einen Rat geben möchte, der soll ihn nicht öffentlich kundtun, sondern ihn bei der Hand nehmen und sich mit ihm zurückziehen. Wenn er ihn annimmt, dann ist damit der Zweck erfüllt, und wenn nicht, so hat er seine Pflicht erfüllt.“ (Authentisch überliefert von Imām Aḥmad im al-Musnad, Nr. 15359, und in as-Sunnah, Nr. 1097, mit der Überprüfung von al-Albānī.)
Dies wurde bereits detalliert in diesem Artikel erklärt: Wie man einem muslimischen Herrscher Ratschlag erteilt
Das Verbot, öffentlich gegen die muslimischen Herrscher zu sprechen, beschränkt sich jedoch nicht nur auf das eigene Land, in dem man lebt, sondern umfasst ebenso die Herrscher anderer muslimischer Länder.
Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (حفظه الله) wurde gefragt:
Geehrter Scheich, möge Allah euch Erfolg gewähren. Dieser Fragesteller sagt: Darf ein muslimischer Aufrufer in einem bestimmten Land über den muslimischen Herrscher eines anderen Landes sprechen?
Er antworte:
Nein! Vielmehr verbreitet er die ‘Aqīdah der Ahlus-Sunnah wal-Dschamāʼah bezüglich der Herrscher und bezüglich anderer Menschen sowohl in den Ländern der Ungläubigen als auch in den Ländern der Muslime. Dies ist die Pflicht des Studenten des Wissens und die Pflicht des Muslims.
Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (حفظه الله) wurde auch gefragt:
Was ist Ihr Ratschlag an diejenigen aus diesem Land, die über manche Länder und Regierungen urteilen, obwohl sie zu denjenigen gehören, die die Herrscher dieses Landes lieben?
Er antworte:
Was das Reden über manche Länder und die Politik der Länder betrifft, so ist der Mensch mit solchen Angelegenheiten nicht beauftragt. Vielmehr soll er Allah für die Muslime um Besserung bitten, darum, dass Er ihre Angelegenheiten in Ordnung bringt und sie vor dem Übel der Fitan und vor dem Übel der Feinde schützt.
Was jedoch das Sich Einmischen, das Erwähnen der Fehler der Länder und der Fehler der Herrscher betrifft, so entsteht daraus kein Nutzen. Vielmehr führt dies zu Schaden und zu einer Vermehrung des Übels.
Scheich ‘Ubaid al-Dschābirī (V) wurde gefragt:
Der Fragesteller sagt: Manche Jugendliche sprechen über die Herrscher, die nicht ihre eigenen Herrscher sind also über Herrscher anderer Länder. Wenn man ihnen einen Rat gibt, sagen sie: „Diese sind keine Herrscher über uns.“ Wie antworten wir ihnen?
Er antwortete:
Ich habe dies vor einigen Monaten gehört und es wurde einem Bruder von uns aus Nadschd zugeschrieben. In Wahrheit habe ich die Angelegenheit jedoch nicht weiter überprüft. Ob dies nun authentisch von ihm überliefert wurde oder nicht, so ist dies in dieser Zeit ein Fehler. Denn es gibt kein Land, in dem es nicht unwissenden Pöbel gibt, den der Fanatismus mitreißt.
Deshalb halte ich dies nicht für erlaubt, aufgrund der Übel und Schäden, die daraus entstehen. Denn wenn wir beispielsweise einen Herrscher außerhalb unseres Landes beschimpfen oder herabwürdigen, dann wird sich ein törichter, rücksichtsloser, fehlgeleiteter und unbesonnener Mensch nicht davor scheuen, unsere Herrscher zu beschimpfen und gegen sie aufzuhetzen. Möglicherweise schließt er sich sogar den Chawāridsch in ihren Plänen an.
Das Abwehren von Schäden ist eine islamische Grundlage. Und wir haben ausführlich über diese Angelegenheit in mehreren Sitzungen gesprochen, darunter in Taisīr al-Ilāh bi Scharḥ Adillati Schurūṭ Lā ilāha illā Allāh und anderen Werken.
Fallstudie: Abdulaziz Weber und sein Scheich Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī
Im Folgenden möchten wir ein wiederkehrendes Muster bei jenen hervorheben, die einen blinden Ta’aṣṣub gegenüber Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī zeigen: Sie werfen anderen Fehlverhalten vor, während sie die schwerwiegenden, ja teils sogar noch schlimmeren klaren Abweichungen ihres eigenen Scheichs bewusst unter den Teppich kehren und sich weigern, irgendeinen Fehler seinerseits überhaupt anzuerkennen, wie es im arabischen Sprichwort heißt:
رَمَتْنِي بِدَائِهَا وَانْسَلَّتْ
„Sie warf mir ihr eigenes Übel vor und zog sich dann davon.“
Und genau dies ist ein Beispiel für diesen blinden Ta’aṣṣub: dass man den Qur’ān, die Sunnah und die darin enthaltenen klaren Beweise beiseiteschiebt, sich weigert, die eigenen Fehler sowie die Fehler des eigenen Scheichs anzuerkennen, und stattdessen starr an den falschen Ansichten und Aussagen der Khalaf (der späteren Generationen) festhält, obwohl diese dem Qur’ān und der Sunnah widersprechen.
Abdulaziz Weber schreibt am 09.12.2025:

Hierbei sollte erwähnt werden, dass bereits dargelegt wurde, dass sein Scheich ‘Arafāt ein Lügner ist und dass er und seine verblendeten Anhänger aus der Schweiz dem Weg der Haddādiyyah folgen.
Er schreibt:
Es ist sogar so, dass die Anführer dieser Verleumdungs-Kampagne sich in politische Themen anderer Länder einmischen und deren Herrscher öffentlich denunzieren.
Bemerkenswert ist es, dass dies ausgerechnet von Abdulaziz Weber kommt, wo doch seine eigenen Maschāyich, denen er blind folgt und von denen er übersetzt, genau in das fallen, was er selbst anderen vorwirft.
Wir erinnern ihn an die Worte von Scheich ‘Ubaid al-Dschābirī (V). Er sagte in seiner Erklärung des Buches „al-Lu’lu’ wal-Mardschān“ im Kapitel „Kitāb al-Masādschid“:
„Dies führt uns zu einer weiteren Angelegenheit, mit der viele von denen geprüft wurden, die sich dem Streben nach Wissen zuschreiben. Und zwar, dass jemand einen Scheich liebt und der Ansicht ist, dass dieser ihm von seiner Gunst zuteilwerden ließ, was er zuteilwerden ließ, und ihm von dem Wissen schenkte, das Allāh ihm gelehrt hat, was er schenkte. Aufgrund dessen akzeptiert er keine Widerlegung seiner Aussagen, selbst wenn der Beweis gegen ihn eindeutig und klar ist, klarer als die Sonne am helllichten Tag.
So sagen wir zunächst: Dass du diesen Scheich liebst, ihn ehrst, respektierst und in guter Weise erwähnst, das ist bei uns weder ein Streitpunkt noch ein Punkt der Kritik. Doch dass du dich gegenüber der Widerlegung seiner Abweichung blind und taub stellst, obwohl die Leute des Wissens sie mit klaren Beweisen aufgezeigt haben, dann ist dies bei Allāh, bei Allāh, bei Allāh, wahrlich der Kern der verabscheuenswerten Hizbiyyah.
Denn dadurch führst du andere in die Irre und gehst selbst in die Irre. Du verfällst der Neuerung und der Hizbiyyah. Darauf wies Scheich al-Islām (V) hin, ich meine Ibn Taimiyyah, als er sagte:„Wer für die Menschen eine Person aufstellt, aufgrund derer er Loyalität und Feindschaft zeigt, der gehört zu denjenigen, die ihre Religion spalteten und zu Gruppen wurden.“
Hierbei sollte angemerkt werden, dass wir das öffentliche Reden gegen muslimische Herrscher nicht akzeptieren, unabhängig davon, wer der Scheich ist, der dem authentischen Text widerspricht, und unabhängig davon, welche Stellung oder welches Ansehen er besitzt. Denn die Wahrheit ist uns lieber und wir sind keine blinden Fanatiker, insbesondere wenn jene nicht nur diesem gewaltigen Grundsatz des Islams widersprochen haben, sondern auch in anderen Angelegenheiten der Religion Fehltritte aufweisen und bis heute dafür keine Reue gezeigt haben. Hier sind lediglich zwei von vielen Beispielen, die die Heuchelei von Abdulaziz in seinen Aussagen aufzeigen:
Beispiel 1: Der offene Angriff von ‘Arafāt al-Muḥammadī auf Ṭayyib Erdoğan und die Türkei.
Zu den vielen Inhirāfāt (Verstößen und Irreleitungen) von Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī gehört auch das öffentliche Reden gegen muslimische Herrscher:


Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī schreibt im Juli 2020 in verschiedenen Tweets:
Die Ichwān im Yemen: Ihr Einfluss ist im Jemen deutlich sichtbar. Sie verbünden sich mit ihrem angeblichen Khalifen, der zum Säkularismus aufruft, den Weg Atatürks einschlägt, die Ehe zwischen Mann und Mann unterstützt, sich mit den Juden und den Rawāfiḍ verbündet und zu denjenigen gehört, die den ISIS erschaffen haben.
Die Ichwān im Jemen reichen ihre Hände ihrem türkischen Herrn, der mit dem ṣafawi Iran verbündet ist, damit dieser ihn bei der Invasion Libyens unterstützt, im Gegenzug dafür, dass der restliche Jemen den Huthis ausgeliefert wird.
All dies geschieht als Antwort auf die Anweisungen ihrer Herren in der Türkei und in Tehran.
Gesteuert werden sie dabei aus der Türkei.
Es überrascht keineswegs, dass Dr. ‘Arafāt al-Muḥammadī ein solches Verhalten zeigt, denn er war bereits in seinem eigenen Land, dem Jemen, aktiv am Churūdsch beteiligt. Daher ist es umso weniger verwunderlich, dass er offen über muslimische Herrscher anderer Länder spricht.
In diesen Tweets greift er den Herrscher der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, direkt an und beschuldigt ihn:
- zum Säkularismus aufzurufen — was Kufr ist —,
- dem Weg Atatürks zu folgen — was Kufr ist —,
- die gleichgeschlechtliche Ehe zu unterstützen — was Kufr ist, da ihr Verbot zu den Angelegenheiten gehört, die im Islam notwendigerweise bekannt sind —,
- sich mit den Juden und den Rawāfiḍ zu verbünden — was in diesem Zusammenhang Kufr bedeutet, nämlich dass man sich gegen die Muslime mit den Ungläubigen verbündet —,
- und zu denjenigen zu gehören, die den ISIS erschaffen haben.
All dies sind äußerst gefährliche Aussagen, die letztendlich darauf hinauslaufen, dass Erdoğan aus seiner Sicht kein Muslim mehr sei, denn all diese Anschuldigungen gehören zu den Dingen, die den Takfīr nach sich ziehen.
Beispiel 2: Der offene Angriff von Munīr as-Sa’dī gegen Katar und dessen Herrscher.
Ein weiterer Scheich von Abdulaziz (und seiner Bande) ist Munīr as-Sa’dī, der in einer Chutbah offen ein anderes muslimisches Land nämlich Katar angreift und dieses als einen Schlüssel zum Übel seit mehr als 20 Jahren bezeichnet:
Es kann sein, dass ein Regime ein Schlüssel zum Übel gegen sich selbst, gegen seine Gesellschaft und gegen seine Nachbarländer ist, so wie es beim Herrschaftssystem in Katar der Fall ist. Dieses Regime ist seit mehr als 20 Jahren ein Schlüssel zum Übel gegen die Muslime. Seit mehr als 20 Jahren! Es ist dasjenige, das in den Ländern des Islams Unheil angerichtet hat. Es richtete Unheil in Libya an, richtete Unheil in Tunisia an, richtete Unheil in Egypt an, richtete Unheil im Jemen an und richtete Unheil in Syria an. Dieses gewaltige Unheil dieses Regimes, das nur eines will. Lass seine Beziehung zu Iran beiseite, lass seine Beziehung zu den Terroristen beiseite, lass seine Beziehung zu den Ichwān beiseite. All dies sind lediglich Werkzeuge, Werkzeuge zur Verwirklichung des größeren Ziels, nämlich die Auslöschung Saudi Arabiens. Die Zerschlagung Saudi Arabiens. Warum? Weil es als eine der wichtigsten Stützen des Islams und des Tauḥīds gilt. Die Feindschaft gegen es ist Feindschaft gegen den Tauḥīd und Feindschaft gegen den Islam. Das ist es, was dieses Regime will. Ein Schlüssel zum Übel, der gegen sich selbst und gegen andere das Übel geöffnet hat.
So stellt sich die Frage an Abdulaziz Weber und seinesgleichen, ob sie die Taten ihrer Scheichs ebenfalls verurteilen werden, so wie sie die Taten anderer verurteilen. Wenn man das Verhalten solcher Muta’aṣṣibīn kennt, dann ist die Antwort hierauf mehr als deutlich. Sie haben den Qur’ān und die Sunnah in diesen Angelegenheiten beiseitegeschoben und stattdessen ihren Gelüsten in der Verteidigung ihres Scheichs gefolgt, der weltweit Fitan und Spaltung verursacht hat.